Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Milchallergie und Stillen

Frage: Milchallergie und Stillen

Maria_Ka

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Liebe Frau Welter,  mein Sohn (8 Monate) hat seit er 3 Monate alt ist Ekzeme am Körper, jetzt wurde eine Milchallergie festgestellt.  Ich stille ihn und muss somit auch auf sämtliche Milchprodukte verzichten.  Ich bin bei dem Thema unsicher und habe daher einige Fragen.  Wie schnell sollte sich eine Besserung einstellen oder sollte nach weiteren Auslösern gesucht werden? Ich neige zu Nährstoffmangel und war vor Jahren deshalb auch schon in stationärer Behandlung. Wie sollte ich mich ernähren, um dem vorzubeugen?  Ich habe schon Kopfschmerzen und Schwindel und ständig Hunger, seit ich auf Milchprodukte verzichte. Außerdem meine ich, dass auch die Milchmenge zurückgeht. Falls es für mich nicht mehr möglich ist zu stillen, braucht er im ersten Lebensjahr noch andere Milch? Oder gar nichts mehr? Wir sind leider noch nicht sehr weit mit der Beikost gekommen, weil er unter starker Verstopfung leidet. Wie kann ich ihn denn anders als mit Stillen nachts beruhigen oder schlafen legen? Er nimmt keinen Schnuller und die Flasche schon gar nicht.  Vielen lieben Dank im Voraus! Liebe Grüße  Maria 


Biggi Welter

Biggi Welter

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Liebe Maria, es kann mehrere Tage dauern (manchmal noch länger) bis sich ein Erfolg zeigt, wenn man ein Lebensmittel weglässt, von dem man annimmt, dass es sich negativ auf das gestillte Kind auswirkt. Bei Kuhmilch kann dies in Extremfällen bis zu sechs Wochen dauern und so lange brauchen die Kuhmilchprodukte nie, bis sie verdaut sind. Im Allgemeinen kann man aber davon ausgehen, dass sich die Auswirkungen eines bestimmten Nahrungsmittels innerhalb von einigen Stunden bis zu etwa einem Tag nach dem Genuss zeigen. Da dies eine enorme Einschränkung des Speiseplanes bedeutet, sollte eine solche Auslassdiät niemals auf eigene Faust und schon gar nicht so einfach über einen längeren Zeitraum gemacht werden, sondern möglichst immer mit einer Ernährungsberaterin abgesprochen werden, um Mangelerscheinungen zu vermeiden.  Sie kann dir sagen, was du zusätzlich an Nährstoffen zu dir nehmen kannst und wie du die Kuhmilch ersetzen kannst. Du musst ganz sicher nicht hungern und auch nicht abstillen, gerade bei Unverträglichkeiten profitiert dein Kind sehr von deiner Milch! Ich wünsche dir von Herzen, dass es euch allen bald viel besser geht! Lieben Gruß Biggi


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