Kati84
Hallo, bisher haben Sie mir immer so gut weiterhelfen können, das ich mal wieder Ihren Rat bräuchte. Meine Tochter(fünf Monate)trinkt in letzter Zeit sehr schlecht.Sie hat teilweise Stillabstände am Tag von bis zu sieben Stunden und trinkt dann auch ganz oft nur zwei bis drei Minuten an einer Brust, obwohl man meinen müsste nach so langer Zeit hätte sie eigentlich richtig hunger. Im Schnitt kommen wir in 24std.auf ca.vier Stillmahlzeiten,von denen sie meistens nur zwei recht gut trinkt. Dadurch das unsere Tochter wenig trinkt riecht der Urin strenger(eine Harnweginfektion wurde ausgeschlossen).Die Windeln(Stoff)sind oft nicht komplett genässt. Daraufhin habe ich heute unseren Kinderarzt aufgesucht und glücklicherweise konnte nichts festgestellt werden.Augenscheinlich ist die Kleine gesund.Sie hat zwar innerhalb einer Woche nur 30gr.zugenommen, darin sah aber mein Kinderarzt kein Problem. Ich habe in der letzten Zeit auch die Windeln gewogen und die Urinausscheidung war viel zu gering.Das habe ich heute mit dem Kinderarzt besprochen und er meinte das Windel wiegen soll ich lassen, er würde davon nichts halten. Nun stehe ich etwas ratlos da, denn mittlerweile bin ich doch sehr verzweifelt.Warum trinkt meine Tochter nicht richtig, wenn sie doch gesund ist und keine Schmerzen hat?Ist es eventuell entwicklungsbedingt? Immer öfter denke ich daran sie zuzufüttern, obwohl ich doch noch so gern stillen möchte. Vielleicht können Sie mir weiterhelfen. Vielen Dank im vorraus, Gruß Kati
Liebe Kati, also wenn die Windeln nicht nass sind und ein Baby nur 30 Gramm zunimmt und SO wenig trinkt, dann ist das für mich durchaus ein Alarmsignal! Am besten wenden Sie sich einmal für eine persönliche Beratung an eine Stillberaterin in Ihrerr Nähe. Ich suche Ihnen gerne die nächstgelegene LLL Stillberaterin heraus, wenn Sie mir Ihren Wohnort mit Postleitzahl angeben. Bis Sie eine Kollegin erreichen können, hier einige allgemeine Tipps: Sie können versuchen Ihr Baby anzulegen, wenn es schon sehr schläfrig oder fast eingeschlafen ist. Viele Babys, die sich weigern, an der Brust zu trinken, wenn sie hellwach sind, tun es im Halbschlaf dann doch. Sie können ihm die Brust auch immer wieder anbieten, wenn es wach ist, drängen Sie aber nicht. Manche Babys sind eher bereit zu trinken, wenn ihre Mutter umhergeht statt stillzusitzen. Weitere Maßnahmen, die sich bei einem Stillstreik bewährt haben, sind: im Umhergehen stillen, in der Badewanne oder im Schaukelstuhl stillen, im Halbdunkeln stillen, im Halbschlaf stillen, das Baby mit der Brust spielen lassen, unterschiedliche Stillhaltungen ausprobieren, alle künstlichen Sauger vermeiden, das Baby massieren, viel Körperkontakt (Haut auf Haut), und ganz wichtig: keinen Stillstress erzeugen, weder bei der Mutter noch beim Kind, Ruhe und Gelassenheit, auch wenn es schwer fällt. Um die Milchproduktion aufrecht zu erhalten und zu verhindern, dass die Brust übervoll wird, sollte die Milch ausgestrichen oder abgepumpt werden. Die so gewonnene Milch kann dem Kind mit einer alternativen Fütterungsmethode angeboten werden, z.B. mit einem Becher. Die Flasche ist in dieser Situation nicht unproblematisch, denn es kann passieren, dass sich dein Kind dann zur Flasche hin abstillt. LLLiebe Grüße Biggi Welter
Kati84
Vielen Dank für Ihre Antwort. Die Windeln werden zwar feucht, aber nicht so nass wie ich es aus den Zeiten kenne,in denen meine Tochter gut getrunken hat. Unser Kinderarzt meint, so lange das Kind so zufrieden ist wie momentan, gibt es noch keinen akuten Handlungsbedarf. Und ich muss sagen, meine Kleine macht tatsächlich keinen Eindruck als würde es ihr an irgendetwas mangeln. Gruß Kati
Liebe Kati, SIE kennen Ihr Baby am besten und wenn Sie den Eindruck haben, dass es Ihrem Kind gut geht, dann freut mich das sehr. Auch der Kinderarzt wird Ihr Baby genau angeschaut haben und ich hoffe, dass Ihr Baby in den nächsten Wochen wieder besser zunimmt. Beobachten Sie es einfach genau und versuchen Sie, Ihr Kind öfters zu stillen. Biggi
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