Sandra88
Guten Tag, unsere Tochter hat vor kurzem ihren zweiten Geburtstag gefeiert. Sie ist ein munteres, aufgewecktes Kind, das eifrig die Welt erkundet. Sie ist aber auch sehr kuschlig und sucht viel körperliche Nähe. Das Stillen hat für sie immer noch eine große Bedeutung. Sie trinkt morgens direkt nach dem Aufstehen, meist auch einmal in der Nacht (so gegen 4 Uhr), am Abend vor dem Schlafen (zum Einschlafen) und am Nachmitag, wenn sie aus der Kita nach Hause kommt. Am Wochenende auch zum Mittagsschlaf. Sie geht seit einem Jahr in die Kita (6Stunden täglich) und fühl sich dort sehr wohl. Ich habe ihr allerdings mühsam und tränenreich beibringen müssen, dass wir erst, wenn wir wieder zu hause sind eine Milch trinken können. Das akzeptiert sie mittlerweile sehr gut, fordert sich diese dann aber auch ein. ich habe allerdings das Gefühl, dass das Stillen für sie vorallem auf Grund des körperlichen Kontakts wichtig ist. Ich will es ihr auch nicht verwehren, würde aber langsam gerne einen sanften Weg weg von der Brust finden. Wir wünschen uns ein zweites Kind, möchten aber gerne Konkurenzdenken verhindern. Soll heißen, ich hätte die große gerne vor einer erneuten Schwangerschaft abgestillt. Können Sie mir helfen? Haben Sie vielleicht ein paar Tipps, wie wir langsam, aber sicher von der Brust wegkommen? Unsere Tochter hat natürlich in ihrem Alter auch schon das volle Bewusstsein für das was da so passiert. Gibt es vielleicht Kinderbücher zu dem Thema, mit denen man ihr das erklären kann? vielen Dank im Voraus viele Grüße Sandra
Kristina Wrede
Liebe Sandra, ich verstehe, dass du Angst hast, deine Tochter könnte dem Baby die Brust neiden. Gleichzeitig beschreibst du, dass es ihr gar nicht "nur" um die Milch geht, sonder auch den körperlichen Kontakt an sich sucht. Nun ist die Frage, ob das Stillen da so ein großes Gewicht hat, bzw. ob nicht allein schon die Tatsache, dass sie die Nähe zu dir mit einem Geschwister teilen "muss", eine Herausforderung für sie darstellen wird. Meine Erfahrung ist: Die meisten ältesten Geschwister haben daran zu knabbern, vor allem wenn sie in einem Alter Geschwister bekommen, wo sie schon ziemlich bewusst sind. Und viele Familien beschließen, genau aus diesem Grund DOCH weiterzustillen und sogar das Abenteuer Tandemstillen einzugehen. Denn wenn die Geschwister sich die Brust teilen, verringert sich automatisch jeder Konkurrenz- oder Neidgedanken. Dies nur als Anregung für dich um mal hineinzuspüren, ob das vielleicht eine Option sein könnte. Wenn du sie trotzdem jetzt lieber abstillen möchtest, dann am besten mit viel Geduld und Verständnis. Die Stillmahlzeit, die ihr am wichtigsten ist, sollte als letzte wegfallen. Bei den anderen gilt es zu gewichten, welche am ehesten zu ersetzen ist. Für diese braucht es dann einen guten Ersatz. Was schmeckt ihr besonders gut, was kann sie locken und zugleich trösten? Parallel dazu macht es Sinn, eure Abläufe zu verändern, so dass die "Stillsituation" gar nicht mehr vorhanden ist. Also z.B. stehst du morgens in der Früh gleich auf, wenn ihr wach werdet. Und weil du nicht mehr liegen bleibst, ist die Stillsituation an sich nicht mehr da. Stattdessen könnt ihr gemeinsam einen leckeren Saft zubereiten, oder ein feines Brot schmieren oder was ihr/euch eben gut schmeckt. Wichtig ist, dass ihr dann andere Formen der Nähe entwickelt. Massagen sind eine beliebte Option, oder die einfache Übereinkunft, dass an der Brust gekuschelt werden darf, aber nicht mehr getrunken (bzw. nicht länger als ein bestimmter Countdown läuft ö.ä.). Deine Maus braucht deinen Körperkontakt, und erst recht, wenn dann ein Geschwisterchen kommen sollte... Bücher gibt es einige, leider kenne ich kaum eines davon selbst. "Süße Milch für Jules Bruder" ist ein Buch, was Geschwister aufs Stillen des Neugeborenen vorbereitet - ich weiß aber leider nicht, ob das ältere Kind darin selbst noch stillt, abgestillt werden soll oder gar nicht mehr stillt. Vielleicht kannst du es zur Ansicht in dem Buchladen deiner Wahl bestellen und es durchsehen, ob es für euch taugt? "Busi sagt Henriette" ist ein sehr beliebtes Buch unter Stillmüttern, übers Stillen, Familienbett und Tragen. Allerdings weiß ich selbst gar nicht mehr genau, ob der ältere Bruder, der die Geschichte erzählt, selbst noch gestillt wird. Also vielleicht auch mal zur Ansicht bestellen, anschauen und dann entscheiden, ob es für euch sinnvoll ist. Lieben Gruß, Kristina
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