Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Beckenendlage die 2.

Frage: Beckenendlage die 2.

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Hallo Dr. Bluni, ich bin mittlerweile in der 37. SSW und mein kleiner fauler Krümel dreht sich einfach nicht. Ich mache seit ca. eineinhalb Wochen die indische Brücke, hat bisher nix gebracht. Laut FA hat das Kind noch Platz zum Drehen. Bringt das Moxen wirklich was oder ist es dafür bereits zu spät? Wie sinnvoll ist eine äußere Wendung? Würden Sie eine Beckenendlagengeburt empfehlen oder gleich auf Kaiserschnit gehen? Viele sorgenvolle Grüße Suse


Dr. med. Vincenzo Bluni

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Liebe Suse, 1. wenn die Kinder sich bis zur 33. SSW nicht gedreht haben und hier auch schon dauerhaft in BEL liegen, dann sinken die Chancen auf eine spontane Wendung auf ca 10%. Vorher zu spekulieren über das wenn und aber, ist sicher nicht sinnvoll. Bleibt das Kind dennoch in BEL liegen, dann sollte man mit den Eltern ab der 34./35. SSW über die Konsequenzen, Möglichkeiten und Entbindungsmodus sprechen. Ab der 36. SSW sind die Chancen auf eine spontane Wendung sicher nur noch minimal. Ggf. kann man mit der Entbindungsklinik über eine äußere Wendung sprechen, diese wird jedoch nicht überall durchgeführt, ebenso wie eine Spontanentbindung aus BEL. Wo es in Ihrer Nähe eine solche Klinik gibt, sollte der FA Ihnen sagen können. Ansonsten kann man mit der Moxibustion (chinesische Heilkräuterzigarren) versuchen, das Kind zur Wendung zu bringen, oder auch mit der indischen Brücke; einer bestimmten Körperhaltung, mit der es in einigen Fällen klappt, das Kind zur Wendung zur bringen. Hier noch einige Anmerkungen zur äußeren Wendung, eine Frage, die von allgemeinem Interesse sein dürfte. Es gibt viele renommierte Vertreter (unter Ihnen der bekannte Prof. Saling in Berlin) , die die Wendung aus Beckenendlage befürworten; Sie finden aber mindestens genauso viele, die wegen möglicher Komplikationen diese Methode ablehnen. Wenn sie in einer Klinik durchgeführt wird, wo man damit Erfahrung hat, wo das Ganze dann in Kaiserschnittbereitschaft geschieht, kann man den Versuch sicherlich vertreten. Nicht alle Kliniken verabreichen der Schwangeren gleichzeitig wehenhemmende Mittel, das ist von Klinik zu Klinik verschieden. Man sollte die Schwangeren/das Paar aber ganz klar über die Erfolgsaussichten informieren, ihnen die Risiken erläutern (vorzeitige Lösung des Mutterkuchens, Blutungen, vorzeitige Wehen, akute Zustandsverschlechterung des Kindes, was einen Notkaiserschnitt notwendig machen kann, intrauteriner Fruchttod) Diese Komplikationen sind zum Glück selten, aber sie können vorkommen. Darüber hinaus kann man aus medizinischen Gründen nicht jedes sich in BEL befindende Kind wenden. Sollte die Schwangere sich über die -Erfolgsaussichten einer äußeren Wendung und den damit verbundenen Restrisiken im Klaren sein und ist ihr eine Spontanentbindung sehr wichtig, so sollte sie über einen derartigenn Wendungsversuch nachdenken. Sie sollte aber vorher noch mal ein intensives Gespräch mit der Klinik über das Vorgehen führen. 2. bleibt das Kind über die 36. SSW hinaus in BEL liegen, dann ist es in jedem Fall sinnvoll über Frauenärztin/Frauenarzt und einem Geburtsplanungsgspräch mit der die Entbindungsklinik hinsichtlich der Möglichkeiten der Entbindung: Kaiserschnitt oder Spontangeburt zu sprechen. Dabei gehört es dazu, dass Sie von den behandelnden Ärzten über die Vor- und Nachteile aufgeklärt werden. In einigen Fällen gibt es aber schon von vornherein klare medizinische Gründe (Kontraindikationen) die gegen den Versuch einer Spontanentbindung sprechen. Bestandteil der Aufklärung sind dann auch die Risiken, die sich insbesondere für das Kind ergeben, wenn eine Spontanentbindung angestrebt wird und die Risiken, die sich vor allem für die Mutter ergeben, wenn ein Kaiserschnitt durchgeführt wird. Unter bestimmten Umständen ist eine planmäßige Spontanentbindung nicht generell ausgeschlossen. Aber es müssen sicher viel Parameter stimmen. Einer von diesen ist eine entsprechende Erfahrung des Geburtshelfers, die Entbindung in einer Klinik, in der auch innerhalb kurzer Zeit ein Team zur Narkose und zum Kaiserschnitt zu Verfügung steht. Und nicht zuletzt die Zustimmung der Eltern zu dem Vorgehen und den damit verbundenen Risiken für das Kind. Wenn das Kind spontan anstatt mit Kaiserschnitt kommen soll, sind hier immer das Risiko eines Sauerstoffmangels und der Verletzung von Nerven im Bereich der Schulter anzuführen. Bitte sprechen Sie sich aus diesem Grund zum weiteren Vorgehen mit Ihre behandelnden Frauenärztin/Frauenarzt und der Klinik ab und lassen sich objektiv beraten, damit Sie die für Sie und Ihr Kind beste Entscheidung fällen können. VB


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hallo suse, ich bin zwar nicht dr bluni aber vielleicht kann ich dir ein bisschen helfen! erstmal hast du eine hebamme?wenn ja dann frag sie nach dem moxen, ansonsten frag in der klinik wo du entbinden willst nach! von äusserer wendung halte ich und viele andere auch gar nichts, weil es meistens einengrund hat warum ein kind sich nicht dreht...sprich nabelschnur zu kurz oder verdreht!ich würde davon abraten!bei einer äusseren wendung kann es auch sein das während der wendung was schief geht und bevor du gucken kannst liegst du auf dem op tisch und bekommst nen notkaiserschnitt! mit dem moxen versucht man das kind nur zu motivieren.wenn etwas nicht stimmt wird es sich auch durch das moxen nicht drehen! wenn du dein baby spontan entbinden möchtest, muss du einige vorrausetzungen erfüllen.am besten redest du darüber mit einer hebamme. oder suchst dir eine klinik die beckenendlagen spontan entbindet! ärzte raten sehr oft zu einem kaiserschnitt obwohl es unnötig ist.bringt aber das dreifache an geld.... wenn mein zwerg sich wieder in bel drehen sollte, werde ich ihn trotzdem spontan entbinden! ich hoffe ich konnte dir ein bisschen helfen.... lg pinkett


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danke für Deine aufbauenden Worte! Aber ist eine Geburt in Beckenendlage nicht sehr schmerzhaft? Meine Hebamme rät bei BEL gleich zum Kaiserschnitt. Sie hat mir das Horrorszenario vor Augen geführt, wenn am Ende die Schultern nicht durchs Becken passen, das Kind also "feststeckt" und man dann schnellstmöglich nen KS machen muss. LG Suse


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ja wie gesagt man muss einige vorrausetzungen erfüllen, sonst ist es auch zu gefährlich! über die vorrausetzungen lässt du dich am besten durch deinen arzt oder hebamme aufklären! wenn du zb schon eins oder mehrere kinder geboren hast ist eine spontane geburt aus bel kein problem. ich denke auch nicht das dies geburt schmerzhafter ist. ob jetzt der kopf oder der popo zuerst kommt! weiter vorrausetzung ist zb das das báby nicht mehr wie 3500g wiegen darf. ausserdem kann man sein becken vermessen lassen, dann weiss man ob das baby durchpasst! es gibt noch einige sachen die zu beachten sind. lg pinkett


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