Mitglied inaktiv
Mein Sohn ist jetzt zehneinhalb Wochen alt, kam aber sechs Wochen zu früh auf die Welt. Nach einem harten Start in der Kinderklinik (zwei Wochen ständiges Üben) klappte es schließlich mit dem Stillen ganz gut. Ich habe abartig viel Milch und brauchte ca. sechs Wochen, bis meine Brüste nicht mehr ständig platzten und die Probleme mit Milchstau, Mastitis, wunden Brustwarzen etc. vorbei waren. Dann lief es prima, bis Ladis ca. 9 Wochen alt war. Jetzt ist es so: Er fängt gierig an zu trinken. Nach kürzerer oder längerer Zeit fängt es im Bauch an zu gluckern. Er wird immer unzufriedener, fällt von der Brust ab, sucht sie erneut, will aber auch keinen Schnuller (und keine Flasche mit Muttermilch, die er sonst nimmt - selbst das habe ich in meiner Verzweiflung probiert). Von der Stilldauer her bin ich relativ sicher, dass er noch Hunger hat. probiere es also wieder Irgendwann haben wir ein Riesengebrüll, ihm läuf die Milch aus dem Mund und er spritzt sie in die Gegend... Manchmal hilft ein Wechsel der Stillposition - die Footballposition funktioniert etwas besser als alles andere, aber auch nicht immer. Meist hilft letztlich nur, ihn von der Brust wegzunehmen und irgendwie zu beruhigen (z.B. Hüpfen auf dem Gymnastikball). Häufig signalisiert er dann wieder Hunger, und das Theater geht von vorne los, bis irgendwann gar nichts mehr geht und ich ihn beruhige und bis zum nächsten Mal vertröste. Wenn er schläfrig ist (also nachts) oder abgelenkt (z.B. unterwegs) klappt das Stillen fast immer total problemlos, dann trinkt er auch richtig lange. Er hat ganz sicher kein Problem mit der Gewichtszunahme und kriegt insgesamt genug, hat auch ständig klatschnasse Windeln. Aber dieses dauernde Gebrüll zehrt doch ziemlich an den Nerven. Ich habe oft gar keine Lust mehr, ihn zu stillen. Stillpositionen, wo die Milch von unten kommt (also Kind auf dem Bauch), habe ich ausprobiert, aber die hasst er, da geht gar nichts. Vorher etwas Milch auszustreichen oder das Kind nach dem Anlegen eine Weile von der Brust wegzunehmen, um den Milchspendereflex zu stoppen, bringt nicht viel. Meine Brust spritzt so oder so wie eine Dusche *seufz* Letzte Woche war ich in einer Stillgruppe, und die Stillberaterin meinte, das sei ein häufiges Problem und gehe meist um die 12. Woche vorbei. Ich bin aber trotzdem total verunsichert und entnervt. :-( Für jeden guten Tip wäre ich dankbar! LG Johanna
? Liebe Johanna, es klingt so, als ob Sie einen sehr starken Milchspendereflex haben. Das ist für manche Kinder ein Problem, mit dem sie aber in den meisten Fällen dann mit zunehmendem Alter immer besser zurecht kommen. Bis dahin können Strategien wie das Berg-auf-Stillen und auch die anderen von Ihnen bereits beschriebenen Vorgehensweisen helfen. Lassen Sie sich unbedingt von der Kollegin verschiedene für diese Situation geeignete Stillpositionen zeigen. Es gibt nicht nur die Möglichkeit, das Kind auf den Bauch zu legen. Ein weiterer Punkt ist das Saugverhalten Ihres Kindes. Ich habe den Eindruck, dass der Kleine relativ viel Luft schluckt. Das ist für ihn verständlicherweise unangenehm. Auch hier ist es sinnvoll, dass Ihnen eine Stillberaterin gezielte Tipps gibt, wie sie dem Kind helfen können, weniger Luft zu schlucken. Außerdem könnte es sein, dass ihr Kind schlicht satt ist, auch wenn es nur relativ kurz trinkt und dann einfach nicht mehr trinken mag. Bei einem Kind in diesem Alter, auch wenn das korrigierte Alter berücksichtigt wird, passiert es manchmal, dass die Hungerzeichen nicht ganz richtig interpretiert werden. Nach den ersten vier Wochen ist es kein verlässliches Hungerzeichen mehr, wenn das Kind seine Finger oder Hand in den Mund zu stecken. Es beginnt dann sich selbst und seine Umgebung wahrzunehmen und zu erforschen und der Mund ist ein ganz wichtiges Organ, wenn es um das Erforschen und Begreifen geht. Schauen Sie auch mal, ob es besser geht, wenn Sie sich mit Ladis in eine ruhige, eventuell abgedunkelte und ablenkungsarme Umgebung zurückziehen. Manche Kinder sind so leicht abzulenken, dass sie tagsüber kaum noch ruhig trinken können. Diese Phase der extremen Ablenkbarkeit dauert unterschiedlich lange, aber sie geht wieder vorbei. LLLiebe Grüße Biggi Welter
Mitglied inaktiv
Du schreibst er bekommt auch Schnuller oder Fläschchen. Würde mal eine Saugverwirrung in Betracht ziehen. Mal sehen was Biggi schreibt.
Mitglied inaktiv
An Saugverwirrung glaube ich nicht. Den Schnuller haben sie ihm schon in der Kinderklinik gegeben, damit kam er aber klar. Gegen das Fläschchen habe ich mich erfolgreich gewehrt, damit ich kein Riesenstillproblem kriege. Als er sieben Wochen alt war, haben wir angefangen, ihm ab und an - einmal pro Woche oder so - abgepumpte Muttermilch zu geben, wenn ich unterwegs war o.ä. Er nimmt das Fläschchen nur dann, wenn er es von Beginn der Mahlzeit an kriegt. Wenn er sich einmal aufregt, will er nix mehr, auch keinen Schnuller. Es ist ja auch nicht so, als ob er die Brust gar nicht nimmt - manche Mahlzeiten laufen problemlos (wie gesagt, wenn er müde ist oder abgelenkt), und bei den anderen trinkt er auch erst mal zwischen 2 und 10 Minuten, bevor das Theater anfängt. Ich vermute eher, dass er zuviel Luft schluckt und/oder Probleme mit dem Milchfluss hat oder so. Ich hoffe, man kann was dagegen tun. LG Johanna
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