Sehr geehrte Frau Dr. Thies, ich befinde mich am Beginn der 18. SSW mit unserem 5. Kind. Leider leide ich seit dem 22.12 unter erhöhten vsginalen ph werten (4,7). Anfangs wurden dieser nur mit Milchsäure Zäpfchen behandelt ohne Erfolg. Auf mein Drängen wurde ein Abstrich gemacht. Ergebnis: Enterokokken. Ich behandele seit 6 Tagen mit Octenisept vaginal Spülungen, am 1. Tag 2x und dann 1x pro Tag, morgen letzte Spülung. Nehme zusätzlich Kade Flora Tabletten oral seit 2 Wochen. Der ph ändert sich nicht, liegt immer bei 4,7 -5,0. Mein Ärztin sagt, dass ich unter Octenisept gar nicht messen sollte und direkt nach der letzten Gabe mit Milchsäure Bakterien Tabletten vaginal beginnen soll.  Ich bin verzweifelt. Habe zudem viel um die Ohren mit mehreren Kindern, einer Putzhilfe, die nun schon ewig krank geschrieben ist und wir bisher keine neue gefunden haben sowie einer Berufstätigkeit von 24 std./Woche. Ich habe gelesen, dass Stress Infektionen begünstigen kann. Was kann ich tun? Der ph ist ja schon zu hoch und den Stress werde ich so auch schnell nicht los. Mein Mann versucht zu unterstützen, aber er muss auch arbeiten. Meine Gynäkologin sieht keinen Handlungsbedarf. Ein individuelles Beschäftigungsverbot erachtet sie als nicht erforderlich. Ein berufsbedingtes wird nicht ausgestellt, da keine hohen berufsbedingten Risiken bestehen laut meinem Chef.  Was kann ich tun? Ich habe große Angst, unser Kind zu verlieren durch die Infektion oder einen vorzeitigen blasensprung. Es ist ein Wunschkind nach einer Fehlgeburt, unser erstes Mädchen. Einen Verlust würde ich nicht verkraften.    Haben Sie einen Rat? Meine Gynäkologin zeigt keine große Empathie. Ein Wechsel ist auf Grund dieser Schwangerschaftspauschalen nicht möglich. Dürfte ein privater Facharzt ein individuelles BV ausstellen oder wäre dieses ungültig für Kassenpatienten?    Herzlichen Dank für Ihre Hilfe.  Deine Schwangerschaftswoche: 18