Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Mittags nicht mehr stillen

Frage: Mittags nicht mehr stillen

Soraya14

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Hallo ihr Lieben, ich brauche mal wieder ein paar Tipps. Meine Tochter (13 Monate) geht in zwei Wochen in die Krippe, zeitgleich fange ich wieder an zu arbeiten (6 Stunden). Papa macht die Eingewöhnung. Wir stillen noch morgens, mittags und abends jeweils zum Einschlafen, sowie nachts ca. alle 1 bis 2 Stunden. Ohne stillen schläft sie nicht ein, bzw. weint bitterlich. Ansonsten ist sie ein eher schlechter Esser. Würde es Sinn machen, es jetzt schon zu üben, dass sie mittags nicht mehr gestillt wird? Morgens und abends kriege ich ja weiterhin hin, nur mittags eben nicht. Sollte ich vielleicht jetzt schon mal tagsüber weggehen und Papa und Tochter "üben" lassen? Oder soll ich es einfach auf uns zukommen lassen? Ich mach mir Sorgen, dass sie dann hungrig ist und beim Einschlafen so sehr weinen muss. Abpumpen funktioniert nicht so wirklich, Stelle mich da ziemlich blöd an. Und muss ich was beachten, was die Brust betrifft, wenn das mittagsstillen wegfällt? Z.B. ausstreichen oder so? Vielen Dank schon einmal für eure Hilfe! Liebe Grüße...


Biggi Welter

Biggi Welter

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Liebe Soraya14, gerade jetzt ist es wichtig, dass zu Hause nicht auch noch Veränderungen kommen, dein Kind braucht Sicherheit! Es ist immer gut, sich auch seine eigenen Gedanken zu machen und aufs Mutterherz zu hören... tatsächlich macht es keinen Sinn, dein Baby abzustillen, denn es tut ihm wirklich gut, in der Zeit, die ihr zusammen seid, "Normalität" tanken zu können. Leider lässt uns unser Alltag wirklich wenig Alternativen, und für viele kleine Kinder ist die intensive Fremdbetreuung und das Leben in der Gruppe einfach eine riesige Herausforderung. Deshalb sollte im Moment zu Hause alles gleich bleiben, damit Dein Kind nicht zusätzlich verunsichert wird. In der Krippe gelten andere Regeln und meist sind unsere Kleinen sehr flexibel, Außerdem hast Du so keinen Druck mit dem Abstillen und dein Kind muss sich so schnell zu Hause nicht auch noch umgewöhnen. Probiere es aus. Ich würde mich wirklich freuen, wenn Du mir in den nächsten Monaten einmal schreiben würdest, wie es klappt. Ganz liebe Grüße Biggi


Soraya14

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Danke, liebe Biggi! Ich möchte auf keinen Fall unsere Stillbeziehung aufgeben, die nach vielen Anfangsschwierigkeiten, auch dank eurer tollen Arbeit hier im Forum, so gut geworden ist. Es geht ja wirklich nur um mittags, alles andere behalte ich so bei, wie gehabt. Also ändere ich erstmal nichts und lasse den ersten Arbeits- und Krippentag einfach auf uns zukommen, ja?


Biggi Welter

Biggi Welter

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Genau so würde ich es machen :-)


Soraya14

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Danke schön!


Giulettta

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Hallo! Ich habe genau dieselbe "Sorge". Meine Tochter ist nun 1 Jahr alt und wird mit 14 Monaten eingewöhnt. Einschlafen funktioniert nur mit Stillen, bei anderen Bezugspersonen aber auch auf dem Arm. Generell ist sie ein schlechter Esser, mag ungern gefüttert werden (das war bis vor einpaar Wochen noch einfacher), lieber selber essen und dann eher manschen als alles andere. Wir stillen also zu 80-90%. Dennoch biete ich weiterhin zu allen Mahlzeiten etwas an, fest sowie Brei - mit der Hoffnung, dass sie ein paar Nährstoffen aufnimmt und sich irgendwann daran gewöhnt. Mittags abstillen hat bislang gar nicht funktioniert, egal was ich vorher angeboten habe. Der Hunger wurde dann gefühlt eher bis zum Mittagsschlaf hinausgezögert. Gerade jetzt um das erste Jahr herum habe ich den Eindruck, dass Essen eher verweigert und die Brust noch mehr verlangt wird. Meine Denke ist eigentlich auch, dass sie bei der Tagesmutter etwas isst und gut einschläft, weil andere Kinder da sind und andere Regeln gelten. Dennoch habe ich manchmal Zweifel, ob mittags Abstillen nicht doch besser wäre und wenn, wie ich es am besten anstellen soll? Daher interessiert es mich, wie es bei Dir so funktioniert hat?


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