Mitglied inaktiv
Liebe Stillberater*innen, für mich hat sich eine recht spezifische Frage ergeben, zu der meine Recherchen erfolglos bleiben. Meine Tochter ist 15 Monate alt. Seit ihrem 1. Geburtstag stillte ich nur noch „im Bett“, d.h. zum Einschlafen und dann in der Nacht nach Bedarf i.d.R. 2-3 Mal (in bestimmten Phasen deutlich häufiger) und am Morgen vor dem Aufstehen. Vor knapp drei Wochen habe ich begonnen, sie zum Einschlafen nicht mehr zu stillen. Ich stille dann, wenn sie wach wird, weiter nach Bedarf bis zum Aufstehen. Das Einschlafen - tragend und singend - klappt sowohl bei mir als auch bei meinem Partner erstaunlich gut. Allerdings waren die Nächte dann ab 23h, spätestens 24h extrem heftig, sprich, sie hat bis zum Morgengrauen fast durchgängig gestillt und regelrecht um die Brust gekämpft, z.B. sofort bitterlich geweint, wenn sie nicht *sofort* wieder andocken konnte. Mir taten teilweise (erstmals) die Brüste sehr weh, weil sie komplett leer waren und meine Tochter immer und immer weiter gesaugt hat. Seit zwei, drei Nächten scheint es sich zu beruhigen, d.h. wir sind abgesehen eben vom Einschlafstillen fast wieder bei den 2-3 Mal Nachtstillen. Ich stehe der Entscheidung, das Einschlafstillen aufzuhören, ambivalent gegenüber, da ich das gesamte „im-Bett-Stillen“ ursprünglich beibehalten wollte, bis meine Tochter es selbst verringert. Zugleich war das Verzichten auf das Einschlafstillen einerseits die einzige Möglichkeit der nötig gewordenen Entlastung durch meinen Partner (weil er sie nun auch ins Bett bringen kann). Zum anderen habe ich zwar, seit sie 9 Monate alt wurde (März), meine Periode, aber - so stellte es sich vor knapp zwei Monaten raus - ohne Eisprung. Da wir uns ein zweites Kind wünschen und seit dem Einsetzen der Periode auf eines gehofft hatten, bis sich das mit dem fehlenden Eisprung herausstellte, begann ich erstmal mit dem Stillumfang als vermutete Ursache für den ausbleibenden Eisprung zu hardern... (das ist ein schwieriges Thema für mich, da ich meiner Tochter nichts nehmen will, mein erneuter Kinderwunsch jedoch auch sehr ausgeprägt ist und dabei letztlich *auch* leider diverse praktische Gründe (mein Alter u.a.m.) eine zeitrelevante Rolle spielen ...) Lange Rede, kurzer Sinn: nun bin ich überfällig. Mein Zyklus war verlässlich bei 27 Tagen und nun bin ich bei Tag 30. Wir hatten zur potentiell fruchtbaren Zeit keinen Geschlechtsverkehr, erst Tage später. Zudem habe ich meine typischen PMS-Symptome. Kann es sein, dass das fehlende Einschlafstillen meinen Zyklus verlängert hat? Ich danke Ihnen sehr für eine Antwort auf diese spezielle Frage und darüber hinaus bin ich gespannt auf Ihre Einschätzungen zur geschilderten Gesamtsituation. Liebe Grüße, Romia
Kristina Wrede
Liebe Romia, leider kann ich deine Frage nicht eindeutig beantworten. Selteneres Stillen führt in der Regel NICHT zu einer Zyklusverlängerung. Was sein könnte ist dass sich dein Hormonhaushalt durch das mehr und weniger stillen verändert hat und sich das zyklusverlängernd ausgewirkt hat. Die Zeit wird es zeigen: Entweder bekommst du demnächst deine Periode, oder du bist doch wieder schwanger geworden, auch wenn es nicht zur Theorie passen sollte. Die Natur hat ihre ganz eigene Logik... Lieben Gruß, Kristina
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