julchen-mama
Liebe Kristina, es ist sehr lieb, daß Du Dich so schnell gemeldet hast. Also unsere Julia wurde am 30.12.2010 mit 3.000 g und 50 cm Körperlänge geboren. Bei der U2 am 3. Tag hatte sie dann 2.790 g, danach hatte ich nachts den Milcheinschuß und am nächsten, dem Entlassungstag wog sie schon 2.915 g. So hat sich das fortgesetzt, sie hat jede Woche gut zugelegt. Immer so 200 - 250 g. Allerdings hat sie ab der 3. Woche schon ca. 130 ml pro Mahlzeit getrunken. Das weiß ich, weil ich sie ja seit ca. 6 Wochen immer wiege. Bei der U3 mit 4 Wochen und 2 Tagen hatte sie 3.890 g und 52,3 cm Körperlänge. Seitdem hat sie jede Woche 200 g zugenommen, obwohl sie soviel spuckt und immer die Windel voll hat. Kann man eigentlich etwas gegen den übermäßigen Stuhlgang was tun? Heute hat sie wieder gepupst wie eine Verrückte. Nach der 60 ml-Mahlzeit heute um 11.00 Uhr hat sie 13.00 Uhr 120 ml und 17.00 Uhr (meine Hebamme meinte, ich solle sie bloß schlafen lassen?) dann 110 ml getrunken. Jetzt ist es 19.30 Uhr und sie ist gerade wach geworden. Also werde ich sie wickeln und dann wieder stillen. Wie gesagt, wir hatten bis gestern immer den 4-Std.-Rhythmus. Mein Mann meinte, ich solle jetzt mal an mich denken und ordentlich essen. Ich hab bislang auf alles verzichtet, weil sie ja so viel pupst. Gerade auch bei Vollkornprodukten. Was soll ich da denn machen? Wieviel soll man denn trinken? Sind 4 Liter zuviel? Heute hab ich sie auch nackelig gewogen. Da hatte sie 4990 g. Körperlänge hab ich 60 cm gemessen, naja, wahrscheinlich so nicht ganz korrekt, ist ja nicht so einfach allein und mit Maßband. Letzte Woche waren es 4.840 g am Freitag. Sie hat also 150 g zugenommen. Darüber bin ich echt happy. Ich hab nur Angst, daß, wenn die Milch jetzt weniger wird, bzw. sie nicht mehr so viel trinkt, sie nicht mehr zunimmt. Ich hab so eine kleine Mini-Electric von Medela. Wollte nach dem Stillen jetzt versuchen noch abzupumpen. Hab nicht viel Hoffnung, daß es klappt, da es bei meinen Söhnen auch nicht klappte. Aber ich wills auf jeden Fall versuchen. Soll ich zwischendurch auch abpumpen und wenn ja, wieviel? Einen Vorteil hat es allerdings heute gehabt, daß sie nicht so viel getrunken hat. Sie hat nicht so viel gespuckt wie sonst. Ich hoffe, daß mit der Milch wird wieder mehr. Ich wäre totunglücklich, wenn ich nicht mehr stillen könnte oder zufüttern müßte. Das will ich auf keinen Fall!!! Meine beiden Jungs (13 und 10) haben nie eine Flasche gesehen. Ich hab gelesen, daß Babys zwischen 120 und 150 ml pro kg. Körpergewicht trinken müssen. Ist es denn dann schlimm, wenn sie weniger trinkt? Ich hab so Angst, daß das jetzt nach dem heutigen Tag nicht mehr klappt. Wie kann das denn sein, gestern hat sie noch 2x180 ml, 2x 160 ml und 1x150 ml getrunken. Kann denn die Milch bei mir so schnell zurückgehen? Bin echt verzweifelt. Leider hab ich in meiner Nähe keine Stillberaterin gefunden. Warte gespannt auf Deine Antwort. Liebe Grüße - Grit
Kristina Wrede
Liebe Grit, mach dir keine Sorgen, sie gedeiht doch ganz prächtig!! Wenn ein Kind beim Aufstoßen etwas Milch mit hoch bringt, dann liegt das meist daran, dass es beim Trinken Luft geschluckt hat und sich im Magen unter der Milch eine Luftblase gebildet hat. Sobald die Luft aus dieser "Blase" ihren Weg nach oben findet, nimmt sie einen Teil der Milch mit, die über ihr lag. Manchmal trinkt ein Baby auch mehr, als sein kleiner Magen verkraften kann, auch dann kann ein Teil der Milch wieder hochkommen. Das ist nicht besorgniserregend. Das Spucken von Babys ist ohnehin in den meisten Fällen ein Wäscheproblem und kein medizinisches Problem. Solange das Kind gut zunimmt und gedeiht, besteht normalerweise kein Anlass zur Sorge. Babys trinken immer unterschiedlich viel, und das ist eben auch ganz normal. Ein Stillkind trinkt selten über 100ml am Stück an der Brust, und es tut ihnen auch gar nicht gut, wenn man versucht, ihnen mehr einzuflößen als sie von selbst möchten. Der Organismus ist auf viele kleine Mahlzeiten eingestellt, weil das dem Gedeihen am besten bekommt! Du wirst SICHER genug Milch haben, wenn du die Maus immer anlegst, wenn sie das will. Und wenn sie genug zunimmt, brauchst du sie tatsächlich auch nicht zu wecken... Du darfst ihrer Natur vertrauen, die genau weiß, was die Kleine braucht, wieviel, und wann. Egal ob nach 4 Stunden oder nach 30 Minuten, sie darf stillen, wie sie möchte. Da brauchst du dann auch gar nicht mehr pumpen um dann Muttermilch zuzufüttern! Mal ganz davon abgesehen, dass sehr viele Frauen beim Pumpen nicht viel aus der Brust heraus bekommen, und es daher gar keinen Rückschluss auf die Menge zulässt, die das Kind mit seiner ganz einzigartigen Saugtechnik beim Stillen bekommt! Noch einmal: Hör auf, sie nach dem Stillen zu wiegen. Ein Mal in der Woche reicht völlig aus!! (und noch einmal: Im Zeifelsfall hilft das WIndeln wiegen mindestens genauso viel, vor allem, wenn du jetzt mal z.B. übers Wochenende wirklich NUR und ausschließlich stillst. Da könntest du dann z.B. am Montag das Windeln wiegen machen und siehst einwandfrei, ob sie genug bekommen hat!!!) Du solltest dich tatsächlich nicht kasteien. In der Regel können wir Mütter über unsere Ernährung kaum Einfluss nehmen auf die Darmtätigkeit der Kleinen, und Pupsen und "Bauchgrummeln" gehören bei so kleinen Menschen eben zum Alltag, weil ihr Darm noch nicht vollends ausgereift ist. Das wird mit der Zeit ganz von allein besser! Iss und trink, was dir gut tut! 4 Liter trinken muss gar nicht sein, einfach nach Durst, ohne Stress! Lieben Gruß und hoffentlich sorgenfreie nächste Tage! Kristina
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