Mitglied inaktiv
Hallo, meine Fragen stelle ich zum Schluss, aber dafür möchte ich die Vorgeschichte darstellen: Eigentlich möchten wir ein zweites Kind, aber je mehr ich mich mit der etwaigen Geburt auseinander setze, umso mehr Panik bekomme ich. Die erste Schwangerschaft verlief komplikationslos bis zu dem Tag, wo mein FA feststellte, dass die Herztöne bei jeder Wehe stärker, als er für normal erachtete, abfallen. Er schickte mich sofort in die Klinik, wo ich entbinden wollte, um es kontrollieren zu lassen, die mich da behielten, um die Geburt einzuleiten, aber als Grund gaben sie (wie in vorheriger Frage erwähnt) "zu wenig Fruchtwasser/übertragen" an. Nach Einleiten der Geburt, als die Fruchtblase geplatzt war, meinte eine Hebamme, sei wohl doch nicht zu wenig Fruchtwasser gewesen. Da habe ich mich schon gefragt, ob es sein musste, dass die Geburt eingeleitet wird. Eigentlich wollte ich eine Wassergeburt, aber es hieß, ich dürfe, falls es der Hertöne wegen schnell gehen muss, trotz Überwachungsmöglichkeit, nicht in die Wanne. Nach vielen Stunden Wehen durfte ich dann doch in die Wanne, und prompt nahm meine Wehentätigkeit ab. Da habe ich mich gefragt, ob die Wehen abnehmen, weil mein Körper eigentlich noch nicht bereit für die Geburt gewesen wäre. Dann wurde ich aus der Wanne gerissen, weil das CTG wieder Gefahr anzeigte, und ich durfte die Geburtsliege, auf die ich dann "verbannt" wurde, nicht mehr verlassen. Ich hatte regelmäßige Wehen, aber der Muttermund war nach über 20 Stunden Wehen noch nicht weiter als 4 cm offen. Eine PDA wurde mir empfohlen, um den Wehentropf, der mir angelegt werden sollte, zu überstehen, da ich schon ziemlich entkräftet war. Mit dem Legen der PDA bekam ich Schüttelfrost, der nicht mehr aufhörte, der Wehentropf führte zu Wehen, die sich wie eine einzige langanhaltende anfühlte, und ich verlor langsam das Bewusstsein, der Schmerzen wegen, trotz PDA. Die Herztöne unsere Kindes waren nicht mehr auffindbar, mir wurde Adrenalin gespritzt, die Wehen hörten auf, ich war wieder klar bei Bewusstsein, die Herztöne waren wieder da, und mein Muttermund war immer noch nicht weiter als 4 cm geöffnet. Der Sauerstoffgehalt im Blut unsere Sohnes wurde überprüft, in kurzen Abständen, und nach der 3. Messung ging alles ganz schnell, Not-OP. Vor der OP hat mir eine Schwester im OP eine Atemmaske so auf die Nase gedrückt, dass ich keine Luft bekam und sie mehrmals bitten musste, das Ding weg zu nehmen, weil ich keine Luft bekäme, erst als ich sie anschrie, kam sie der Bitte nach und verstand dann erst, dass sie mir die Nase versehentlich zugedrückt hatte. Nach der OP, als ich noch im Delirium war, hörte ich jemand schreien, und ich dachte, wer schreit denn da so, das hört sich ja schlimm an. Irgendwann hab ich kapiert, dass ich mich selber schreien höre, bald darauf hörte ich wie im Nebel meinen Mann, der sich sorgenvoll darüber äußerte, dass ich so Schüttelfrost habe, dass das Bett bebt, und ich jammerte, ich bekäme keine Luft. Das Gefühl zu Ersticken kam von der Narkose; ich kannte es von einer früheren OP her. Nach der OP musste ich tagelang Infusionen gegen Thrombose bekommen, d.h., ich hatte ständig eine Kanüle an der Hand/im Arm, und bei jeder Infusion brannte es fürchterlich, so dass ich zuletzt anstatt einer Infusion Tabletten bekam. Ich war bis dahin keine Mimose, aber seit dem bin ich furchtbar schmerzempfindlich, und die Naht des Schnittes bereitet mir heute noch oft Schmerzen bei Klimawechsel oder nach körperlichen Anstrengungen. Ich muss feststellen, dass ich beim Anblick einer Infusion (z.B. beim Fernsehen oder bei Krankenbesuchen) sowie beim Anblick einer Atemmaske oder irgendetwas sonst, was mich an die Geburt erinnert, verkrampfe und Herzrasen bekomme, regelrechte Angstzustände. Dann schimpfe ich mich selber ein dummes Ding, dass ich mich nicht so haben soll, wer weiß denn, wie es beim nächsten Mal wird, vielleicht verläuft die nächste Geburt ganz normal? Doch die Angst überwältigt mich, trotzdem ich mir wegen eines weiteren Kindes sicher bin, immer wieder. Nun zu meinen Fragen: Wirkt sich meine Angst negativ auf den Verlauf einer weiteren Schwangerschaft aus, und kann es tatsächlich sein, dass ich durch meine Angst unter der Geburt dann wieder so verkrampfe (oder wie auch immer man dazu sagen kann), dass die Geburt aufgehalten wird und das Kind dann erst Recht wieder per Kaiserschnitt geholt werden muss? Ich weiß nicht, ob es Sinn macht, mich über meine Ängste mit einem Frauenarzt zu unterhalten, wenn noch gar keine Schwangerschaft besteht, andererseits möchte ich geklärt haben, ob ich unter diesen Umständen vielleicht mit einer weiteren Schwangerschaft warten sollte, bis ich nicht mehr solche Angstzustände habe, wobei ich denke, besser als jetzt wird es nicht mehr; denn die erste Zeit wollten mein Mann und ich aufgrund der erlebten Geburt keine weiteren Kinder, was wir uns ja nun anders überlegt haben. Ich dachte sogar, ich sei drüber weg, aber seit wir am zweiten Versuch sind, quält mich wieder die Erinnerung. Wohin kann ich mich mit Fragen bezüglich Unverträglichkeit der Narkose/PDA wenden, wohin mit der Frage, warum mein MuMu nicht weiter auf ging, warum der Kopf meines Sohnes fürchterlich verformt war (und es heute immer noch leicht ist)? Vielen Dank für eine Antwort. LG Anke
liebe ANke, nach einem solch traumatischen Verlauf der Geburt ist es selbstverständlich, dass die Frau darüber sprechen möchte, um das Ganze irgendwann zu verarbeiten und dann auch relativ unbedarft an eine neue Schwangerschaft heranzugehen. Hier ist in erster Linie der behandelnde Frauenarzt oder Frauenärztin der/die AnsprechpartnerIn. Bei entsprechender Begründung kann es sogar notwendig werden, hier auch professionelle Hilfe im Sinne eines Therapeuten hinzuzuziehen. Ganz wichtig, ist, der Frau die Abläufe und den Grund für die jeweiligen Entscheidungen klar zu machen, um ihr damit die Angst vor der kommenden Geburt zu nehmen. Auf die kommende Schwangerschaft muss sich dieses nicht negativ auswirken. Ob unter Berücksichtigung des Verlaufes eine Spontangeburt empfehlenswert ist, kann sicher nur in einem gemeinsamen Gespräch mit der Entbindungsklinik entschieden werden. Grundsätzlich ausschließen kann man dieses nicht. VBq
Mitglied inaktiv
Hallo - ich bin zwar nicht der doc, aber deine Geschichte kommt mir so wahnsinnig bekannt vor, als hätten wir beide wirklich fast dasselbe erlebt. Damals habe ich mir gesagt, nie wieder wirst du dich Ärzten nochmal so ausliefern und doch hat im Laufe der ZEIT nach 5 Jahren jetzt der starke Wunsch nach einem zweiten Kind gesiegt. Wir sind noch ziemlich am Anfang - aber ich gehe trotzdem positiv an all die bevorstehenden Dinge ran - vor allem gehe ich in eine andere neue Klinik und habe gelernt, lieber einmal mehr zu fragen, als alles hinzunehmen. Auch nach einer solchen Erfahrung kann man natürlich entbinden, sollte es dennoch ein KS werden, versuche ich es ohne Vollnarkose. Ich denke, du mußt deine Ängste wirklich überwinden und immer positiv denken, es kommt sicher nicht nochmal so schlimm. Alles gute und viel glück
Mitglied inaktiv
Hallo, vielen Dank für deinen Beitrag. Auch dir wünsche ich eine gut verlaufende Schwangerschaft und alles Gute für Geburt und danach :-).
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