Mitglied inaktiv
Lieber Dr. Bluni! Mir raubt ein Gedanke in den letzten Nächten den Schlaf. Ich hatte mittlerweile schon drei Kaiserschnitte der letzte war im Jahre 2002. Nun bin ich wieder schwanger in der 13.SSW und ich hab total Panik das irgendetwas schief geht noch dazu hat mir eine Hebamme bei der Anmeldung zur NFM erklärt das ich wahrscheinlcih Komplikationen haben werde, weil das eben schon der vierte Kaiserschnitt ist. Ich hab total Panik das irgendwas schief geht das mein Baby viel zu früh zur Welt kommt bzw. das es vielleicht nicht überlebt oder das ich einen Gebärmutterriss habe und es nicht bemerke. Was kann ich tun ich bin am Boden zerstört, kann nciht schlafen und muss den ganzen Tag nur an diesen Gedanken denken. mit freundlcihen Grüssen ihope
Hallo, in gewisser Weise kann ich Ihre diffusen Ängste verstehen, aber dennoch empfehle ich Ihnen, sich am besten mit Ihrer Frauenärztin/Frauenarzt und ggf. auch der Entbindungsklinik zu Ihren Ängsten zu sprechen, denn diese werden Ihnen diese Ängste ganz bestimmt zum größten Teil nehmen können, indem sie Sie über die Situation und auch die Seltenheit etwaiger Komplikationen informieren. Bei einem Kaiserschnitt gibt es keine zahlenmäßige Obergrenze; dieses kann immer im nur im Einzelfall entschieden werden. Ob der Frau im Einzelfall noch zu einer weiteren Schwangerschaft geraten werden kann, wird am besten der behandelnde Frauenarzt oder Frauenärztin und die Entbindungsklinik entscheiden, aber es ist nicht grundsätzlich so, dass man der Frau wegen zweier oder mehr Kaiserschnitten von einer Folgeschwangerschaft abgeraten werden müsste. Mit jedem weiteren Kaiserschnitt steigen insbesondere die operativen und geburtshilflichen Risiken für Mutter und Kind. Aber: bei einer Schwangerschaft/Geburt nach einem oder mehreren Kaiserschnitten ergeben sich besondere Risiken im Wesentlichen durch die mögliche Ruptur der Gebärmutter. Dieses kann während der Gravidität (sehr selten) als auch unter der Geburt eintreten. Nach drei Kaiserschnitten ist aber nicht anzunehmen, dass noch eine Spontangeburt angestrebt wird. Man spricht von einer kompletten Ruptur, wenn es zur Zerreißung des Bauchfells über der Gebärmutter (viszerales Peritoneum) mit teilweisem Vorfall fetaler Anteile in die Bauchhöhle kommt. Dies bringt eine akute Gefährdung von Mutter und Kind mit sich. Geht die Naht ein wenig auseinander (Nahtdehiszenz), kann dieses ohne Symptome verlaufen. Die Ruptur der Gebärmutter noch während der Schwangerschaft bei regelmäßiger Wehentätigkeit ist offensichtlich so selten, dass es hierzu keine Zahlen in der Literatur gibt, auch wenn die Anzahl der Kaiserschnitte deutlich zugenommen hat. Das Risiko einer Uterusruptur für Frauen nach einem Kaiserschnitt liegt nach Informationen der WHO bei etwa 0,32% (Spong CY et al. Risk of uterine rupture and adverse perinatal outcome at term after cesarean delivery. Obstet Gynecol 2007;110: 801-7). Das Risiko für eine Ruptur nach Kaiserschnitt ist bei der Spontangeburt mit 0,74% am größten verglichen mit einem primären oder sekundären erneuten Kaiserschnitt. In einer Studie (Stamilio DM et al. Short interpregnancy interval: risk of uterine rupture and complications of vaginal birth after cesarean delivery. Obstet Gynecol 2007; 110:1075-82) zum Einfluss des Zeitintervalls zwischen dem Kaiserschnitt und der darauffolgenden Schwangerschaft auf das Rupturrisiko konnte gezeigt werden, dass alle Zeitintervalle über 6 Monate inklusive des überdurchschnittlich langen Schwangerschaftsintervalls über 60 Monate kein statistisch signifikant erhöhtes Risiko einer Gebärmutterruptur unter der Geburt mit sich bringen Aus WHO- Bericht WHO geht hervor, dass es für Frauen ohne vorherige Operationen an der Gebärmutter (inklusives Kaiserschnitt) nur einen einzigen Report gibt und der gibt ein extrem geringes Risiko von (0.006%) an. (Quelle: http://www.who.int/reproductive-health/global_monitoring/articles/uterinerupture.pdf ) VB
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