Frage im Expertenforum Medikamente in der Schwangerschaft an Dr. med. Wolfgang Paulus:

Pyrrolizidinalkaloide in der Frühschwangerschaft

Frage: Pyrrolizidinalkaloide in der Frühschwangerschaft

Isaone

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Sehr geehrter Herr Dr. Paulus, wie gefährlich ist die einmalige Aufnahme von Pyrrolizidinalkaloiden in der Frühschwangerschaft (7. Woche) aus Ihrer Sicht für das ungeborene Kind? Ich habe eine normal große Menge grüne Soße gegessen, die durch den Borretsch-Anteil einen relativ hohen Anteil an Pyrrolizidinalkaloiden enthält (http://www.pflanzenforschung.de/de/journal/journalbeitrage/das-gift-von-der-wiese-pyrrolizidinalkaloide-nahrungsmi-10149) Sind Ihnen Fälle dazu bekannt, die Aussagen zu den Auswirkungen der einmaligen, evtl. übermäßigen, Aufnahme ermöglichen? Dr. Helmut Wiedenfeld vom Pharmazeutischen Institut der Universität Bonn berichtete von einer Schwangeren, die wöchtentlich etwa 20 µg PA zu sich genommen hat. Die Aufnahmemenge an Pyrrolizidinalkaloiden war nicht genügend, um akut die Leber der Mutter zu schädigen, aber die Giftstoffe gingen über die Plazenta auf das Kind über und schädigten die Leber des Fötus. Daran ist das Kind dann verstorben. Über Ihre Einschätzung würde ich mich sehr freuen. Herzlichen Dank & Viele Grüße Isaone


Dr. Wolfgang Paulus

Dr. Wolfgang Paulus

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Pyrrolizidinalkaloide können in unterschiedlichem Umfang über pflanzliche Nahrungsmittel oder Honig aufgenommen werden. Sie führen bei hohen Dosen in erster Linie zu Leberschäden. Eine kindliche Beeinträchtigung durch einmaligen Genuss von grüner Soße mit Borretsch in normalen Mengen in der 7.SSW ist mir nicht bekannt.


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