Mitglied inaktiv
Hallo Biggi, Du hast mir bereits einmal sehr geholfen, und ich möchte noch einmal danke sagen für die schnelle antwort. Jetzt habe ich ein neues problem. Mein Sohn ist 5 wochen alt und wird voll gestillt,bis jetzt hat es auch prima gaklappt. Ab und zu pumpe ich auch Milch ab, um etwas freier zu sein. Seit gestern ist meine Brust ganz weich und nicht mehr so schwer, sonst merckte ich immer schon an der Brust das Stunden um sind. Der kleine läßt auch öfter von der Brust los und weint dann.Habe heute mal eine seite apgepumpt um zu sehen wie viel milch kommt, und es waren nur 20 ml.Ich denke ich trinke genug, 1- flaschen wasser und einen liter Stilltee.Ist das normal das die Brust irgendwann nicht mehr so prall ist. oder stimmt etwas nicht? Vielen lieben Dank Monique
? Liebe Monique, eine weiche Brust ist KEIN Anzeichen für zu wenig Milch! Nach den ersten Wochen ist es absolut normal, dass die Brust wieder weich und bei vielen Frauen auch wieder kleiner wird. Die Stillbeziehung hat sich dann meist gut eingespielt. Der Gedanke durch Abpumpen festzustellen wieviel Milch eine Frau bildet, kommt zwar immer wieder, aber er ist weder sinnvoll noch gut. Abpumpen ist eine Fähigkeit, die gelernt und geübt werden muss und dann kommt es auch noch sehr auf die verwendete Pumpe an. Nicht jede Pumpe passt zu jeder Frau und manche Pumpen sind schlichtweg untauglich. Es gibt auch Frauen, die trotz reichlicher Milchproduktion und einer guten Pumpe keinen Tropfen Milch abpumpen können, diese Frauen kommen oft mit dem Handausstreichen besser zurecht. Unter Stress fällt es einer Frau oft extrem schwer, Milch abzupumpen. Allerdings kann keine Pumpe der Welt die Brust so gut anregen und leeren wie ein gut saugendes Baby. Wenn dann das Pumpen auch noch weh tut, dann stimmt sowieso etwas nicht, entweder wird die Pumpe falsch verwendet (und damit meine ich nicht nur die Art, wie das Ansaugstück auf die Brust aufgesetzt wird) oder das Modell ist nicht wirklich zum Abpumpen von Muttermilch geeignet. Es wäre am besten, wenn keine Frau eine Milchpumpe in die Hand bekäme, ohne eine ausführliche Abpumpberatung durch eine Stillberaterin zu erhalten. Eine stillende Frau sollte entsprechend ihrem Durstgefühl trinken. Eine zu hohe Flüssigkeitsaufnahme führt nicht zu mehr, sondern zu weniger Milch, da sie dazu führt dazu, dass das antidiuretische Hormon (ADH) zurückgeht, die Frau erfährt dann eine vermehrte Wasserausscheidung („schwemmt aus") und die Milchbildung verringert sich. Zwei bis drei Liter Flüssigkeit (davon höchstens zwei bis drei Tassen Milchbildungstee, wenn überhaupt) sind im Allgemeinen ausreichend, bei den derzeitigen Temperaturen vielleicht etwas mehr. Wenn der Urin dunkelgelb wird und die Menge gering ist, trinkt die Frau zu wenig. Ich tippe darauf, dass der kleine Mann durch die Hitze mehr Durst hat(te) und zudem gerade in einem Wachstumsschub steckt. Wachstumsschübe sind Zeiten erhöhter Nachfrage, in denen das Baby sehr oft gestillt werden möchte. Wird das Baby dann auch häufig angelegt (etwa alle zwei Stunden, manchmal sogar noch häufiger), erhält der Körper der Frau das Signal „mehr Milch bilden" und nach ein paar Tagen ist der Spuk vorbei und die Milchmenge hat sich dem Bedarf des Babys wieder angepasst. Stillen funktioniert nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage. Du hast dann nicht zu wenig Milch und das Kind sucht auch nicht nach einem Schnuller, sondern der Bedarf deines Babys hat sich vergrößert und die Brust muss darauf erst reagieren. Wird in dieser Situation zugefüttert, wird der Brust kein erhöhter Bedarf signalisiert und die Milchmenge kann sich auch nicht auf den erhöhten Bedarf einstellen. Das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage wird gestört und es kann der Beginn eines unfreiwilligen Abstillens sein. Schau dir dein Baby in Hinblick auf die folgenden Anzeichen an: • mindestens fünf bis sechs nasse Wegwerfwindeln hat (um zu sehen wie nass „nass" ist, kannst Dusechs Esslöffel Wasser auf eine trockene Windel geben). Diese Regel gilt aber nur für voll gestillte Kinder, das heißt das Baby bekommt nichts außer Muttermilch (kein Wasser, Tee, Saft usw.). • in den ersten sechs Wochen täglich mindestens zwei bis vier Stuhlentleerungen (später sind seltenere Darmentleerungen normal) • eine durchschnittliche wöchentliche Gewichtszunahme von mindestens 110 g pro Woche ausgehend vom niedrigsten Gewicht (mit zunehmendem Alter verringert sich die durchschnittliche Gewichtszunahme), • eine gute Hautfarbe und eine feste Haut, • Wachstum in die Länge und Zunahme des Kopfumfangs • ein aufmerksames und lebhaftes Verhalten des Babys in den Wachphasen. Dies sind die Kriterien für ein gut gedeihendes Baby. Sind diese Punkte alle erfüllt, dann dürfte alles in Ordnung sein. Falls nicht, dann besteht Handlungsbedarf und Du solltest dich an eine Stillberaterin vor Ort und eventuell an deine Kinderärztin/arzt wenden, um zu besprechen, wie weiter vorgegangen wird. LLLiebe Grüße Biggi
Mitglied inaktiv
2 Liter soll genug sein??? Also normalerweise brauchst Du für Dich allein schon 2 Liter Flüssigkeit am Tag. Jetzt willst Du zusätzlich stillen und ausserdem herrscht momentan eine brühende Hitze... Ich würde Dir raten, mehr zu trinken. Dass Deine Brust jetzt nicht mehr ganz so prall ist, ist aber auch normal. War bei mir auch so. Am Anfang brauchte ich noch Stilleinlagen, nach ca. 6 Wochen hatte sich aber alles so eingespielt, dass nur noch nach Bedarf Milch produziert wurde.