Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Nachthunger: Wie mache ich jetzt weiter?

Frage: Nachthunger: Wie mache ich jetzt weiter?

Mammamia79

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Hallo Frau Welter bzw. Kollegen! Wahrscheinlich bin ich hier "falsch", möchte mein Anliegen jedoch aus diversen Gründen hier vortragen (vor allem aber deshalb, weil sich meine Ansichten mit Ihren weitestgehend decken). Mein Sohn ist dreizehn Monate alt, ich habe bis zum zehnten Monat (teil-)gestillt, er sitzt mit am Familientisch, bekommt baby-/kleinkindgerechtes Essen, und ich bin eigentlich der Meinung, dass er für seine Verhältnisse genug isst. Er war aber schon immer ein Bedarfsesser/-trinker, das ist bis heute so geblieben. Sein Mittagessen putzt er gut "am Stück" weg (ca. 200 bis 250 g, für Fleisch/Fisch/Getreide und Rapsöl ist gesorgt; er isst mit den Händen oder Gabelchen, macht ihm Spaß). Morgens und abends ist er aber eher ein Essmuffel bzw. "Nicht-am-Stück-Esser" (Bsp. morgens: eine halbe Schnitte, eine halbe Banane, etwas Käse; abends: etwas Käse/Kochschinken, Vollkornbrot/Pumpernickel, etwas Rohkost; gegen 19 Uhr eine Flasche PRE, die er aber auch nicht am Stück leertrinkt und sie zum Einschlafen bekommt; dann bekommt er gegen 23 Uhr noch eine, trinkt etwa 150 ml). Nachmittags isst er oft Obst und/oder eine Dinkelstange o.ä. Am besten und liebsten isst er, wenn er in Bewegung ist (Er krabbelt, seit er fünf Monate ist und läuft, seit er neun Monate ist, hihi). Zu trinken bekommt er Wasser aus dem Becher/der Flasche. Ich würde alles in allem seine Ernährung als ausgewogen ansehen. "Problem": Er trinkt nachts noch mehr als 500 ml PRE, heute Nacht hat er es sogar auf über 700 gebracht (Abend- und Spätabendflasche eingerechnet). Mein Mann und ich hatten über einige Wochen versucht, ihm die Nachtflasche(n) – er trinkt zwei- oder dreimal ca. 130 bis 150 ml Milch – abzugewöhnen, er meckert oder "weint" kurz und ist sehr unruhig (wir lassen ihn nicht schreien). Geben wir ihm nichts oder verdünnt, ist er oft eine Stunde lang wach, hampelt auf mir herum, schläft dann irgendwann ein. Es hat schlichtweg keinen Sinn (seine Unruhe liegt aber auch nicht immer am Hunger, oft sind es eben auch die Zähne, ein Schub, was auch immer): Er bekommt also derzeit weiterhin unverdünnt seine Milch. Bevor ich sie ihm anbiete, gebe ich Wasser und sehe, was passiert. Was ich brauche, ist eine (moderne) Experteneinschätzung: Ist das zuviel Milch? Fahre ich richtig damit, dass ich ihm seine Milch gebe, wann und wieviel er möchte? Was übersehe ich vielleicht? Bitte entschuldigen Sie den "Roman". Übermüdete Grüße und ein Dankeschön, M. P.S.: Eine Freundin riet mit zur 2er-Milch; nachdem sie die gegeben hätte, hätten ihre Zwillinge durchgeschlafen. Ich habe "den Fehler" gemacht und sie ihm zwei Nächte gegeben. Einziger Unterschied: Er trinkt weniger, kommt aber genauso oft. Ich denke also, die 2er ist in unserem Fall sinnlos. P.P.S.: Für die Mamas, die 2er geben: Nein, ich möchte niemanden angreifen, nur war unser Sohn in diesen beiden Nächten noch unruhiger, daher der Ausdruck "Fehler". :-)


Biggi Welter

Biggi Welter

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Liebe Mammamia79, ich bin leider keine Expertin für Säuglingsmilch, ich meine aber, dass Ihrem Bay nicht geschadet wird. Was mir mehr Sorgen machen würde, sind die Zähne, denn diese werden halt nachts doch umspült. Ich würde jetzt anfangs gaaaaanz wenig verdünnen mit Wasser und ganz langsam immer mehr Wasser und weniger Milch geben. Auch wenn es einige unruhige Nächte werden dürften, wird Ihr Baby sich an die neue Situation gewöhnen! LLLiebe Grüße Biggi


Mammamia79

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Das haben wir ja versucht ... Versuchen wir es eben nochmal. Was schlagen Sie als "ganz langsam" vor? Ich bin mir da wirklich unsicher. Und: Wie läuft das denn dann mit den Kleinkindern, die nachts noch gestillt werden? Muttermilch enthält doch auch Zucker. Und da kann man ja auch nichts verdünnen.


Biggi Welter

Biggi Welter

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Liebe Mammamia79, beim Stillen werden die Zähne nicht ständig mit Milch umspült, da im Gegensatz zu einem mit der Flasche gefütterten Kind, die Milch erst weit hinter den Zahnleisten in den Mund gelangt und von dort geschluckt wird. Deshalb ist es gefährlich in der Nacht die Flasche zu geben. Ich würde in den ersten Nächten höchstens 20 ml mit Wasser ersetzen und diese Menge alle paar Tage um 10 ml steigern. Das Kind hat so Zeit, sich an die Umstellung zu gewöhnen. LLLiebe Grüße Biggi


Mammamia79

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Die Wassermenge zu steigern erscheint mir jetzt sinnvoll. Das mache ich jetzt ab 23 Uhr bis 6 Uhr früh. Wird er denn dann aber nicht merken, dass weniger in der Milch ist und deshalb noch öfter kommen? Oder sollte ich mir irgendwie ein Ziel in dem Sinne wie 'Es gibt nur alle drei Stunden was' setzen? Danke für Ihre Einschätzung!


Biggi Welter

Biggi Welter

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Liebe Mammamia79, ich kann Ihnen diese Frage nicht beantworten, das müssen Sie einfach ausprobieren. Wenn Sie wirklich langsam vorgehen, kann es gut sein, dass Ihr Baby die immer kleinere Menge akzeptiert. LLLiebe Grüße Biggi


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