Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Was tun bei meinem "Zappeltrinker"?

Frage: Was tun bei meinem "Zappeltrinker"?

Schwesternherz

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Hallo liebes Team! Mein Sohn ist 10 Monate und wird Bedarfsgestillt. Leider ist von "Stille" dabei nichts zu spüren... Ich stille ihn meist im Wiegegriff oder im Liegen. Dann passiert folgendes: er streckt die Beinchen gen Himmel oder versucht seinen Körper auf den Bauch zu drehen, streckt sich so nach hinten dass er grad noch so die Warze im Mund hat was mir sehr weh tut. (Liegeposition) Im Wiegegriff nestelt er entweder an meinem Hals oder kratzt mit den Nägeln neben seinem Mund an meiner Brust... Es ist auch egal wie Dunkel und ruhig es ist, nur im.Halbschlaf ist es "ruhiges Trinken". Durch sein Gezappel tun mir auch die Brustwarzen weh. Was kann ich tun? Ich habe mich auch schon auf den Rücken gelegt mit offener Brust und ihn machen lassen. Dann trinkt er kurz (auf meinem Bauch liegend) dockt ab, guckt, schnäbelchen auf wieder dran.... was bedeutet das?


Biggi Welter

Biggi Welter

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Liebe Schwesternherz, Du kannst beim Abgewöhnen dieser Angewohnheit ähnlich vorgehen, wie bei einem Kind, das beim Stillen beißt. Erkläre deinem Kind zunächst, dass es damit aufhören soll. Beim nächsten Mal, wenn er zu turnen beginnt, nimm ihn an den Händen, sage "nein" und halte seine Hände vielleicht auch fest. Hilft das alleine noch nicht, kannst Du deinem Sohn in Verbindung mit einer Erklärung, dass Du das keineswegs lustig findest ein Stück von dir wegrücken oder Du stehst auf. Mit liebevoller Konsequenz wirst Du deinem Sohn diese Angewohnheit abgewöhnen können. Selbstverständlich wird sich nicht von heute auf morgen eine plötzliche Änderung ergeben, das geschieht in kleinen Schritten und selbstverständlich wirst Du mit Rückschritten rechnen müssen, doch mit viel Liebe und Beharrlichkeit, kannst Du einen Weg finden, dass ihr wieder zu einer harmonischen Stillbeziehung finden werdet. Kinder brauchen liebevolle Führung und Anleitung und ein beständiges Eingehen auf ihre Bedürfnisse. Das heißt keineswegs "laisser faire" wie es Kritiker behaupten, sondern liebevolle und verständnisvolle Konsequenz, die sich langfristig auszahlt. LLLiebe Grüße Biggi


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