Nati_s
Hallo ihr Lieben, Wir sind mittlerweile sehr verzweifelt. Unser Sohn ist nun 12 Wochen alt und hat sehr schlimme Blähungen seit seiner 2.Lebenswoche, wird dadurch nachts sehr oft wach (weint teilweise stündlich und wirft Beine und Kopf hin und her) wenn man seine Beinchen bewegt und er gepubst hat oder man ihn zur Beruhigung stillt schläft er wieder weiter allerdings bin ich dadurch laufenden wach und kann auch tagsüber den Schlaf nicht nachholen. Es gab ganz selten mal Nächte da hat er plötzlich 5-6h geschlafen und eine Zeit lang 1-2x/Woche wenigstens 3-4h (allerdings hat er sich trotzdem gelegentlich umher geworfen) Stuhlgang hat er auch nicht täglich. Und ein paar mal hat der Stuhlgang ganz u el gerochen. Tagsüber scheint es ihn nicht immer zu stören, er weint gelegentlich 30-60 min kurz nach dem Stillen und pubst dann viel oder er rackt wie ein wilder nach 20min an der Brust rum verliert die Brustwarze immer mal, drückt und irgendwann kommt dann doch mehrfach Stuhlgang. Er scheint sich dabei aber sehr anzustrengen und schafft es auch kaum anders, außer man hilft durch rektales stimulieren nach. Abends hat er ein richtig großen ausladenden Bauch voller Luft! Wir haben schon alles versucht (sab/lefax/kümmelzapfchen/ich hatte meine Ernährung umgestellt&trinke auch viel stilltee) auch bergauf stillen am Tag (weil ich einen starken milchspende Reflex habe) haben wir eine Zeit lang versucht. Meine Hebamme me Bzw er trinkt eigentlich super, allerdings merke ich das er sich gelegentlich verschluckt und ich denke er schluckt auch Luft. Das mit dem Bäuerchen klappt dummerweise auch nicht immer. Anfangs habe ich nachts im Liegen gestillt, was ich dachte würde sehr gut klappen und er hat immer eine Brust bekommen. Mittlerweile sitze ich und gebe ihm beide Brüste (auch am Tag) und er macht zwischendurch Bäuerchen, auch weil wir ein wasserbett haben und ich ihn nur so in seine neue Matratze die uns empfohlen wurde (cooconababy) legen kann. Tagsüber hat er mittlerweile nur alle 3-4std Hunger nachts hatte er das auch eine zeit lang aber will oft zur Beruhigung trinken denke ich... Schreiattattacken am Abend hatte er auch aber nicht regelmäßig. Bauch Massage, fliegergriff, Beinchen bewegen, Baden, traubenkernkissen helfen wenigstens bedingt, aber auch wenn das Bäuchlein danach flach ist geht es nachts wieder mit dem hin und her werfen,jammern und pubsen los... unsere Kinderärztin meinte es sei Unruhe und er habe einen sehr sensiblen Darm, dass dies aber sicher irgendwann vorbei geht nachdem er "angepasst" sei. Sie meinte auch ich solle mich normal ernähren und versuchen ihn etwas zu ignorieren und schlafen. Gelegentlich schaffe ich es, aber wenn er weint (und nicht einfach nur laut ist und pubst) muss ich ihn natürlich trösten! Durch den permanenten Schlafmangel kann ich langsam nicht mehr und dazu kommt, dass viele mir raten ihm abends pre- Nahrung zu geben oder Tee oder abzustillen, was ich auf keinen Fall möchte!! Er ist voll gestillt und das möchte ich auch beibehalten. Das einzige was wir mal probiert haben ist abpumpen und mein Freund hat ihm abends das Fläschchen gegeben, damit ich etwas schlafen konnte. Den Wechsel von Schnuller (zur Beruhigung, da ich es immer an der Brust nicht ausgehalten hatte), selten Flasche und trinken an der Brust meistert er problemlos ohne Saugverwirrung. Ich. Ersuche auch eine ruhige Atmosphäre beim stillen zu schaffen, wir haben einen einigermaßen geregelten Tagesablauf, ich nehme mir max. 1x/Tag drei mal die Woche etwas vor. Ich habe ein abendritual eingeführt, allerdings keine feste zu Bett geh Zeit, da ich auch immer mit ihm zusammen ins Bett musste bisher... Haben Sie ggf noch eine Idee, einen Rat für uns?? Ist es wirklich Anpassung und man muss da durch? Bei einigen geht es ja nicht nur die berühmten 3 Monate wie ich gehört habe, sondern deutlich länger. Sollte man einen Rhythmus einführen anstatt stillen mach Bedarf?? Vielen Dank und viele Grüße, Natalie und Elias
Liebe Natalie und Elias, es kann gut sein, dass das Baby doch saugverwirrt ist und deshalb so viel Luft schluckt. Blähungen sind bei Babys relativ häufig. Für eine Stillberaterin besteht der erste Schritt bei einem Kind mit Bauchproblemen darin, die Stillposition, Anlegetechnik und das Saugverhalten des Kindes zu überprüfen. Ein nicht korrekt angelegtes Kind und/oder ein Kind, das nicht richtig saugt, schluckt an der Brust meist sehr viel Luft und darin kann schon die Ursache für Blähungen begründet sein. Solange diese Ursache nicht beseitigt wird, können alle anderen Maßnahmen allenfalls "Kosmetik" betreiben, aber nicht wirklich helfen. Blähungen sind bei kleinen Babys relativ häufig. Für eine Stillberaterin besteht der erste Schritt bei einem Kind mit Bauchproblemen darin, die Stillposition, Anlegetechnik und das Saugverhalten des Kindes zu überprüfen. Ein nicht korrekt angelegtes Kind und/oder ein Kind, das nicht richtig saugt, schluckt an der Brust meist sehr viel Luft und darin kann schon die Ursache für Blähungen begründet sein. Solange diese Ursache nicht beseitigt wird, können alle anderen Maßnahmen allenfalls "Kosmetik" betreiben, aber nicht wirklich helfen. Nun kann ich aber weder Sie noch Ihr Baby sehen und kann daher das Saugverhalten nicht beurteilen und Ihnen auch nichts zeigen. Am besten wenden Sie sich deshalb einmal an eine Stillberaterin in Ihrer Nähe und lassen sich beim Stillen zuschauen. Die Kollegin kann Ihnen dann bei Bedarf Tipps zum korrekten Anlegen geben, kann Ihnen erklären, woran Sie erkennen, ob Ihr Kind korrekt saugt und Ihnen überhaupt gezielte Hinweise geben. Im direkten Kontakt lassen sich viele Fragen viel besser klären. Sie können auch versuchen Ihrem Baby durch Tragen in der Kolikhaltung (auch Fliegergriff genannt, das Baby liegt mit seinem Bauch auf dem Unterarm des Erwachsenen, mit dem Kopf in der Ellenbeuge ruhend) und durch Wärmeanwendungen (gut geeignet dazu sind Hot Cold Packs) auf den Bauch Erleichterung zu verschaffen. Ein Tragetuch kann in dieser Situation ebenfalls sehr hilfreich sein. Ein Tragetuch ist fast ein Zaubermittel. Dein Baby kann Ihre Nähe spüren, es wird sich an Ihrem Körper beruhigen, die Koliken verringern sich, es wird weniger weinen, vielleicht sogar recht gut schlafen und Sie haben mindestens eine Hand frei (und auch Ihren Kopf, weil das Baby wieder ruhiger ist), um andere Dinge zu tun. Versuchen Sie es einmal. Lassen Sie sich von einer tucherfahrenen Frau zeigen, wie vielseitig ein Tragetuch eingesetzt werden kann. Sie werden vielleicht sehr erstaunt sein, wie einfach der Alltag mit einem Kind im Tuch wieder wird und mit etwas Geschick können Sie Ihr Kind sogar im Tuch stillen. Tucherfahrene Frauen finden Sie in fast jeder Stillgruppe. Falls Sie Milchbildungstee trinken, lassen Sie diesen Tee probehalber weg. Fencheltee oder auch solche Mischungen, wie sie als Milchbildungstee verkauft werden, werden immer wieder als DAS Mittel gegen Bauchprobleme angegeben, aber sehr viele Kinder reagieren gerade auf diese Tees, vor allem, wenn die Mutter größere Mengen davon trinkt, mit massiven Blähungen. Wenden Sie sich unbedingt an eine kompetente Beraterin vor Ort, die Ihnen im direkten Kontakt viel besser helfen kann. Adressen von Stillberaterinnen finden Sie im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). LLLiebe Grüße, Biggi
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