Anthea
Guten Morgen, Dr. Bluni, dies ist meine 2. Schwangerschaft und ich bin in der 18 Ssw. In meiner 1. Schwangerschaft war mein Gebärmutterhals immer bei über 4 cm und hat sich in der 28 Ssw auf 2,4 cm verkürzt. Ab da habe ich strenge Bettruhe gehalten und Magnesium sowie Progesteron genommen. Unser Sohn kam termingerecht. Jetzt war ich gestern beim Frauenarzt und er maß 3,3 cm (beim letzten Termin waren es noch über 4 cm). Er sagte dazu gar nichts weiter, nur sowas wie “gut“. Ich stutzte und sagte, dann hätte sich der Gebärmutterhals ja bereits verkürzt. Er meinte, das sei normal in dieser Woche. Ich hatte keine Wehen auf dem CTG und keinen Druck auf den Muttermund. Ich spüre bei längerem Rumlaufen, nach 20 min etwa, einem Druck nach unten. Auch hier mein der Frauenarzt, das sei normal bei Frauen, die schon mal schwanger waren. Jetzt bin ich verwirrt. Ich habe mich bereits viel geschont, nehme seit Beginn der Schwangerschaft Magnesium und Progesteron. Soll ich einfach weiter machen wie bisher? Kurze Spaziergänge machen? Den Druck nach unten dabei als normal abhaken? Darf ich weiterhin Sex haben? Ist eine Verkürzung in der 18 Ssw wirklich normal?? Ich habe übrigens einen Uterus Unicornis, womit diese Neigung dazu natürlich zusammenhängt. Viele Grüße Anthea
Hallo Anthea, 1. bei Einlingsschwangerschaften liegt die median vaginalsonographisch gemessene Gebärmutterhalslänge vor der 22. Schwangerschaftswoche bei mehr als 40 mm, zwischen der 22. Und der 32. SSW bei 40 mm und nach der 32. SSW bei etwa 35 mm. Das ist das konsensbasierte statement der aktuellen Leitlinien zur Frühgeburtenprävention. 2. gibt es also eine belastete Vorgeschichte und in der folgenden Schwangerschaft schon frühzeitig Hinweise für eine Verkürzung, werden wir eigentlich immer dazu raten, die Situation durch ein geringer Teilzentrum einschätzen zu lassen, da die Kompetenz in solchen Fragen dort einfach die größere ist. Herzliche Grüße VB
Muschelnudel
Er meint Perinatalzentrum.
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