Muttercolonia
Hallo Ihr Lieben, nach 2 Jahren und 9 Monaten war es heute Abend so weit: ohne Einschlafstillen ist meine kleine große Maus an meine Hand gekuschelt eingeschlafen. Dem voraus ging allerdings ein Unfall heute Mittag. Sie hat sich neben mir liegend in den Schlaf genuckelt, ich bin wohl auch weggedusselt. Sie hat was geträumt und zugebissen - aber da war noch was....meine Brustwarze. Aaaautsch!!!!!!! Das Blut schoß nur so raus und es tat höllisch weh. Sie hat sich auch sehr erschrocken, war ja keine Absicht. Die Blutung war aber schnell gestoppt, es brannte aber noch ziemlich lange. Da dachte ich mir, nee jetzt ist es genug, wir haben eine Lösung gemeinsam gefunden sie tagsüber abzustillen dann finden wir nun auch einen Weg ganz aufzuhören. Wir haben den ganzen Tag darüber gesprochen daß es so nicht geht und ich Aua hab. Sie sei ja auch ein so großes Mädchen....Tja und nun hats doch tatsächlich geklappt, so wie Ihr es immer prophezeit habt, wenn sie so weit sind geht das ohne Geschrei ab. Bin sooo stolz, froh und etwas traurig (aber Nr. 2 soll ja auch irgendwann mal kommen und da wird natürlich wieder gestillt!) Ich habe auf die wunde Brust etwas Garmastan getan, die ist auch ruhig jetzt, nichts spannt alles weich. Sonst hat sie zum Einschlafen und morgens genuckelt, muß ich nun mit ner Brustentzündung/Milchstau rechnen? Kann ich vorbeugen? Oder abwarten, vielleicht gehts ohne Probleme vorbei. Hab halt Angst daß es sich entzündet und nun die Milch sich auch noch staut....Tja auch nach fast 3 Jahren Stillen gehen die Fragen nicht aus. Danke für Eure Hilfe!
Liebe Muttercolonia, ich bin gespannt, ob deine Kleine wirklich abgestillt ist oder heute oder morgen wieder trinken will ;-). Sobald sich die Brust gespannt anfühlt oder schmerzt, solltest Du entweder gerade so viel Milch ausstreichen, dass die Spannung nachlässt oder (falls die Brust nicht gestaut ist und "nur" schmerzt) die Brust kühlen. Bitte streiche wirklich nicht mehr aus, als unbedingt notwendig, sonst wird die Milchproduktion wieder angeregt. Deine Brust wird sich daran gewöhnen, dass die Nachfrage nicht mehr gegeben ist und die Milchproduktion immer weiter verringern und schließlich ganz einstellen, aber sie braucht etwas Zeit dazu. Es ist auch empfehlenswert, den Salzkonsum während des Abstillens einzuschränken. Es ist nicht notwendig die Flüssigkeitszufuhr einzuschränken, trinke entsprechend deinem Durstgefühl. Falls Du dich für naturheilkundliche oder homöopathische Mittel zur Unterstützung des Abstillprozesses interessierst, wende dich bitte an einen entsprechend ausgebildeten Arzt oder eine Hebamme. LLLiebe Grüße und alles Gute für Euch!!! Biggi
Muttercolonia
Hi Biggi, Danke für die schnelle Antwort. Die Nacht war um halb 2 vorbei, sie hat schon geweint und wollte Trinken. Ich hab sie in den Arm genommen, ihr ruhig zugesprochen und dann wollte sie mit mir ins Gästezimer und dort auf dem großen Bett schlafen. Das haben wir auch gemacht und dann ist sie mit meinem Händchen ganz eng angekuschelt eingeschlafen. Das tat mir soooo leid aber ich wollte jetzt auch nicht nachgeben, ich weiß daß man entweder dazu stehen soll oder es lassen soll. Sie hat bis halb 8 geschlafen, wollte dann wieder trinken aber sie hat nicht mehr geweint sondern die kranke Brust gestreichelt ooooooooooohhhhhhh Nun ist sie ein großes Mädchen und darf sich heute eine Puppe aussuchen, haben wir ihr versprochen da wir seit Wochen darüber geredet hatten daß es langsam aufhören sollte. Sie ist super drauf, so wie immer. Ich beobachte sie natürlich ganz genau, ich alte Glucke :-)))))) Hätte nie gedacht daß es so schnell klappt bin selber noch etwas durcheinander. Heute Morgen hatte ich plötzlich die Tage ziemlich heftig. Kommt wohl auch davon ich spüre auch wie ich körperlich - naja - etwas durch den Wind bin. Ich habe wirklich gerne gestillt und das ist auch ein großer Verdienst Eurer Arbeit! Wird Ihr nun etwas fehlen, soll sie mehr Milch trinken, Quark essen oder so? Hoffe nicht daß ihre Verdauung nun schlecht wird oder es ihr so auch gut bekommt nun ganz ohne das gute Tröpfchen :-))))) Brust ist abgeheilt, nur noch etwas Schorf auf der Brustwarze aber keine harten Stellen, Hitze oder sonstiges. Hoffe das bleibt so, hab noch alte Vorräte Retterspitz falls ich kühlen muß. Ausstreichen brauchte ich bis jetzt noch nicht werde Deinen Rat auch beherzigen und vorsichtig damit sein. So und nun sorgen wir bald mal für Still-Nachwuchs ha haaaaa. liebe Grüße Bianca & Daria
Kristina Wrede
:-))
Muttercolonia
Nur noch meine kurze Frage: Wird Ihr nun etwas fehlen, soll sie mehr Milch trinken, Quark essen oder so? Hoffe nicht daß ihre Verdauung nun schlecht wird oder es ihr so auch gut bekommt nun ganz ohne das gute Tröpfchen :-)))))
Kristina Wrede
Weißt du, im Grunde brauchen wir Menschen gar nicht so viel ARTFREMDE MILCH, vor allem nicht in diesem Alter. Calcium und Eiweiß sind ja auch in vielen anderen Lebensmitteln, zum Teil in viel höheren Konzentrationen. Solange du sie gesund ernährst, und abwechslungsreich, wird sie sich holen, was sie braucht. ... Gelassenheit ist auch hier nicht der schlechteste Ansatz :-)) Lieben Gruß, Kristina
Muttercolonia
...nun sind es schon 3 Tage ohne Stillen. Der Brust gehts prima. Nur Daria schläft mittags nun nicht mehr, sie ist totmüde aber ohne Nuckeln kann sie einfach nicht. Nun ist sie von morgens halb 7 bis abends 21 Uhr! wach und auch da hat sie wieder recht lange (40min?) geweint weil sie ohne meint nicht schlafen zu können. Sie tat mir soooo leid.....wie lange dauert denn so ein "Abstillkampf"? Leiden die Kleinen denn so sehr wenn sie nicht mehr dürfen, sie ist doch schon fast 3.....seufz man ist das hart....
Kristina Wrede
Ach du Liebe, vielleicht tröstet es dich zu wissen, dass es gar nicht wirklich so hart ist, wie es scheint. Es fällt uns nur schwer, "hart" zu bleiben, aber das erinnert uns auch daran wie wichtig es ist, dass unsere Entscheidungen wohl überlegt sind... Wenn du überzeugt bist von eurem neuen Weg, dann wird deine Maus sich anpassen. Das liegt in ihrer Natur. UND sie wird die wunderbare Erfahrung machen (du gleichzeitig auch!) dass es noch andere Wege gibt, die Geborgenheit und Sicherheit zu finden, die es sonst an der Brust gab. Du stellst jetzt die Weichen, wie ihr in Zukunft gemeinsam eure Herausforderungen meistern könnt. DU bist das "Leittier", du sendest die erforderliche Botschaft aus "Es ist alles gut, vertrau mir" oder "oh je, hab ich wohl die richtige Entscheidung getroffen". Dein Kind spürt das genau :-) Hier liegt die Chance!! Lieben Gruß, Kristina
Muttercolonia
...ach DANKE das tat gut zu lesen, heute gehts auch schon viel besser und abends gabs kein Geweine sie ist gleich eingeschlafen mit Kuscheltier. Und ich glaub mein Abstill-Blues legt sich :-)
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