Goldfrosch
Hallo, auch wenn es bis zur Geburt unseres 4. Wunders noch ein paar Wochen dauert, denke ich natürlich auch schon über die Geburt nach. Die erstenTage nach der letzten Geburt (3. Kind) waren durch heftige Schmerzen der starken Nachwehen sehr unangenehm. Ich habe auf Schmerzmittel verzichtet, da ich soetwas ungern nehme und auch das Stillkind schützen wollte. Da die Nachwehen nach jeder Geburt stärker werden sollen, habe ich inzwischen etwas Angst davor. Ich möchte die ersten Tage mit dem Neuankömmling genießen und auch für die Großen dasein können. Daher könnte ich mir inzwischen doch vorstellen, etwas gegen die Schmerzen zu nehmen. Was wäre da die richtige Wahl? Vielen Dank!
Kristina Wrede
Liebe Goldfrosch, das ist eine Frage, die deine Hebamme dir beantworten könnten sollte. Wir können und dürfen hier keine Medikamente empfehlen. Nur so viel: Bei Fragen zur Vereinbarkeit von Medikamenten und Stillzeit (und natürlich auch Schwangerschaft) kann und sollte sich dein Arzt oder Apotheker jederzeit an das Berliner Pharmakovigilanz und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie ("Embryotox") wenden, das unter der Telefonnr. 030 450-525700 erreichbar ist, per mail unter mail@embryotox.de, oder online unter www.embryotox.de bzw. http://www.bbges.de/content/index024a.html. Die häufig verschriebenen Schmerzmittel sind Ibuprofen und Paracetamol. Dazu zitiere ich dir aus "Arzneiverordnung in Schwangerschaft und Stillzeit" Schaefer, Spielmann, Vetter, 7. Auflage 2006: "Die Halbwertszeit von Paracetamol ist in Plasma und Muttermilch mit 2,6 Stunden etwa gleich. Nach einer Dosis von 650 mg wurden nach 1 2 Stunden Spitzenkonzentrationen in der Muttermilch von 15 mg/l gemessen. Ein Säugling kann demnach im Höchstfall pro Stillmahlzeit 0,45 mg/kg erhalten. Das sind etwa 4% einer gewichtsbezogenen therapeutischen Einzeldosis im Säuglingsalter. Der M/P Quotient liegt bei 1 (Übersicht Briggs 2005). Außer einer Kasuistik über ein reproduzierbares makulopapulöses Exanthem nach 1 g Paracetamol sind keine unerwünschten Wirkungen nach Stillen beschrieben worden (Übersicht Briggs 2005, Bar Oz 2003, American Academy of Pediatrics 2001, Bennett 1996). Bei 43 Kindern, deren Mütter mit Paracetamol therapiert wurden, waren keine Nebenwirkungen nachweisbar (Ito 1993). Da Metabolisierung und renale Exkretion beim Neugeborenen nicht voll entwickelt sind, ist eine Anreicherung bei Langzeitbehandlung nicht auszuschließen (Notarianni 1987). Empfehlungen für die Stillzeit: Paracetamol gehört mit Ibuprofen zu den Analgetika der Wahl für die Stillzeit." Lieben Gruß, Kristina