Gigi100
Liebe Stillberaterinnen, ich bin aktuell in der 26. SSW mit meinem zweiten Kind schwanger. Anfang 2010 habe ich aufgrund einer sehr großen Brust (65 H/I) eine Mammareduktionsplastik gehabt. Die Brustwarzen wurden nicht frei transplantiert, es wurde die Stieltechnik angewendet. Die Sensibilität in meinen Brustwarzen ist beinahe „normal“. Bereits in der ersten Schwangerschaft wuchs meine Brust von 65 D/E erneut auf ein I-Körbchen, zum Ende der Schwangerschaft trat auch bereits etwas Kolostrum aus. Leider verlief die geplante Spontangeburt nicht wie gewünscht und es musste ein sehr später sekundärer Kaiserschnitt durchgeführt werden. Da es mir sehr schlecht ging nach dem Kaiserschnitt und ich mich die ersten Tage überhaupt nicht bewegen konnte, konnte ich meine Tochter leider nicht stillen und mir wurde zum medikamentösen Abstillen geraten. Dies machte ich auch, da ich auch Angst bekam, dass ich mit meiner Vorgeschichte eine Mastitis entwickeln würde und dass es mir noch schlechter gehen würde. Nach der aktuellen Schwangerschaft möchte ich nun mein nächstes Kind sehr gerne versuchen zu stillen. Meine Brust ist erneut sehr gewachsen und Kolostrum ist vorhanden. Da es aufgrund eines Seroms in der uterinen Sectionarbe wohl wieder zu einer Sectio kommen wird, möchte ich im Vorhinein alles tun, um mich bestmöglich auf ein hoffentlich erfolgreiches Stillen vorzubereiten. Können Sie mir sagen, wie ich dies am besten tun kann und wie ich die Milchproduktion nach der Geburt steigern kann? Ich werde dieses Mal auf jeden Fall in einer babyfreundlichen Klinik entbinden. Herzliche Grüße und vielen Dank!
Liebe Gigi100, in den USA ist ein ausgezeichnetes Buch zu diesem Thema herausgekommen, geschrieben von einer selbst betroffenen Frau „Defining your own success breastfeeding after breast reduction surgery" von Diana West. Dieses Buch setzt sich ausführlich mit dem Thema auseinander. Du findest verschiedene OP Techniken beschrieben und Erklärungen welche Auswirkungen sie auf das Stillen haben, Tipps zur Steigerung der Milchmenge und vieles mehr. Doch ein ganz wesentlicher Punkt, der der Autorin am Herzen liegt zeigt sich schon im Titel: „selbst bestimmen, was Erfolg bedeutet". Erfolg ist nicht unbedingt das volle Stillen zu erreichen, Erfolg kann auch eine ganz geringe Milchmenge sein. Leider ist auch dieses Buch nur in Englisch erhältlich. Am besten setzt Du dich mit einer Stillberaterin vor Ort in Verbindung und informierst dich über alle grundlegenden Dinge des Stillens. Wichtig ist, dass Du genau Bescheid weißt, über das Prinzip von Angebot und Nachfrage, über verschiedene Anlegepositionen, richtiges Anlegen und Ansaugen und wie Du erkennst, ob dein Baby Milch an der Brust bekommt. Zusätzlich solltest Du was Du bei einem eventuell auftretenden Stau (durch die Vernarbungen kann es zu Stauungen kommen) tun kannst. Die Kollegin kann dir auch zeigen und erklären, wie Du dein Kind an der Brust ernähren kannst, auch wenn die Milchmenge, die deine Brust bilden wird nicht ausreicht. Manche brustoperierte Frauen stillen mit einem Brusternährungsset. All diese Dinge solltest Du mit einer Kollegin eingehend besprechen und außerdem ist es sinnvoll, dass Du bereits vor der Geburt eine kompetente Ansprechpartnerin kennst, an die Du dich bei eventuell auftretenden Problemen sofort wenden kannst. Ich hoffe, dir etwas weitergeholfen zu haben. LLLiebe Grüße Biggi Welter
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