Mitglied inaktiv
Halo,war heute beim Fa zur Untersuchung. Bin SSW 18+0, hat heute den Verdacht auf eine Plazenta praevia festgestellt.Was heißt das genau und welche Risiken und Folgen kann das für mich haben?
liebe Andrea, tief oder nahe am inneren Muttermund sitzend heißt, die Plazenta sitzt nahe am inneren Muttermund; liegt aber nicht komplett davor, was einer Plazenta praevia entsprechen würde. Dieses kann man manchmal im Ultraschall nicht direkt erkennen, wenn sie nur randständig ist. Wenn es auch in dieser Situation mal bei Anstrengung oder Verkehr aus Randgefäßen bluten kann, so zeigt die Erfahrung, dass die zu einem so frühen Schwangerschaftszeitpunkt randständige Plazenta häufig mit weiterem Alter der Schwangerschaft nach oben wandert; weg vom inneren Muttermund. Sofern die Frau nicht blutet, sollte sie beruhigt sein und sich an die Empfehlungen des behandelnden Frauenarztes oder Frauenärztin halten. Welche Empfehlungen hinsichtlich Arbeit und Belastung ausgesprochen werden sollten, ist am besten im Einzelfall; auch abhängig von Blutungen zu entscheiden. Die Plazenta praevia kommt in ca.1 von 200 Schwangerschaften vor, aber nur in 20% dieser Fälle liegt sie komplett vor dem Muttermund. In diesem Fall besteht kaum Chance, dass hier eine Änderung der Lage im weiteren Verlauf der Schwangerschaft eintritt. In meinen Unterlagen kann ich keine statistischen Angaben über die Wahrscheinlichkeit einer Blutung finden, jedoch ist diese Risiko bei einer Plazenta praevia totalis entsprechend hoch. Die Ursache für eine Blutung ist entweder die Lösung des Mutterkuchens von seiner Unterlage, Eine Entzündung der Plazenta oder die Ruptur von plazentaren Gefäßen. VB
Mitglied inaktiv
Hallo, warum Verdacht auf Plazenta praevia? Im US sollte eigentlich klar erkennbar sein, ob die Plazenta vorm Muttermund liegt und wie weit. Man unterscheidet drei Formen der Plazenta praevia 1. PP marginalis, hier liegt die Plazenta gerade knapp am äußeren Rand des Mumu und die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich durch das Wachstum der Gebärmutter noch nach oben schiebt ist sehr groß. 2. PP partialis, hier bedeckt die Plazenta den Mumu teilweise. Wie weit im Einzelfall muß der Arzt im US abklären. 3. PP totalis, wobei die Plazenta den Mumu komplett überdeckt. In diesem Fall ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich nach oben verzieht eher gering. (Bei mir wurde dies in der 13. SSW diagnostiziert und jetzt in der 26. SSW liegt die Plazenta noch immer komplett vorm Muttermund.) Wenn sich die Plazenta bis zum Entbindungstermin nicht verzieht ist dies eine klare Indikation für einen Kaiserschnitt. Ausnahme bildet hier die PP marginalis, bei der eine normale Entbindung oft trotzdem möglich ist. Mit der Plazenta praevia ist immer auch die Gefahr von Blutungen verbunden (besonders bei der totalis). Daher ist Schonung angesagt und meist empfiehlt der Arzt die Einnahme von Magnesium, um die Gebärmutter ruhig zu stellen. Ich hoffe, ich habe Dich mit meinen Ausführungen nicht beunruhigt. Da Dein Doc Dir nichts weiter dazu gesagt hat, scheint wird es sich wohl am ehesten um eine marginalis handeln, so dass er nicht mit Blutungen rechnet und auch davon ausgeht, dass sich die Plazenta bald verzieht. Aber auch bei den anderen Formen sind Komplikationen nicht immer an der Tagesordnung. Meine Ärztin hat bei der Diagnose totale Panik gemacht, mir gesagt es würde ein Extremfrühchen werden und ich müsse jederzeit mit starken Blutungen rechnen. Nichtsdestotrotz ist seitdem alles in Ordnung. Ich bin seit Wochen zu Hause, schone mich, nehme seit Wochen Magnesium und habe folglich seit der Diagnose keine erneuten Blutungen gehabt. Liebe Grüße platschi
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