Mitglied inaktiv
liebe biggi und kristina, zuerstmal muss ich euch so viel lob machen, da ihr mir soooo viel geholfen habt in meine ganze stillzeit!!! danke, grazie mille!!!! meine kleine tochter ist ein frühchen (35ssw) und nach der schwierige start mit dem stillen hatten und haben immer noch eine sooo schöne stillbeziehung. inzwischen ist sie fast 2 jährig. ich stille sie momentan noch zum einschlafen am abend (geht nur so sonst haben wir auch schon mit pappa, arm halten, singen, kuscheln...alles keine chance) und in der nacht je nach phase so 3-4 mal, in der früh zum aufstehen noch einen schluck. tagsüber trinkt sie nicht mehr. nun möchte ich gerne wieder schwanger werden, bin auch nicht mehr die jüngste.... mache mich aber gedanken (immer diese viele gedanken...:-(...) - weil ich die vorherige geburt ja ein frühgeburt war durch vorzeitige wehen (da hab ich gelsen in ein weiter posting unten dass dies ein grund zum abstilen ist): löst den stillen vorzeitige wehen? oder was ist das problem? ist es wegen die hormone von der stillzeit oder ? ich könnte mich dann einfach nicht vorstellen abrupt sie zu abstillen, das wäre für sie gar nicht gut denke ich. soll ich jetzt schon anfangen zu abstillen? ah ich muss erhlich sagen das tut mir so weh, ich liebe es grad noch diese schöne momente aber naja irgendwann ist es eh schluss... oder mache mir zu viel kopf und soll mal abwarten bis es wirklich so weit ist? ich hab schon mal paar eure tipps probiert für die nacht ohne stillen, aber nachdem sie mehrere tage keine besserung vom schreiern war habe ich es sein lassen und gebe ihr wieder die brust. sie ist einfach noch nicht reif genug für durchschlafen denke ich immer (auch wenn alle mir sagen sie sollte schon längst durchschlafen ich mache alles falsch), gott sei dank unterstütz mich meinem mann...oder mache ich es falsch? ah ich weiss nicht, sorry alles bissel wirr geschrieben, ich würde so gerne meine tochter selber entscheiden lassen wann es fertig ist mit stillen aber möchte auch gerne wieder schwanger werden und keine angst davon haben wegen das stillen....hoffe ihr könntet einigermassen meine beitrag verstehen und mir bissel helfen klar zu werden.... grüsse presanella
Liebe presanella, NICHTS machst Du falsch! Es ist nicht schlimm, und schon gar nicht ein "Versagen" deinerseits, dass deine Tochter noch nicht alleine ein- und durchschlafen mag. Ganz im Gegenteil: DIESES Verhalten ist das normale, will heißen, so hat die Natur es vorgesehen, so entspricht es der Natur eines Menschenjungen. Hast du gewusst dass ein junger Elefant eingeht, wenn er in den ersten 2 Lebensjahren nicht die PERMANENTE Anwesenheit seines Hauptbezugs"tieres" hat (kann auch ein Mensch sein...). Wenn ein Elefantenbaby zum Waisenkind wird bekommt es im Zoo selbstverständlich einen Pfleger zur Seite gestellt, der Tag und Nacht Hautkontakt bietet. Kein Mensch würde die Notwendigkeit dafür in Frage stellen. Nur mit unseren eigenen Babys, die viel unreifer geboren werden, erwarten wir so viel mehr. Das ist ein Punkt, der viele Diskussionen auslöst und bei Mutter und Kind zu vielen Tränen führen kann: Das Kind soll "wach" ins Bett gelegt werden und alleine einschlafen können (was eine enorme neurologische Leistung darstellt). Wenn es aber nur an der Brust oder im Körperkontakt mit der Mutter einschlafen kann, dann verurteilen wir dies als schlechte oder gar schädliche Angewohnheit... Wenn wir uns die Geschichte der Menschheit anschauen, dann wissen wir, dass es sich ein Urmensch und auch heute noch Menschen, die nicht so komfortabel wie wir in einem fest gemauerten Haus in "zivilisierter" Umgebung wohnen, nie leisten konnten und könnten, ihr Kind einfach "wach" irgendwo hinzulegen, damit es alleine schläft. Das Risiko, dann innerhalb von kürzester Zeit den Verlust eines Kindes betrauern zu müssen ist da viel zu groß. Der Punkt ist der, dass Babys und Kleinkinder ganz gleich was alle diesen Bücher und Hochglanzbroschüren sagen nicht dazu gedacht sind, alleine (ein)zuschlafen. Für ein Baby ist es absolut normal, dass es in den Armen und an der Brust der Mutter einschläft. "Emanzipierte" Babys sind in der Evolution noch nicht vorgesehen und da unsere Kinder mit der gleichen genetischen Ausstattung auf die Welt kommen, wie in grauer Vorzeit, funktioniert nicht alles sofort so, wie es in unsere moderne Welt passen würde. Seit Jahrtausenden und in unzähligen Kulturen ist das Stillen und gemeinsame Schlafen eine bewährte Methode Kinder glücklich, gesund und zufrieden aufwachsen zu lassen. Das Saugen wirkt beruhigend und nicht umsonst wurden im Laufe der Zeit die verschiedensten Brustattrappen (z.B. Schnuller s.o.) erfunden. Von der Natur ist es nicht vorgesehen, dass ein Baby oder Kleinkind allein ist und alleine einschläft. Nur passt dieses "natürliche" Verhalten des Babys nicht in unsere derzeitige Zeitströmung und damit haben wir ein (von uns selbst produziertes) Problem: Babys wissen nicht, was zur Zeit "Mode" ist und benehmen sich so, wie sie es seit Anbeginn der Menschheit getan haben. Also: Das Einschlafen an der Brust ist nicht wirklich ein Problem, denn es entspricht der Natur der Kinder, die genau dort die Ruhe, Geborgenheit und Zuversicht finden (mal ganz abgesehen von der wertvollen Muttermilch), die es ihnen ermöglicht, sich dem Schlaf hinzugeben. Kleine Kinder haben es sehr schwer, einzuschlafen, das hängt mit ihrem unreifen Nervensystem zusammen und wird ganz von allein, sobald sie reif genug dafür sind, sich auflösen! Vielleicht ist die Welt für deine Kleine gerade so aufregend, dass sie das in der Nacht verarbeiten muss. Die Brust gibt Nähe und Geborgenheit und ist weit mehr als nur Nahrung. Du schreibst, dass sie sehr selbständig ist und schon lange in der Krippe ist, vielleicht holt sie sich in der Nacht eine "Extraportion Mama". Ein Baby muss auch eine gewisse Reife erreichen, um längere Zeit schlafen zu können. Wann dieser Zeitpunkt erreicht wird, ist von Kind zu Kind unterschiedlich. Lass dich nicht verunsichern, es ist nun einmal eine Sache der Einstellung, ob ich mein Kind als "Feind", der mich "drangsalieren" will ansehe und so schnell wie möglich diesem Kind klar machen will, dass ich am längeren Hebel sitze und in der Lage bin, es zu etwas zu zwingen, was dann für mich vielleicht von Vorteil ist, aber die Bedürfnisse und Persönlichkeit des Kindes in keinster Weise berücksichtigt oder ob ich das Kind und mich, ja die ganze Familie, als gleichberechtigtes "Team" sehe, in dem auf das schwächste Glied Rücksicht genommen wird und dem Kind und seinen Bedürfnissen Achtung entgegengebracht wird. Die meisten Mütter haben durchaus noch ein Gefühl dafür, was ihre Kinder brauchen und schaffen es, trotz aller Ratschläge von außen, doch ihrem Gefühl zu folgen. Einige Frauen haben zwar noch das Gefühl, dass ihr Kind Bedürfnisse hat, die gestillt (ist es nicht interessant, dass hier von "stillen" gesprochen wird) werden müssen, sind aber so verunsichert, dass sie gegen ihre innere Stimme handeln. In deinem Innern weißt Du, dass dein Kind nicht dein Feind ist, der bekämpft werden muss. Dein Kind wird ganz alleine länger und auch durchschlafen! Eine vorangegangene Frühgeburt kann ein Abstillgrund sein, allerdings kommt es darauf an, warum es eine Frühgeburt war. Frag doch mal bei Dr. Bluni im Nachbarforum nach, wie er dazu sagt! Ich wünsche dir von Herzen alles Gute, danke für das Lob an Kristina und mich. Ganz llliebe Grüße von einer ehemaligen Frühchenmama ;-) Biggi
Die letzten 10 Beiträge
- Stillen-Abpumpen-Zufüttern-Gewicht
- Stillen-Abpumpen-Zufüttern-Gewicht
- Abstillen in der Schwangerschaft
- Nächtliches Stillen
- Zusätzliche Stillmahlzeit einmalig durch Brei ersetzen
- Baby 9 Monate nachts abstillen
- Zu viel Milch linke Brust
- Weiterstillen trotz Zähnen
- Stillen und neue Brille
- Stillprobleme, Stillhütchen, Zungenbändchen