Guten Abend Herr Dr. Karle, ich befinde mich aktuell in der 9. Schwangerschaftswoche und leide seit etwa vier Wochen unter einer sehr ausgeprägten Hyperemesis gravidarum. Die Diagnose wurde von meiner Frauenärztin gestellt, woraufhin ich direkt in die Frauenklinik überwiesen wurde. Dort war ich insgesamt zehn Tage stationär und wurde mit Infusionen behandelt. Nach der Entlassung ging es mir zunächst für etwa einen Tag besser. Seit vier Tagen haben sich die Beschwerden jedoch wieder stark verschlechtert. Ich erbreche derzeit nahezu alles, was ich esse oder trinke. Mir wurde empfohlen, 1-1-2 Cariban-Kapseln sowie 1-1-1 Vomex Kinderzäpfchen einzunehmen. Die Zäpfchen helfen leider nur begrenzt, und die Cariban-Kapseln bleiben meist keine 30 Minuten im Magen, sodass ich vermute, dass sie gar nicht wirken können. Aus Angst vor erneutem Erbrechen esse und trinke ich inzwischen sehr wenig. Schon kleinste Bewegungen oder Unruhe verstärken die Übelkeit deutlich, sodass ich die meiste Zeit liegend verbringe. Ich fühle mich sehr erschöpft und mache mir vor allem Sorgen, weil ich kaum Flüssigkeit bei mir behalten kann. Daher wollte ich Sie um Ihren Rat bitten: Haben Sie Erfahrung mit so ausgeprägten Formen der Hyperemesis gravidarum und gibt es weitere Behandlungsmöglichkeiten? Würden Sie mir aktuell erneut zu einer Infusionstherapie bzw. einem Krankenhausaufenthalt raten? Gibt es Medikamente gegen Übelkeit, die nicht oral eingenommen werden müssen (z. B. Zäpfchen, Infusionen oder andere Formen)? Wäre es sinnvoll, die Medikation anzupassen oder ein anderes Präparat zu versuchen? Ab welchem Punkt sollte ich unbedingt wieder stationär behandelt werden? Ich bin für jeden Rat sehr dankbar. Vielen Dank und freundliche Grüße Ayse Schirwon