Mitglied inaktiv
Hallo, Ich habe folgendes Problem: Hab Ende Oktober eine Tochter zur Welt gebracht und mich fürs stillen entschieden. Das hab ich dann auch gemacht, aber nach ca. 3 Tagen war klar, dass meine Tochter eigendlich nie richtig satt wird. Ist mir dabei immer nach ein wenig nukeln eingeschlafen. Macht sie an der flasche immernoch Also hab ich am dritten Tag angefangen zuzufüttern. 1er Nahrung. ich hab immer zuerst meine Tochter angelegt und danach die Flaschennahrung angeboten von der sie meist sehr viel getunken hat wo klar war, dass bei mir nicht viel zu holen war. aber ich hab nicht aufgegeben und angefangen abzupumpen und siehe da die Milchmenge hat zugenommen. ich hab ihr die Mumi dann mit der flasche gegeben. War aber nie soviel Milch, wie sie gebraucht hätte. Nach ca. 3 Wochen abpumpen hab ich dann abgestillt weil es eine zu große belastung für mich war und auch sehr viel Zeit in anspruch nahm . So und genau das bereue ich jetzt seit einpaar Wochen und will meine Tochter wieder anlegen aber sie will nicht. Ich bin mir nicht ganz sicher ob ich es weiter versuchen soll weil bei mir ja eh nicht soviel Milch kam, was daran lag, dass ich nach der Entbindung fast nichts gegessen hab, geschweige denn getrunken - litt an appetitlosigkeit. Das problem hab ich jetzt nicht mehr. Aber beim massieren oder abpumpen/ausstreichen kommt keine Milch mehr. Ich brauche unbedingt Hilfe ich denke ständig daran dass ich niemals hätte abstillen dürfen. Außerdem kommt meine Hebi auch nicht mehr die mich beraten hätte können. Wenn ich meine Tochter anlege dann schreit sie nur und ich werd dann ganz nervös. Ich möchte bitte wissen ob wenn ich sie ständig anlege das heißt nciht wenn sie hunger hat sondern danach oder praktisch als schnuller ersatz besteht die chance dass erneut Milch fließt und auch mehr als beim ersten versuch oder soll ich uns beiden die strapazen ersparen weil es nicht mehr funktionien wird. vielen dank für eine antwort schon im vorraus. Ach ja wenn ich es denn nochmal probiere wo kann ich eine stillberaterin finden und muss ich selbst die Kosten dafür tragen ? Danke
Liebe jonelli, man kann eine Faustregel aufstellen, dass ungefähr eine Woche pro Monat, der nicht mehr gestillt wurde, plus eine zusätzliche Woche gerechnet werden muss, um wieder eine ausreichende Milchmenge zu bilden. Allerdings gibt es keine Garantien. Das grundlegende Vorgehen bei einer Relaktation und auch der induzierten Laktation besteht darin, das Baby dazu zu bringen so oft wie möglich an der Brust zu saugen. Dadurch werden die Brüste (wieder) zur Milchbildung angeregt. Ein ähnlicher Effekt lässt sich auch mit einer guten Milchpumpe erreichen. Häufig ist auch zusätzliches Pumpen neben dem Anlegen des Kindes sinnvoll, um die Milchproduktion zu steigern. In manchen Fällen wird die Relaktation bzw. induzierte Laktation zusätzlich mit Medikamenten unterstützt. In den Ländern der dritten Welt, wird meist ohne Medikamente vorgegangen und die Ergebnisse sind dennoch fast immer besser als bei uns. Gut beschrieben wird der Vorgang der Relaktation in dem Buch `Stillen eines Adoptivkindes und Relaktation" von Elizabeth Hormann (ISBN 3 932022 02 5), das im Buchhandel oder bei La Leche Liga Deutschland und bei jeder LLL Stillberaterin erhältlich ist. Allerdings verlangt eine Relaktation sehr viel Durchhaltevermögen und möglichst die Unterstützung einer darin erfahrenen Stillberaterin. Eine wesentliche Rolle spielt auch das Kind, das die Brust (wieder) annehmen muss. Adressen von Stillberaterinnen finden Sie im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). LLL Stillberaterinnen arbeiten ehrenamtlich. La Leche Liga trägt sich aus Spenden, Mitgliedsbeiträgen und dem Erlös aus dem Verkauf von Infomaterial. Ihnen fallen also keine Kosten an, doch wir freuen uns über eine Spende und bei einem Hausbesuch über eine Benzinkostenbeteiligung. LLLiebe Grüße, Biggi
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