Susiii
Liebe Biggi, meine Kleine ist nun 6 Wochen alt. In der Nacht schläft sie die erste Etappe im Beistellbett und dann kommt sie zum Stillen (meist nach 3 Stunden). Wir stillen im Liegen und schlafen beide dabei wieder ein... somit lege ich sie nicht zurück ins Beistellbett, sondern sie bleibt bei mir... Sie wacht dann aber häufiger auf und will wieder andocken und trinkt wieder, schläft wieder... würde sagen so alle 1 bis 2 Stunden. Und so gegen 5 herum bewegt sie sich ganz viel und pupst in einer Tour... Trinkt wieder, schläft meist noch aber in einem leichten Schlaf, ...sobald ich mich bewege macht sie nämlich die Augen auf :-D Generell geht es um ca 22:00 Uhr in den Nachtschlaf und wir sind bis ca 7:00 Uhr im Bett. Ich frage mich ob sie in der Nacht zu viel trinkt, dass sie am frühen Morgen so viel pupsen muss. Ich lasse sie auch nicht aufstoßen in der Nacht. Sollte ich das machen? Auch frage ich mich, ob es besser wäre sie nach dem Stillen wieder in ihr Bett zu legen? Ich rede hier nicht von verwöhnen, sondern von gewöhnen... ich denke schon, dass sie sich dann einfach daran gewöhnen könnte in der Nacht zu nuckeln, was ich eigentlich nicht möchte. Tagsüber ist sie dann ca eine bis 1,5 Stunden nach dem Aufwachen wieder müde und schläft alleine liegend ca 3 bis 4 Stunden - aber ganz ruhig.... so als ob sie sich von der Nacht erholen müsste. Dann ist sie wieder so 2 Stunden munter und schläft dann meist nochmal 3 Stunden alleine... und dann am späteren Nachmittag wird sie ein wenig quengeliger, findet nicht mehr so leicht in den Schlaf bzw wacht meist nach 10 Min wieder auf... schläft dann vielleicht nochmal eine Stunde. Da trage ich sie dann meist herum bis es zum Fertigmachen für die Nacht geht... Generell versuch ich sie immer wieder mal anzulegen, wenn sie am Abend so quengelig ist, aber sie möchte da meist gar nicht bzw. trinkt dann hektisch 5 Schluck und streckt sich dann wieder durch, dann nehme ich sie wieder hoch, meist aufrecht und meist hat sie auch nach wenigen Schlucken dann ein ordentliches Bäuerchen. … ist unser Ablauf so denn in Ordnung? ...und dazwischen muss ich mich noch um meine große Tochter kümmern, die mit ihren 2 Jahren ja eigentlich auch noch nicht so groß ist... Somit ist das Stillen mit der Kleinen oftmals auch nicht so entspannt... vielleicht trinkt sie ja deswegen oft hektisch. Vielen Dank für eine Tipps und deine Einschätzungen. Susiii
Liebe Susiii, Dein Baby ist gerade sechs Wochen alt und hat noch keinen festen Rhythmus. Im Moment würde ich noch gar nichts ändern, sondern weiterhin nach Bedarf stillen. Die Blähungen sind in diesem Alter auch durchaus normal, achte evtl. auf eine absolut korrekte Anlegetechnik, damit Dein Baby keine Luft schluckt. Sicherlich kannst Du auch versuchen, Dein Baby in der Nacht in ein Beistelltet zu legen, aber ich denke nicht, dass es dort besser schlafen wird (probiere es aus, vielleicht ist es ja doch so!) Es gibt ansonsten aber keinen Grund, dass Du etwas daran ändern musst, dass Du dein Baby nach Bedarf stillst und auch in den Schlaf stillst, es sei denn DICH persönlich stört etwas daran. Auch die immer wieder geäußerten Argumente, das Baby würde auf diese Weise verwöhnt oder es würde so nie lernen alleine einzuschlafen bzw. nie wieder aus dem Elternbett ausziehen, sind nicht stichhaltig. Babys in diesem Alter können noch nicht verwöhnt werden und Kinder, die sich den Platz im Elternbett nicht erkämpfen oder ertrotzen mussten, ziehen von selbst aus dem Elternbett aus, sobald sie reif genug dafür sind. Im Gegensatz dazu wollen viele Kinder, die als Babys alleine schlafen mussten noch lange ins Elternbett, weil ihr Bedürfnis (noch) nicht gestillt wurde. Sobald ein Baby die nötige Reife hat, lernt es alleine (ein)zuschlafen und wird auch längere Schlafphasen haben. Dein Kind wird von ganz alleine lernen, alleine einzuschlafen, ohne Druck und ohne Brüllen. Genauso wie Du es beschreibst, machen es Mütter seit Urzeiten mit ihren Babys und es hat noch nie einem Baby geschadet. Seit Jahrtausenden und in unzähligen Kulturen ist es so, dass Mütter ihre Babys in den Schlaf stillen. Das Saugen wirkt beruhigend und nicht umsonst wurden im Laufe der Zeit die verschiedensten Brustattrappen (z.B. Schnuller s.o.) erfunden. Von der Natur ist es nicht vorgesehen, dass ein Baby oder Kleinkind allein ist und alleine einschläft. Nur passt dieses „natürliche" Verhalten des Babys nicht in unsere derzeitige Zeitströmung und damit haben wir ein (von uns selbst produziertes) Problem: Babys wissen nicht, was zur Zeit „Mode" ist und benehmen sich so, wie sie es seit Anbeginn der Menschheit getan haben. Es hat seinen Grund, warum stillende Mütter die besten Einschlafhilfen SIND. Beim Saugen an der Brust findet ein Baby das, was es braucht: Trost, Nahrung, Sicherheit. Es liegt vermutlich an einer gewissen neurologischen Unreife, wenn einige Babys das mehr brauchen als andere, und es "verwächst" sich wirklich von alleine!! Sehr empfehlenswert ist von Sibylle Lüpold das Buch: "Ich will bei euch schlafen - Ruhige Nächte für Eltern und Kinder." Von ihr ist auch die Broschüre "Kinder brauchen uns auch nachts", in der 20 namhafte Experten wie Dr. William Sears, Prof. Dr. Gerald Hüther und Prof. Dr. Remo Largo gute Argumente liefern , weshalb von der Anwendung eines Schlaftrainings, wie zum Beispiel der Ferber-Methode, abzuraten ist. http://www.fuerkinder.org/files/broschre_kinder_brauchen_uns_auch_nachts_de.pdf LLLiebe Grüße Biggi
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