Frage im Expertenforum Stillberatung an Kristina Wrede:

Probleme beim Stillen

Frage: Probleme beim Stillen

Alexandra10

Beitrag melden

Guten Tag liebe Stillberaterin, seit drei Wochen haben mein vier Monate alter Sohn und ich etwas Probleme beim Stillen. Zuvor hat er ca. alle zwei Stunden für Max. zehn Minuten eine Brust getrunken, tags wie nachts. Nun aber möchte er seit einiger Zeit nicht mehr 2-stündlich, sondern deutlich seltener trinken und dann manchmal für nur 3-4 Minuten. Nachts jedoch ist der alte Rhythmus drin, alle zwei Stunden für zehn Minuten. Vermutlich holt er sich nachts, was ihm tagsüber gefehlt hat. Ich biete ihm die brust aber wirklich alle zwei Stunden an, nur dreht er sich weg und meckert. Wenn er dann getrunken hat, meckert er meist noch etwas, wirkt also nicht sehr zufrieden. Wird er dann gar nicht satt? Wenn er tagsüber trinkt, ist er auch sehr lebhaft, bewegt sich viel, greift und schaut überall hin. Ich habe das Gefühl, dass auch das der Grund für das verkürzte Trinken ist. Sollten wir vielleicht schon mit einem Brei anfangen? Wird eher der Mittagsbrei zuerst gegeben oder kann es auch ein Brei abends sein? Vielen Dank im Voraus und grüße


Beitrag melden

Liebe Alexandra10, ob er trotz er kurzen (gar nicht unnormalen) Trinkzeiten genug Milch bekommt siehst du daran, dass er gut gedeiht, also wächst und ausreichend Gewicht zulegt. Zum Stillen zwingen kannst du ihn nicht, wenn er nicht trinken mag, dann ist das so - dann braucht es meist auch nicht mehr. Und ja, es kann durchaus sein, dass er sich nachts mehr holt, weil tagsüber das Leben viel zu spannend und aufregend ist zum Trinken. Ein Baby ist bereit für Beikost, wenn diese Kriterien erfüllt sind: - es kann mit nur wenig Unterstützung aufrecht sitzen - Baby zeigt Bereitschaft zum Kauen/Kaubewegungen - Kind interessiert sich für Nahrung + kann sie selbst in den Mund stecken - Baby hat ein gesteigertes Stillbedürfnis, das sich nicht mit einer Erkrankung, dem Zahnen oder einer Veränderung in seiner Umgebung oder in seinem Tagesablauf in Verbindung bringen lässt - der Zungenstreckreflex, durch den das Baby feste Nahrung automatisch wieder aus dem Mund herausschiebt, hat nachgelassen (!) Alle Anzeichen vor allem das Letzte sollten idealerweise vorliegen. Unruhe nach dem Stillen allein ist kein Hinweis auf Beikostreife, und 4 Monate ist noch recht früh. WENN du dann mit Brei anfängst ist es im Grunde egal, ob mittags oder abends. Sollte es etwas nicht vertragen und mit Bauchweh reagieren, ist es allerdings einfacher am Nachmittag durchzustehen als nachts, darum wird meist mit der Mittagsmahlzeit begonnen. Aber das ist nur eine Konvention. Und trotzdem würde ja ganz normal weitergestillt werden... Lieben Gruß, Kristina


Bei individuellen Markenempfehlungen von Expert:Innen handelt es sich nicht um finanzierte Werbung, sondern ausschließlich um die jeweilige Empfehlung des Experten/der Expertin. Selbstverständlich stehen weitere Marken anderer Hersteller zur Auswahl.