Mitglied inaktiv
...ich meine das Stillen. Die Nächte sind seit etlichen Wochen der Horror. Unsere Anneli schläft 2 h, mal nur 1 1/2 h dann ist sie wieder wach und will gestillt werden. Sie nimmt keinen Nucki, ich bin der Ersatz Dass sie meine Nähe braucht ist mir klar, sie ist ja noch so klein, aber ich halte es echt nicht mehr lange durch, denn man schläft ja selbst dann auch nicht wieder gleich ein. Ich habe noch 2 Kinder wie ihr wisst, 6 J. und 10 J. Durch den Schlafmangel bin ich manchmal gereizt und die beiden großen bekommen meine Laune ab (selten, aber es kommt vor), ich schimpfe mehr als sonst, sehe vieles enger........ Ich will auch endlich mal wieder durchschlafen, oder wenigstens mal ein paar Stunden am Stück. Ausserdem will ich abends mal wieder zu meiner Sportgruppe. Also denke ich daran, auf die Flasche überzugehen, langsam. Sie ist ja auch schon (HEUTE !!! )7 Monate alt. Im Moment sieht Anneli´s Essenplan so aus: 5:00 - 6:00 Uhr stillen gg. 8:00 - 8:30 Uhr stillen bis um ca. 11:30 Uhr ungesüßter Fencheltee (seit 3-4 Tagen), sie schafft nur ca. 20 ml dann gg. 12:00 Uhr Mittagsbrei (Kartoffel-Gemüse-Fleisch), davon schafft sie meist nicht mal ein halbes Gläschen (koche auch selbst viel frisch) danach wird nochmal gestillt, dann Mittagsschläfchen gg. 15:30 Uhr wurde bisher immer gestillt. Gestern habe ich das erst mal ein Fläschchen angeboten, sie mag es überhaupt nicht. Anneli beisst nur auf dem Nucki rum und zieht eine Grimassen, so dass man sieht, dass sie es ablehnt. Weitere Versuche mit der Flasche gingen gestern voll daneben. Also haben wir wieder gestillt, sie hat getrunken, als hätte sie den ganzen Tag noch nichts bekommen. Abends gibt es seit 2 Wochen einen Milchbrei, danach stillen. Und dann wird gestillt derzeit: gg. halb 11:00 Uhr gg. halb 1:00 Uhr gg. halb 3:00 Uhr naja, ihr seht ja selbst, so alle 2 Stunden, selten 3 Stunden. Also, ich will mein Mäuschen so allmählich (Zeitraum v. 2 Monaten) auf Flasche umstellen, weiss aber nicht wie. Sie lehnt es ab. Mensch ich habe schon 2 Kinder, habe immer länger gestillt, aber irgendwie stelle ich mich gerade bissl blöd an. Habt ihr Tipps, wie die Umstellung funktioniert? Mein Hauptgrund der Umstellung ist ja, dass sie doch endlich mal nachts länger schläft. Ich danke euch für eure Antworten. LG Diana
Liebe Diana, Muttersein ist einer der härtesten und anstrengendsten Berufe der Welt ist, der sieben Tage die Woche und 52 Wochen im Jahr einen 24 Stunden Dienst ohne Urlaubsanspruch und Krankschreiben bedeutet. Und an dieser Tatsache ändert sich nichts, ob frau nun stillt oder nicht. Abstillen gibt keiner Frau das Leben vor dem Kind wirklich zurück. Du musst dir bewusst sein, dass sich durch das Abstillen dein Leben keineswegs auf wundersame Weise positiv verändern wird. Falls Du diese Vorstellung haben solltest, könntest Du eine herbe Enttäuschung nach dem Abstillen erleben. Dein Kind wird wahrscheinlich nicht besser schlafen, wenn es abgestillt ist und Du wirst es auf andere Weise beruhigen müssen. Es ist ein normaler entwicklungsphysiologischer Verlauf, dass Babys in disem Alter nachts (wieder) vermehrt aufwachen. Dieses Aufwachen liegt nicht an der Ernährung des Kindes, sondern ist entwicklungsbedingt. Deshalb ist die Einführung von fester Nahrung oder künstlicher Säuglingsnahrung oder eben das Abstillen auch keine Garantie für angenehmere Nächte. Die Kinder beginnen die Welt sehr konkret zu erleben, sie müssen das am Tag Erlebte in der Nacht verarbeiten, sie lernen neue Fähigkeiten (umdrehen, robben, krabbeln, gezieltes Greifen ...), sie beginnen den Unterschied zwischen fremd und bekannt zu erkennen. All dies ist ungeheuer aufregend und auch anstrengend. Dazu kommt, dass sich die Zähne verstärkt bemerkbar machen, dass vielleicht die erste Erkältung kommt und, und, und ... Der scheinbare Rückschritt im Schlafverhalten ist eigentlich ein Fortschritt, denn er zeigt, dass die Entwicklung des Kindes voranschreitet. Abgesehen von den umstrittenen Schlaftrainingsprogrammen, die von Stillexperten nahezu einhellig abgelehnt werden, bleibt in dieser Zeit nicht viel, als geduldig zu bleiben und sich die Tage und Nächte so einfach wie möglich zu gestalten. Der immer wieder verbreitete Gedanke, dass ein Baby ab sechs Monaten (oder einer anderen Altersgrenze) nachts nicht mehr aufwachen darf und nachts keine Nahrung mehr braucht entspringt in keinster Weise dem natürlichen Verhalten und den Bedürfnissen eines Babys oder Kleinkindes, sondern er entstammt dem (verständlichen) Wunsch der Erwachsenen, die gerne ihre Nachtruhe hätten. Eine Studie von Jelliffe und Jelliffe ergab, dass Babys im Alter von 10 Monaten mindestens 25 % ihrer Muttermilchaufnahme nachts zu sich nehmen. Das spricht eindeutig dafür, dass Babys auch nach den ersten sechs Monaten nachts noch hungrig sind. Es gibt Kinder, die nachts keine Nahrung mehr brauchen, aber es gibt eben auch sehr viele Kinder, die mit einem halben Jahr noch nicht so weit sind. So wie manche Kinder bereits mit elf Monaten laufen und andere damit erst mit 16 Monaten beginnen, so entwickeln sich auch alle anderen Dinge bei jedem Kind individuell verschieden und diese Entwicklung lässt sich begleiten, aber nicht beschleunigen. Es gibt kein Patentrezept, um ein Kind zu längeren Schlafphasen zu bringen. Du kannst natürlich trotzdem abstillen. Dabei gehst Du am besten so vor, dass Du dein Kind zunächst anlegst, aber es sich nicht vollständig satt trinken lässt, sondern anschließend noch die Flasche oder eine Tasse mit Säuglingsmilch anbietest. Bei manchen Kinder empfiehlt sich auch die umgekehrte Vorgehensweise, zuerst Flasche anbieten und anschließend noch die Brust, das musst Du ausprobieren. Allmählich steigerst Du die Menge der Flaschennahrung, bis die Mahlzeit vollständig ersetzt ist. Etwa im Abstand von mindestens einer Woche kannst Du dann mit dem Ersetzen der nächsten Mahlzeit durch künstliche Säuglingsnahrung beginnen. Mit welcher Mahlzeit Du beginnst, bleibt dir überlassen. Nach Möglichkeit solltest Du nicht zwei unmittelbar aufeinanderfolgende Stillzeiten direkt nacheinander ersetzen. Falls die Brust dann zu spannen beginnt, pumpst Du gerade so viel Milch ab oder streichst von Hand aus, dass die unangenehme Spannung nachlässt und Du dich wieder wohl fühlst. Nicht mehr Milch als unbedingt notwendig entleeren, denn sonst wird die Produktion wieder angeregt. Zusätzlich kannst Du die Brust kühlen. LLLiebe Grüße, Biggi
Mitglied inaktiv
Hallo ! Vielleicht mag deine Kleine ja eher aus dem Becher ihre Milch trinken, wenn sie die Flasche so konsequent ablehnt? Du könntest abpumpen und ihr die Muttermilch per Becher zukommen lassen; so bist du auch wieder unabhängiger und kannst dann auch wieder zu deiner Sportgruppe :o) Alles Liebe!
Mitglied inaktiv
meine Kleine will überhaupt keine Flaschennahrung. Sie lehnt es völlig ab. Wie bekomme ich dann aber sie dazu, dass sie es trinkt???? Wenn ich ihr dann die Brust anbiete, weiss sie doch, ich bekomme ja noch Mamis Mlich... LG Diana
Liebe Diana, Du kannst versuchen, anfangs abgepumpte Muttermilch zu geben, später kannst Du dann ein wenig Säuglingsmilch untermischen und diese immer weiter steigern. LLLiebe Grüße, Biggi
Mitglied inaktiv
Hallo, finde es total interessant, mir geht es eben genau wie dir. Allerdings ist meine Maus erst 6 Monate alt, ich bin auch am überlegen ob ich auf Flaschennahrung umstelle. Sie verweigert aber auch Schnuller und Sauger, und nachts will sie auch alle 2 Stunden trinken. Mal gucken wie lange das noch gut geht. lg
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