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Probleme beim Stillen

Frage: Probleme beim Stillen

Mila10

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Hallo, meine Tochter ist jetzt 4 Wochen alt. Ich stille seit der Geburt immer wenn sie möchte. Leider haben sie mir im Krankenhaus gesagt, dass ich entweder zu wenig Milch habe oder sie zu wenig saugt. Sie schläft meistens sehr schnell ein. Ich habe relativ schnell mit dem abpumpen angefangen, zusätzlich zum stillen, da die Hebamme bestätigt hat, dass sie nicht zu nimmt. Ich habe also gestillt, und nach dem Stillen die gleiche Brust noch zusätzlich abgepumpt - nach dem Stillen habe ich dann noch 20ml vom vorherigen abpumpen per Fläschchen gegeben. Leider hat sie trotzdem nicht zugenommen. Mittlerweile gebe ich seit einer Woche 30ml Pulvermilch nach dem Stillen. Nach 3 Wochen von der Geburt an haben wir endlich das Geburtsgewicht wieder (3650 bei der Geburt, 3420 bei der Entlassung aus dem Krankenhaus, nach 3 Wochen 3720 Gewicht). Ich pumpe mittlerweile kaum mehr ab, mir scheint es auch als ob ich genug Milch habe (bei leichtem Drücken formen sich Tropfen, jedoch spritzt es selten/wenig). Meine Tochter isst sagen wir 6-7 mal am Tag, jedes mal lasse ich sie gute 30 Minuten an der Brust, gebe noch 30ml extra und lasse sie dnach nach Bedarf nochmal an die gleiche Brust. Sie hing heute ohne Übertreibung ununterbrochen an der Brust, wenn sie nicht grad geschlafen hat. Nachts muss ich sie fast zum essen zwingen (sie wacht nur 2 mal auf, etwa alle 4-5std). Sie hat meistens nur einmal am Tag sehr harten Stuhl, dafür aber mindestens 6-8 sehr volle Windeln (Urin). Wie kann ich sicher sein, dass sie nicht Hunger hat- da sie ständig an mir hängt? Abpumpen schaffe ich höchstens nachts wenn sie schläft- aber ich schaffe grade mal so 20ml aus der Brust die sie genuckelt hat und eventuell 40aus der anderen... Der Plan der Hebamme ist es, falls wir auf diese Weise genug Gewicht zulegen, bald das Fläschchen zu eliminieren, ich bin aber sehr unsicher, und kann nie sagen obeine Tochter nicht doch Hunger hat.... Vielen Dank für die Hilfe!


Biggi Welter

Biggi Welter

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Liebe Mila10, es könnte sein, dass dein Baby saugverwirrt ist. Die Trinktechniken an Brust und Flasche (künstlichem Sauger) unterscheiden sich grundlegend. Manche Kinder kommen mit dem Wechsel zwischen den beiden Techniken nicht klar und versuchen dann mit der falschen Technik an der Brust zu trinken. Das funktioniert nicht, das Kind bekommt an der Brust keine oder nur wenig Milch, ist frustriert und lehnt die Brust dann im schlimmsten Fall sogar ab. In dieser Situation spricht man dann von einer Saugverwirrung. Bei den Beruhigungssaugern handelt es sich um künstliche Sauger. Und unabhängig davon, ob sie auf einer Flasche oder als Beruhigungssauger Anwendung finden, können sich künstliche Sauger negativ auf das Stillen auswirken, Dies ist eines der Probleme, die sich aus dem Gebrauch von Beruhigungssaugern beim gestillten Baby ergeben können, insbesondere dann, wenn das Baby noch nicht gelernt hat, korrekt an der Brust zu saugen. Das Saugen an einem künstlichen Sauger unterscheidet sich wie bereits geschrieben grundlegend vom Saugen an der Brust. Der künstliche Sauger ist bereits vorgeformt und relativ steif. Die Brust ist weich und nachgiebig. Ein Schnuller kann in den geschlossenen Mund eines Babys gesteckt werden. Um die Brust zu erfassen, muss das Baby den Mund weit öffnen, die Brustwarze reicht dann weit nach hinten in den Mund, wo die Bewegungen des Kiefers und der Zunge nicht stören. Auch die Bewegungsmuster der Muskeln von Mund, Gesicht und Zunge, sind am künstlichen Sauger ganz anders, als an der Brust. Mit der Saugtechnik, die das Baby beim Trinken an einem Flaschensauger oder beim Nuckeln an einem Beruhigungssauger anwendet, kann es kaum Milch aus der Brust bekommen. Wäre es denn möglich, dass dein Baby mit einer alternativen Fütterungsmethode gefüttert wird? Hast Du schon einmal versucht, dein Baby mit einem Becher zu füttern? Wenn du bei Youtube die Stichworte "Cup feeding" und "baby" eingibst, kannst du viele Videos finden auf denen zu sehen ist, wie das geht. Es ist in der Regel von Fütterer und Kind wirklich schnell gelernt und klappt meist erstaunlich gut. Ich würde dir zusätzlich noch empfehlen, ihr eine Kalorienbombe aus Muttermilchsahne zu geben, das gibt den Kleinen meist einen wirklich guten Zunahme- und Entwicklungskick. Schau, dass du Milch ausstreichst oder abpumpst, die du in 10 ml Spritzen aufziehst und dann kopfüber in ein Glas stellst (also mit der Spitze nach unten). Lass aber ein bisschen Luft, denn die Schwerkraft wird den Kolben vielleicht etwas weiter in die Spritze drücken... Oben auf der Milch wird sich eine Fettschicht absetzen, der Muttermilchrahm. Nach ca. 2 Stunden kannst du den wässrigen unteren Teil der Milch ausdrücken und deinem Kind die verbleibende Sahne in den Mund träufeln. Statt mit leeren Spritzen kannst du natürlich auch mit einer Tasse arbeiten, in die du die gewonnene Muttermilch gibst. Oben wird sich der fetthaltige Rahm absetzen, du kannst ihn mit einem Löffel abschöpfen und deinem Baby geben. Wenn du das 3-4 Tage lang machst (je mehr, desto besser), wird dein Baby ganz sicher einen Schub machen. Ich kenne dein Baby nicht, ich sehe nicht, wie es trinkt und wie es aussieht, deshalb könnte ich leider niemals sagen, wie Du weiter vorgehen kannst. Eben so wenig wie ein Arzt, dem Du am Telefon sagen „mir tut mein Rücken weh" eine Ferndiagnose stellen kann, kann eine Stillberaterin bei Saugproblemen aus der Ferne sagen „genau das ist es". Ich kann hier am PC aus dem, was mir die Frauen schildern, bestimmte Rückschlüsse ziehen und mehr oder weniger allgemeine Tipps geben, doch das ersetzt in vielen Situationen niemals die direkte Beratung durch eine Stillberaterin vor Ort. Ja, es wäre sogar fahrlässig, wenn ich behaupten würde, die Stillberatung über Internet kann alle Probleme lösen. Falls Du noch keinen Kontakt zu einer Stillberaterin hast, solltest Du dich an eine Stillberaterin vor Ort wenden, die dich beim Stillen sehen kann und so feststellen kann, ob sein Baby korrekt an der Brust saugt oder vielleicht ein Saugproblem vorliegt, das behandelt werden müsste. Sie kann dir Tipps zum Pumpen geben und auch für die wunden Brustwarzen. Außerdem kann sie dir zeigen, wie es alternativen Fütterungsmethoden klappt. Adressen von Stillberaterinnen findest Du im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). Tut mir leid, wenn ich nicht mehr helfen kann…. LLLiebe Grüße Biggi Welter


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