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Sehr geehrter Dr. Bluni, ich habe vier gesunde Kinder, nach dem ersten Kind hatte ich vor acht Jahren eine Totgeburt in der 35. SSW, Ursache unbekannt. Meine letzte Schwangerschaft endete in der 36. SSW mit einer 50prozentigen Plazentaablösung mit starken Blutungen und einem Not-Kaiserschnitt. Das Kind ist gesund und ich musste keine Bluttransfusionen bekommen, die Genesung war erstaunlich schnell und problemlos. Bei der vierten Schwangerschaft hatte ich in der achten Woche ein Hämatom, ebenfalls mit starken Blutungen, das sich jedoch wieder zurückbildete. Untersuchungen auf Trombophilie ergaben nichts. Insgesamt hatte ich drei Kaiserschnitte. Wie riskant wäre eine weitere Schwangerschaft, ich bin 38. Besten Dank im voraus, S.
Hallo, 1.dieses ist rein zahlenmäßig so nicht zu benennen, aber es scheint zumindest nicht vernachlässigbar vor dem Hintergrund der drei Kaiserschnitte und auch der vorzeitigen Lösung der Plazenta. 2.die Häufigkeit der vorzeitigen Lösung der normal angelegten Plazenta(=Abruptio placentae) wird in der Literatur zwischen 0,3 bis 1% angegeben. In der bayerischen Perinatalerhebung von 1996 betrug sie 0,5%. Sie ist eine gefährliche Komplikation sowohl für die Mutter als auch für das Kind. Ihre Ursache besteht am häufigsten in Gefäßveränderungen im Bereich der Insertionsstelle der Plazenta (Mutterkuchen), die im Rahmen einer EPH-Gestose auftreten. Im Bereich der Spiralarterien kommt es zur Gefäßruptur mit Bildung eines retroplazentaren Hämatoms (Bluterguss hinter dem Mutterkuchen). Wichtig in dem Zusammenhang ist der schon in den 80iger Jahren beschriebene Zusammenhang, dass Raucherinnen ein höheres Risiko für eine nicht reguläre Anlage der Plazenta (Plazenta praevia) haben und wenn Frauen mit dem Rauchen aufhören, haben sie ein um 23% niedrigeres Risiko für eine vorzeitige Plazentalösung und ein um über 30% niedrigeres Risiko für eine Plazenta praevia. Das Wiederholungsrisiko wird in der Literatur mit Werten zwischen 4,4 % und 12 % angegeben. Als assoziierte Risikofaktoren werden ein vorzeitiger Blasensprung, intrauerine Wachstumsretardierung (Wachstumsminderung) und ein schwangerschaftsbedingter hoher Blutdruck gesehen. Für eine erneute Schwangerschaft ist es wichtig, dass die Betreuung bei einem Frauenarzt und eine Mitbetreuung und ENTBINDUNG in einer Frauenklinik geschieht. Die individuelle Betreuung und weitere Einzelheiten besprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Frauenarzt/ärztin . 3. aus diesen Gründen empfehle ich Ihnen, mit Ihrem Anliegen über Frauenarzt/Frauenärztin sich auch an die Frauenklinik zu wenden, um hier eine individuelle Einschätzung zu erhalten. VB
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