Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Toxoplasmose

Frage: Toxoplasmose

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Hallo ich bin Toxo-Negativ und in der 27. SSW. Wir haben eine 3 Jahre alte Perserkatze, die eine reine Wohnungskatze ist und ausschließlich über Trocken- und Nassfutter ernährt wird. Mein Tierarzt meinte dass eine Infektion durch meine Katze eher unwahrscheinlich ist, sonst hätte ich mich schon lange infiziert. Trotzdem beschäftigt mich dieses Theme immer wieder. Im Normalfall reinigt auch mein Mann die Katzentoilette - täglich und max. nach 10h. Gestern jedoch war er nicht da und als ich kam, hatte meine Katze Kot in dem Fell am Hintern (schon mehrmals pssiert). Ich habe Handschuhe angezogen und dies entfernt. Anschließend meine Hände gewaschen und desinfiziert. Auch da wo sie sich aufgehalten hat, haben wir allles desinfiziert - fast die ganze wohnung. Trotzdem mache ich mir nun Sorgen, dass ich mich angesteckt haben könnte. Besteht die Wahrscheinlichkeit. Stimmt es auch, dass man sich nur über dn Mund anstecken kann (Finger-Mund)? Ich habe gelesen, dass man die Toilettenicht reinigen sollte, wegen den auffliegenden Staub. D.h. jedoch, dass man es auch einatmen könnte? Was für Folgen hätte eine Infektion in der 27. SSW. Mein letzter Test war in der 21. SSW. Gruß


Dr. med. Vincenzo Bluni

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Hallo, 1. grundsätzlich auf den Katzenbesitz verzichten oder Kontakt zu Katzen grundsätzlich meiden muss die schwangere Frau nicht. Sie sollte aber bei ihrem Frauenarzt oder Frauenärztin den Immunstatus hinsichtlich Toxoplasmose testen lassen, da von der Katze die potentielle Gefahr der Übertragung dieser bakteriellen Infektion ausgeht, die mit zum Teil erheblichen Folgen für das Kind verbunden sein können. Hat die Schwangere einen negativen Toxoplasmosetiter (IgG & IgM negativ), weil sie wohl nie eine Auseinandersetzung mit dem Erreger hatte und damit keinen Schutz, sollte man ihr empfehlen, sich nicht nur um so mehr an die Empfehlungen zur Vermeidung einer Infektion zu halten, sondern diesen Titer nach etwa 8-10 Wochen nochmals kontrollieren zu lassen, da sie sich ja theoretisch in der Zwischenzeit infiziert haben könnte, und man dann noch früh genug wäre für eine antibiotische Behandlung, um Folgen für das Ungeborene zu vermeiden. Hat die Patientin einen positiven Titer IgG positiv, aber IgM negativ, sprich Schutz es fand in der Vergangenheit irgendwann mal eine Auseinandersetzung mit den Erregern statt, dann muss man dieses nicht mehr kontrollieren. Es ist insbesondere der Katzenkot, über den der Erreger übertragen wird. Nach Kontakt mit der Katze sollte auf ein entsprechendes Säubern der Hände geachtet werden und auf Schmusen mit der Katze sollte verzichtet werden. Ansonsten gilt für Katzenbesitzer: -Kein Kontakt mit Katzenkot und Katzenkistchen außer mit Gummihandschuhen. -Junge Kätzchen meiden, denn diese scheiden besonders viele Parasiten aus. -Die Katze soll, wenn möglich, nicht draußen jagen gehen. Auch der Katze soll nur gekochtes Fleisch gefüttert werden. Das Katzenkistchen mit heißem Wasser desinfizieren Die Infektion ist in aller Regel eine Schmierinfektion, theoretisch kann aber auch über im Staub enthaltene Erreger eine Infektion stattfinden. VB


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