Frage im Expertenforum Stillberatung an Kristina Wrede:

Baby dockt ständig ab

Frage: Baby dockt ständig ab

simoness

Beitrag melden

Hallo, seit einigen Tagen bereitet mir das Stillen große Probleme und ich verzweifele total. Mein Sohn (11 Wochen) war von Beginn an beim Stillen sehr unruhig. Momentan stille ich ihn seitlich im Liegen, da ich ihn so besser unter "Kontrolle" habe. Besonders bei der ersten Brust passiert es häufig, dass er die Brustwarze nicht halten kann - auch wenn die Brust nicht sehr prall ist. Er regt sich dann fürchterlich darüber auf, schafft es so nicht alleine wieder an die Brust und schreit fürchterlich. Um ihn beruhigen und ihn weiter stillen zu können, gebe ich ihm den Schnuller. Wenn er sich beruhigt hat, nehme ich schnell den Schnuller raus und docke ihn an. So geht das dann einige Male. Weder für ihn noch für mich ist es entspannend. Während des Trinkens scheint er auch häufig Bauchschmerzen zu haben - er zieht die Beine schnell an und streckt sie dann sofort. Auch streckt er seinen Körper beim Trinken durch. Anschließend, aber auch noch Stunden später, spuckt er einiges wieder aus und muss häufig aufstoßen. Trotz diesen ganzen Schwierigkeiten nimmt er überaus viel zu und ist direkt nach dem Stillen auf seiner Wickelkommode sehr entspannt und glücklich. Für Eure Hilfe wäre ich sehr dankbar! Liebe Grüße Simone


Beitrag melden

Liebe Simone, es wird dich wenig trösten, aber hoffentlich zumindest beruhigen: Es ist, wie es ist... Soll heißen: Es gibt Kinder, die so unruhig sind, und mit denen es anstrengender ist als mit anderen. Es wird besser mit der Zeit, aber es gibt kein "Geheimrezept", um die Grundstimmung zu ändern :-( Du machst es ja absolut richtig: So ruhig wie möglich bleiben wirkt sich auch auf das Kind beruhigend aus! Besonders unruhige Babys, die sich an der Brust steif machen und nach hinten überstrecken, können auch gebündelt werden. Beim Bündeln wird das Baby gut in eine Decke eingewickelt, so dass seine Schultern nach vorne geneigt und die Arme unterhalb der Brust gekreuzt sind. So kann es den Kopf nicht zurückwerfen. Bei manchen Babys bewährt es sich, wenn die Decke unten offen bleibt, so dass die Füße frei bleiben. Wenn ein Kind auf diese Weise eingepackt ist, sieht es wie ein "C" aus, mit dem Kinn auf der Brust und angezogenen Beinchen. Häufig reicht diese Maßnahme aus, das Baby zu beruhigen und es trinkt dann besser an der Brust. Manche Babys brauchen Halt im wahrsten Sinne des Wortes um weniger zappelig zu sein. Allerdings sind 11 Wochen alte Babys fast schon zu alt fürs Bündeln, aber ein Versuch ist es wert. Auch intensives Tragen kann deinem Kind helfen, mehr Ruhe zu finden. Ein Tragetuch kannst du oft bei einer Stillgruppe in der Nähe ausleihen. Solange er aber ansonsten zufrieden ist und gut gedeiht, kannst du getrost sein, dass alles "in Ordnung" ist, nur eben nicht ganz "pflegeleicht"... :-) Lieben Gruß, Kristina


Bei individuellen Markenempfehlungen von Expert:Innen handelt es sich nicht um finanzierte Werbung, sondern ausschließlich um die jeweilige Empfehlung des Experten/der Expertin. Selbstverständlich stehen weitere Marken anderer Hersteller zur Auswahl.