Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Unterstützung nach fehlendem Milcheinschuss nach Kaiserschnitt

Biggi Welter

 Biggi Welter
Stillberaterin der La Leche Liga Deutschland e.V.

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Frage: Unterstützung nach fehlendem Milcheinschuss nach Kaiserschnitt

Ellie1

Liebe Für Welter, ich habe im April per Kaiserschnitt entbunden und hatte danach keinen Milcheinschuss. Eine Stunde nach der Entbindung habe ich meinen Sohn zum ersten Mal angelegt und danach mehrmals am Tag. Er hat die Brustwarze richtig angedockt, aber es kam keine Milch heraus. Das hat ihn sehr frustriert, und er hat viel geschrien vor Hunger. Deshalb haben wir ihn mit einer Sonde Pre-Nahrung gefüttert, um sicherzustellen, dass er ausreichend versorgt ist. Ich habe auch abgepumpt und es kam ein wenig Kolostrum heraus, aber das war alles. Ich bin jetzt sehr besorgt und frage mich, warum ich keinen Milcheinschuss hatte. Könnten Sie mir bitte weiterhelfen und mir mögliche Gründe dafür erklären? Ihre Erfahrung und Unterstützung wären mir sehr wertvoll. Ich freue mich auf Ihre Antwort und danke Ihnen im Voraus für Ihre Hilfe. Herzliche Grüße,   Ellie 


Biggi Welter

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Liebe Ellie , der initiale Milcheinschuss tritt meist am zweiten bis vierten Tag nach der Geburt auf und ist ein normaler Vorgang, der den Beginn der reichlichen Milchbildung anzeigt. Es kommt zu einem Spannungsgefühl in der Brust, einer leichtem Empfindlichkeit der Brust, die Venenzeichnung auf der Haut wird deutlicher, der Drüsenkörper wird fester und die Brust größer. In den Alveolen wird mehr Milchgebildet und die Bläschen füllen sich. In der Brust zirkulieren vermehrt Blut und Lymphflüssigkeit (Schwellung und vermehrte Wärme). Nur ein kleiner Teil der Brustvergrößerung ist auf die erhöhte Milchmenge zurückzuführen, in erster Linie liegt es an der Lymphflüssigkeit. Es ist also normal, dass anfangs nur ganz kleine Mengen Kolostrum kommen! Unmittelbar nach der Geburt steht dem Kind das Kolostrum zur Verfügung, das sich dann in die Transitorische Milch (Übergangsmilch) und schließlich nach in die Reife Muttermilch umwandelt. Bei etwa 50 % der Frauen ist der Übergang in die Reife Muttermilch nach zehn Tagen abgeschlossen bei den restlichen Frauen dauert es ein paar Tage länger. Stillst du denn jetzt noch? Wenn ja, solltest du dich unbedingt an eine Stillberaterin vor Ort wenden, die dich beim Stillen sehen kann und so feststellen kann, ob dein Baby korrekt an der Brust saugt oder vielleicht ein Saugproblem vorliegt, das behandelt werden müsste. Adressen von Stillberaterinnen findest du im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). Solltest Du noch Fragen haben, bin ich gerne für Dich da. Lieben Gruß Biggi        


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