Mitglied inaktiv
Lieber Dr. Bluni, vorgestern (da sollte ich in der 10 SSW sein) stellte meine FÄ bei einer Routineuntersuchung fest, dass das Herzchen meines ungeborenen Kindes nicht mehr schlägt. Das passierte laut Größe erst wenige Tage zuvor, ich bemerkte nichts (verhaltener Abort). Gestern brachte ich dann die Ausschabung hinter mich. Obwohl der Oberatzt im KH mir deutlich sagte, dass es nicht meine Schuld war und ich mich eigentlich auch bezüglich Ernährung, Medikamente und Stress an "die Regeln" gehalten habe, frage ich mich - wie vermutlich jede Mutter in meiner Situation - nach der Ursache. Ich weiß, dass in den allermeisten Fällen das Kind wohl krank bzw. nicht lebensfähig war, aber es gibt ja doch auch noch andere Ursachen für eine Fehlgeburt. Daher möchte ich, im Hinblick auf die nächste Schwangerschaft, folgende Punkte gerne klären. Leider ist meine FÄ jetzt für 2 Wochen im Urlaub, daher wende ich mich an Sie. 1. Ic habe bereits (glücklicherweise!!) 1 gesundes Kind, das nach einer unkomplizierten SS spontan entbunden wurde. Da ich die Blutgruppe AB Rh- habe, wurde während dieser SS ordungsgemäß in der 28 SSW und ca. 10 Stunden nach der Geburt die Anti-D-Prohylaxe gespritzt. Da ich in der letzten (jetzigen) SS in der 8. Woche beim vaginalen US eine leichte Blutung hatte, gab mir meine FÄ sicherheitshalber auch wieder diese Spritze. Jetzt endlich zu meiner Frage: Was wäre, wenn sich das Labor bei der Blutgruppen- und Rhesusfaktorbestimmung getäuscht hätte (jeder Mensch macht ja mal Fehler) und ich garnicht Rh- bin. Könnten diese Spritzen dann dem ungeborenen Kind schaden? In welchen Zeitraum nach der Fehlgeburt kann man untersuchen, ob ich mir nicht doch irgendwo eine (von mir unbemerkte) Listeriose geholt habe? Kann man das anhand einer Blutuntersuchung ermitteln? Vielen Dank und traurige Grüße Dominique
Hallo Dominique, so sehr ich Ihre Ängste verstehen kann, ist es für Sie wichtig, zu wissen, dass es ein nicht ungewöhnlicher Vorgang ist, dass manche Frauen erst ein oder zwei Fehlgeburten haben oder zwischendurch eine Schwangerschaft austragen, bevor eine sich dann (wieder) ein intakte Schwangerschaft entwickelt. Dabei sind genetische Störungen die häufigste Ursache für eine frühe Fehlgeburt, dann folgen anatomische Ursachen, Infektionen und Medikamente. Auch können sowohl Gerinnungsstörungen als auch das mütterliche Alter eine Rolle spielen. Den von Ihnen vorgebrachten Spekulationen möchte ich bewusst keinen NÄhrboden geben, denn sie sind doch etwas realitätsfern. VB
Mitglied inaktiv
Liebe Dominique, sei erstmal von Unbekannt feste gedrückt! Ich hatte auch schonmal einen verhaltenen Abort mit Ausschabung (9. Woche), das ist schon eine sehr traurige Erfahrung. Es ist fast ein seelischer Automatismus, dass Frauen, die eine FG hatten, sich noch recht lange nach der möglichen Ursache fragen. Ob sie also etwas falsch gemacht haben, oder ob die Ärzte einen Fehler gemacht haben. Das ist absolut normal. Trotzdem ist es tatsächlich abwegig. Man weiß heute, dass fast alle frühen Aborte (vor allem missed abortions, also verhaltene Aborte) auf einen Fehler bei der frühen Zellteilung zurückgehen. Dieser Prozess ist biologisch sehr kompliziert und sehr störanfällig. Die FG-Quote ist daher gerade in den ersten 12 Wochen vergleichsweise hoch. Jede zweite (!) Frau mit Kindern hatte auch schonmal eine Fehlgeburt. Die "Ursachen", die Du im Nachhinein in Erwägung ziehst, haben beide nichts mit Deiner Fehlgeburt zu tun: Die Rhesus-Prophylaxe wäre bei einer Rh-positiven Frau (also falls man sich bei Dir geirrt hätte), bedeutungslos. Und eine Listeriose macht (im Gegensatz zur Toxoplasmose) deutliche Symptome: Man hat Fieber, Erbrechen, Durchfall, Gliederschmerzen, Nackensteifigkeit - kurzum: Magen-Darm-Grippe-ähnliche Beschwerden und noch ein paar zusätzliche, untypische (Nackensteifigkeit). Du hättest es auf jeden Fall gemerkt, wenn Du an den Tagen vor dem Abort so einen Infekt mit auffälligen Symptomen gehabt hättest. Listeriose ist zudem zwar gefährlich, aber sehr selten. (Eine normale Darmgrippe ist übrigens NICHT gefährlich für das Ungeborene.) Weißt Du, ich selbst habe auch Vieles überlegt damals (ich hatte einmal eine kleine Menge Alkohol getrunken, als ich nicht wusste, dass ich schwanger war. Ich hatte einmal ein Medikament genommen etc.). Man glaubt es einfach erstmal nicht, was die Ärzte einem sagen. Es ist offenbar ein zutiefst menschliches Bedürfnis, die Ursache für so ein trauriges Ereignis zu verstehen. Es hat bei mir auch recht lange gedauert, bevor mir klar wurde, dass es medizinisch tatsächlich stimmt, was meine Gyn sagte. Und dass frühe Aborte nur in Extremfällen (Drogenkonsum, schwerer Alkoholmissbrauch) auf äußere Einflüsse zurückzuführen sind. Sie haben normalerweise einfach keine äußere Ursache, und so ist es auch bei Dir. Übrigens: In weit über 90 Prozent der Fälle wiederholt sich eine FG nicht. So war es auch bei mir, ich hatte danach zwei prima Schwangerschaften. Und das wird auch bei Dir so sein! Alles Liebe, Bonnie
Mitglied inaktiv
... vielen Dank!! Deine Worte tun sehr gut, obwohl ich dich nicht kenne. Es geht mir, dank meiner kleinen, glücklichen Familie, auch schon etwas besser. Herzliche Grüße Dominique
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