Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Vielen Dank:o)Und....

Frage: Vielen Dank:o)Und....

Mitglied inaktiv

Beitrag melden

...direkt eine Erklärung hinterher!! Mein Sohn hat leider NIE einen Schnuller genommen, so dass ich NUR zum einschlafen sein Ersatz bin:-( Bevor er nicht schläft hab ich keine Chance die Brust eher weg zu nehmen...er schreit sofort und ruft:" Mama, Brust, Bitte Brust..."! Daher warte ich jeden Abend bis er endlich an der Brust beim nuckeln eingeschlafen ist. Nachts wird er noch zwei, dreimal wach, dann ist es das gleiche an meiner Brust. Er hat also nie gelernt allein wieder in den Schlaf zu finden:-( Nun bleibt mir ja die Hoffnung das sich die Milch durch die Schwangerschaft so verändert das ihm diese nicht mehr schmeckt!! Ansonsten wird mir seeehr Angst und Bange wie ich das noch hinbekommen soll! Aber vielen Dank für die ersten Tipps! Ihre etwas ratlose Inga;o)


Biggi Welter

Biggi Welter

Beitrag melden

Liebe Inga, ich kann Sie so gut verstehen, ich war einmal in der gleichen Situation und musste dann wegen Blutungen tatsächlich abrupt abstillen. Heute weiß ich, dass die meisten Sorgen umsonst waren, denn unsere Kinder spüren so viel mehr, als wir oft meinen. Wenn Ihr Sohn sich nicht abstillt, können Sie ohne Weiteres weiterstillen und es wird einen Weg geben, beiden Kindern gerecht zu werden. Wenn es zu Problemen kommen wird aber auch! Versuchen Sie, gelassen zu bleiben, denn Sie sind ganz am Anfang der Schwangerschaft und es kann wirklich sein, dass Ihr „Großer“ sich im Laufe dieser abstillt. Auch wird er von ganz alleine irgendwann durch- oder wenigstens länger schlafen, wobei Sie da nachhelfen könnten. Erfahrungsgemäß fällt es Kindern leichter, auf einen Teil des Stillens zu verzichten, wenn sie es nicht gleich ganz aufgeben müssen. Wenn das für Sie eine Möglichkeit wäre, helfen euch vielleicht unsere Tipps zum Thema "Stillfreie Zeit in der Nacht": Erklären Sie Ihrem Kind schon bei Tag, was sich in der Nacht ändern wird, und versuchen Sie, Signale zu definieren, die es wieder erkennen kann (z.B. "erst wenn der Radiowecker angeht, dann darfst Du trinken") und die sich eventuell anpassen lassen (den Radiowecker kann man etwa jeden 2. Tag eine viertel Stunde nach hinten programmieren, so dass die Pause immer länger wird). So wird die Nacht allmählich stillfrei. Wenn sich Ihr Kind dann in der Nacht beschwert, dass es nicht trinken darf (und das kann es natürlich nur durch weinen oder schreien), dann trösten Sie es und sprechen Sie liebevoll-beruhigend mit ihm, und gestehen es ihm auch wirklich zu, sauer zu sein, aber bleiben Sie konsequent beim "Nein", bis der vereinbarte Zeitpunkt (z.B. der Radiowecker geht an) für das Stillen gekommen ist. Dann jedoch sollten Sie auch von sich aus Ihrem Kind die Brust anbieten - so lernt es, dass es sich auf Ihr Wort verlassen kann. Natürlich können Sie Ihrem Sohn während der Nacht einen Schluck Wasser oder auch einen Schnuller anbieten, doch seien nicht allzu überrascht, wenn das anfangs mit Wut abgewiesen wird. Ehrlicherweise muss ich dazu sagen, dass die ersten Nächte zwangsläufig sehr unruhig sein werden. Doch in der Regel akzeptieren Kinder relativ schnell die neuen "Spielregeln", und je älter sie sind, desto einfacher. Einen "Knacks" beim Kind brauchen Sie nicht befürchten, wenn Sie ihm wirklich beistehen und ihn nicht "strafen" für seine natürliche Reaktion auf diese Veränderung. Nur wenn sich Ihr Kind über mehrere Tage hinweg gegen diese stillfreie Zeit sperrt, oder gar tagsüber extrem anhänglich bzw. weinerlich wird, oder gar eine Hautreaktion zeigt, dann wissen Sie, dass es noch zu früh ist und Sie vielleicht einfach noch ein paar Wochen warten und durchhalten sollten. Dieser Vorschlag stammt von Elizabeth Pantley, Autorin des Buchs "Schlafen statt Schreien: Das liebevolle Einschlafbuch: Das 10-Schritte-Progamm für ruhige Nächte", das erst im Herbst auf Deutsch erschienen ist und das ich wärmstens empfehlen kann. Pantley hat ein Programm entwickelt, mit dem man älteren Babys, auch Stillkinder, dabei helfen kann, auch ohne Brust oder ständiges Stillen die Nacht zu schaffen. Auch wenn man nicht alle ihre Schritte anwendet haben viele Mütter doch gute Erfahrungen mit diesem Buch gemacht. Ich hoffe, diese Antwort hilft Ihnen weiter! LLLiebe Grüße, Biggi


Bei individuellen Markenempfehlungen von Expert:Innen handelt es sich nicht um finanzierte Werbung, sondern ausschließlich um die jeweilige Empfehlung des Experten/der Expertin. Selbstverständlich stehen weitere Marken anderer Hersteller zur Auswahl.