Mitglied inaktiv
Hallo, mein drittes Kind - meine 17 Monate alte Tochter ernährt sich fast ausschließlich von Muttermilch. Sie trinkt am Tag 3 bis 4 Mal und in der Nacht - je nach Bedarf - zwischen 4 und 6 Mal. (Ich esse sehr viel Süßes)Sie ist recht zart aber nicht untergewichtig. Soll sie mit uns am Tisch essen - so verweigert sie meistens und wir vollführen schon unglaubliche Kunststücke, damit sie überhaupt ein wenig (meist Brei) isst. Für mich auffallend ist, dass sie (außer bei Kartoffeln) kleine Essensstückchen nicht schlucken kann (sie würgt). Brei isst sie (ohne zu würgen) - meiner Meinung nach schmeckt ihr dieser aber nicht. Ansonsten ist sie ein sehr aufgewecktes kleines Mädchen.Ich bin in Sorge, dass sie Mangelerscheinungen bekommen wird (vor einem halben Jahr hatte sie bereits einen akuten Eisenmangel) und das normale Essen (Beisen und Schlucken) nicht erlernt.Momentan ist die Situation so für mich sehr belastend.lg
Liebe vielkindmama, es ist erst einmal ein wichtiger Punkt, ob dein Kind in den letzten Monaten zugenommen hat und ausreichend gedeiht. Wurde der Eisenwert des Kindes noch einmal kontrolliert? Kann dein Kind eventuell einen Zinkmangel haben? Beides kann die Ursache für ein schlecht essendes und schlecht gedeihendes Kind sein. Wichtig ist jetzt wirklich, dass die Ursache für den Gewichtsstillstand gefunden wird und nicht, dass mit dem Kind eine Gewaltkur inklusive plötzlichen (und traumatischem) Abstillen veranstaltet wird. Gleichzeitig solltest Du versuchen, deinem Kind feste Nahrung anzubieten. Nicht nur Brei, denn sehr oft liegt das zögernde Essverhalten einfach daran, dass das Kind keinen Brei mag und/oder nicht gefüttert werden will. Es gibt Kinder gibt, die es geradezu hassen, wenn ihnen etwas in den Mund gesteckt wird und schon fast panisch darauf reagieren , wenn der Löffel kommt. Diese Kinder essen aber oft sehr gut, wenn man sie selbst essen lässt. Das gibt zwar am Anfang einiges Geschmiere, doch die Kinder lernen erstaunlich schnell selbstständig zu essen. Versuch es deshalb auch einmal mit fingergerechter Nahrung. Es gibt eine ganze Menge, was als fingergerechte Nahrung angeboten werden kann. Banane zum Beispiel kann ein Kind gut in die Hand nehmen, sie ist weich und es kann sie alleine essen. Auch ein Stück von einer gekochten Kartoffel geht gut. Gekochte Erbsen können einzeln aufgepickt werden (ist gleichzeitig eine gute Übung für die Feinmotorik), alle Gemüse und Obstarten, die einigermaßen weich sind und dann in kleine Stücke geschnitten werden, können gegeben werden. Mit neun Monaten bietet sich auch Brot an. Setze auf den Nachahmungstrieb des Kindes und biete ihm an, was auch ihr esst (natürlich nur, wenn es sich um etwas babygeeignetes handelt). Stillkinder sind durch die immer wieder auftretenden Geschmacksveränderungen der Muttermilch (je nach dem was die Mutter isst, schmeckt die Milch unterschiedlich) an den Speiseplan der Mutter gewöhnt und lehnen andere Nahrung dann oft ab. Wenn Du zum Beispiel nie gekochte Karotten isst, dann kennt dein Kind diesen Geschmack nicht über die Muttermilch und wird sie höchst wahrscheinlich auch vom Löffel ablehnen. Lass dich bitte nicht auf einen Kampf ein, denn den haben die Eltern sehr schnell verloren und ihr erreicht nur das Gegenteil dessen, war ihr wolltet. Ich wünsche dir viel Kraft für diese nervenzehrende Zeit. LLLiebe Grüße Biggi
Jasmin79
Hallo vielkindmama, meine erste Tochter konnte auch lange keine Stücke essen, würgte und erbrach bei kleinsten Fleisch"faserchen" oder auch bei Vollkornbrei. Das ging bis etwa 14 Monate, danach wurde es laaaangsam besser, aber sie mag bis heute keine harten Sachen essen. Mein KiA meinte mal sie hätte sehr große Rachenmandeln und ausserdem einen ausgeprägten Würgereiz (sie muss auch oft brechen wenn sie starken Schnupfen hat und viel Schleim im Rachen ist, oder wenn man mit der Zahnbürste mal etwas zu weit in den Rachen kommt würgt sie auch sofort). Was sie aber gut essen konnte war zum Beispiel Leberspätzlesuppe, die sind weich und fast breiartig wenn man sie im Mund zerdrückt. So weit ich weiss sind Leberspätzle auch eisenhaltig, deshalb gab ich ihr das so 2x die Woche. Ansonsten ging bei uns Sternchennudelsuppe (mit kleinen Karotten und Zucchinistücken z.Bsp), Brötchen ohne Rand mit viel Butter, oder Toast mit Schmelzkäse. lg Jasmin
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