Mitglied inaktiv
Hallo liebe Stillberaterinnen, ich habe eine Frage zum Beikoststart. Ich hab jetzt einiges gelesen, bin aber doch noch etwas unsicher. Unsere Kleine ist jetzt 5 1/2 Monate und wurde bisher voll gestillt. Wenn mein Mann abends mit da ist und auch generell, zeigt sie schon länger gutes Interesse an unserem Essen, wir "kauen" ihn auch vor und zeigen ihr unser Essen. Gestern hat mein Mann ihr ne Möhre gezeigt und sie hat zugegriffen und sie sich in den Mund gesteckt und dran rumgelutscht - das war eigentlich nicht so beabsichtigt. :-) Jedenfalls würde ich sagen, sie ist jetzt eindeutig "beikostreif". Sie kann sich super drehen und fängt an mit Krabbeln/Robben, kann mit etwas Hilfe aufrecht sitzen bzw. hebt den Kopf in Rückenlage hoch, zieht sich mit Hilfe unserer Hände hoch. Sie greift nach dem Essen, hat es sich gestern selbst in den Mund gesteckt und macht auch Kaubewegungen, so wie sie schaut hat man fast den Eindruck, dass sie sich unser Essen telekinetisch von der Gabel klauen möchte. :-) Eigentlich wollte ich erstmal mit Brei anfangen und dann mit parallel auch Fingerfood einführen, aber da sie selber so die Initiative ergriffen hat, würde ich gerne wissen, ob ich auch direkt mit Fingerfood anfangen kann. In der Literatur dazu steht das ja leider immer etwas schwammig, a la wenn das Kind bereit ist, kann man mit Fingerfood anfangen und dass das eben auch erst mit 7 oder 8 Monaten der Fall sein KANN. Aber KANN sie mit ihren knapp 6 Monaten auch schon, oder lieber doch Brei? Ich denke mal, da sie selbst die Initiative ergreift, kann ich ihr auch vor "Ablauf" der 6 Monate was zu essen anbieten, oder doch lieber noch 2 Wochen warten? Und was hat es eigentlich mit der Tageszeit auf sich? Bei dem Brei-/Stufen-Ansatz wird ja empfohlen, mittags damit anzufangen (warum wird das so empfohlen?). Aber unsere Kleine hat v.a. abends Interesse, wenn Mama und Papa gemeinsam mit ihr zu Abend essen. Nach "breifrei" könnte ich ihr also auch abends und wenn wir am Wochenende gemeinsam Mittag essen auch zusätzlich noch mittags was anbieten, oder? Ich werde leider von meinem Umfeld total verunsichert. Ich würde gerne den eigenen Impuls und das Interesse unserer Tochter am Essen nutzen, um sie an das Essen heranzuführen. Dabei ist es mir eigentlich egal, ob Brei oder breifrei ... Hauptsache, sie hat Freude daran. Ich hoffe, Sie haben noch ein paar Tipps für mich. :-) Und vielen Dank für die super tolle Arbeit, die Sie beide hier leisten. Ich lese gerne bei den anderen Beiträgen mit und meistens findet man ja auch in den anderen Beiträgen die gesuchten Antworten, da Sie sich bei den Antworten sehr viel Mühe geben und sehr ausführlich antworten. Vielen, vielen Dank.
Kristina Wrede
Liebe blablablubb, klar kannst du ihr direkt Fingerfood anbieten, es muss kein Brei sein. Derzeit wäre Beikost ja auch kein Ersatz fürs Stillen, sondern nur eine Gewöhnung an "artfremde" Nahrungsmittel. Darum könnt ihr frei ausprobieren, was sie mag und was ihr zusagt. Lieben Gruß, Kristina
Mitglied inaktiv
Achso, eine Frage habe ich noch vergessen. Was heisst im Zusammenhang mit dem Beikoststart "aufrecht sitzen"? Unsere Tochter kann natürlich noch nicht aufrecht sitzen oder sich alleine hinsetzen. Auf dem Arm oder mit hilfe sitzt sie aber relativ gerade. Beim Füttern sollte sie dann aufrecht sitzen, also quasi "senkrecht", damit sie die Nahrung auch von alleine wieder ausspucken könnte, oder? Oder ist "erhöhtes" Sitzen bspw. im Maxi Cosi auch schon "aufrecht"? Viele Füttern ja im Maxi Cosi, ist das in Ordnung? Ist so ein "newborn-Aufsatz", wie es beispielsweise für den TrxxppTrapp-Hochstuhl gibt, in Ordnung?