Jejasahila
Guten tag, meine kleine 7 1/2 Monate hat mit 4 Monaten mit Beikost zur Mittag angefangen.. ansonsten wird sie gestillt. Meine Sorge ist, dass sie zu wenig für ihr Alter bekommt weil sie ja nur mittags brei bekommt und ansonsten gestillt wird .. ich würde ihr gerne abends auch brei anbieten und morgens so obstglässchen was sie manchmal auch ist, aber das problem ist dass sie ungefähr alle 2-2 1/2 stunden müde wird und schläft.. dazu brauch sie des öfteren die brust und trinkt sich satt und schläft dann ein, also ist dass immer so eine verzwickte situation mit dem brei geben, sie hat ja nich direkt wieder hunger wenn sie wach wird und wenn ich ihr brei gebe bevor sie schlafen wirs bzw müde wird, packt sie das nich alles WEIL sie müde ist und einfach nur an die brust möchte um einzuschlafen .. Wie kann ich das handhaben ? Ich muss ihr wahrscheinlich erst mal " antrainieren " ohne brust einzuschlafen stimmts? & Ist das zu " wenig " größtenteils noch gestillt zu werden indem Alter? Danke im Vorraus
Liebe Jejasahila, ich weiß, dass fast überall steht: „zunächst wird die Mittagsmahlzeit ersetzt und im Abstand von etwa vier Wochen ersetzen Sie die nächste Mahlzeit usw". Gleichzeitig wird „eine Mahlzeit" als die Menge definiert, die in ein Gläschen passt und zwar für alle Kinder gleich. Doch dieses Schema, das leider immer noch oftmals propagiert wird verursacht in vielen Fällen nichts weiter als Stress und Tränen. Es ist einfach zu sehr in den Köpfen vieler Menschen verwurzelt, dass eine Stillmahlzeit „ersetzt" werden müsse, dabei stimmt das gar nicht. Schon der Begriff BEI Kost drückt doch aus, dass es sich bei dieser Nahrung um eine ergänzende Nahrung und nicht um einen Ersatz für die Muttermilch handelt. Wäre es ein Ersatz, dass würde es ANSTATT Kost heißen. Die Empfehlung lautet also nicht strikt erst eine komplette Mahlzeit vollständig zu ersetzen, ehe die nächste Mahlzeit ersetzt wird, sondern erst etwa eine Woche abwarten, ehe ein neues Nahrungsmittel eingeführt wird und die Beikost als Ergänzung und nicht als Ersatz für die Muttermilch betrachten. Daher gibt es auch keine festgelegte Zahl für die Stillmahlzeiten, sondern das Kind kann weiterhin nach Bedarf gestillt werden. Im gesamten ersten Lebensjahr sollte Muttermilch das Hauptnahrungsmittel des Kindes sein. Bei der Vorgehensweise, dass langsam als ergänzende Nahrung Beikost angeboten wird, hat die Brust Zeit, sich an die Veränderung zu gewöhnen, das Kind hat ebenfalls mehr Zeit für die Umstellung und die Nährstoffe aus der Beikost können in Zusammenhang mit bei der gleichen Mahlzeit angebotener Muttermilch Man kann eine Faustregel aufstellen, dass ein Baby mit sieben Monaten eine bis zwei zusätzliche Beikostmahlzeiten ergänzend zur Muttermilch bekommt, mit acht Monaten zwei bis drei, mit neun Monaten zwei bis vier, mit zehn Monaten vier und mit zehn bis zwölf Monaten drei bis fünf. Daneben kann und darf es so oft gestillt werden, wie es möchte. Mit sieben bis neun Monaten braucht das Kind noch mindestens drei Milchmahlzeiten, mit zehn bis zwölf Monaten noch mindestens zwei. Wird das Kind ausreichen häufig gestillt, braucht es keine andere Milchnahrung und auch keinen Milchbrei oder Flaschennahrung. Dein Kind braucht also keine festen Still- und Essenszeiten, ich würde halt am Familientisch immer was anbieten. Du kannst also ruhig auch vor oder nach dem Stillen Obst anbieten! Für Tipps rund um das Thema Beikost bietet sich das Buch „Babyernährung gesund & richtig – B(r)eikost und Fingerfood“ von Gabi Eugster an. Dort finden sich sehr viele Informationen und Tipps zum Thema Ernährung ab dem siebten Monat. LLLiebe Grüße Biggi