Frage im Expertenforum Medikamente in der Schwangerschaft an Dr. med. Wolfgang Paulus:

Mögliche erhöhte Vitamin-E-Aufnahme in der Schwangerschaft

Frage: Mögliche erhöhte Vitamin-E-Aufnahme in der Schwangerschaft

HerzensmutStern68

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Ich bin schwanger (27 ssw) und habe über etwa sieben Monate täglich veganes omega 3 eingenommen. Diese enthalten Vitamin E als Antioxidans, allerdings ist die genaue Menge nicht angegeben. Das ist mir schlimmerweise erst jetzt aufgefallen, weil es klein bei Zutaten stand. Auf Nachfrage beim Hersteller wurde mir keine genau Zahl genannt aber im schlimmsten Fall enthält das Produkt 100 mg Vitamin e. Ob diese Berechnung zutrifft und wie viel Vitamin E ich tatsächlich aufgenommen habe, weiß ich nicht. Könnte auch sein, dass es als Antoxidants deutlich weniger ist. Die bisherigen Ultraschalluntersuchungen waren unauffällig. Ich habe auch keinen Bluthochdruck oder so und fühle mich gesund. Meine Fragen: Wie ist eine möglicherweise erhöhte Vitamin-E-Aufnahme über einen Zeitraum von sieben Monaten in der Schwangerschaft einzuschätzen? Gibt es Erkenntnisse zu möglichen Risiken für das ungeborene Kind? Ich mache mir große Vorwürfe, weil ich eigentlich sehr vorsichtig bin, das aber nicht gesehen habe. Vielen Dank für Ihre Einschätzung.  Errechneter Entbindungstermin: 22-01-2027 Medikamente: Vitamin e Einnahmezeitraum (seit wann) und Dosis: 7 Monate - max 100 mg versteckt in einem omega 3 Produkt Hast du besondere Belastungen: Nein Bestehen Krankheiten: Nein


Dr. Wolfgang Paulus

Dr. Wolfgang Paulus

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Vitamin E weist eine niedrige Toxizität auf. Dies ist auf eine geringere Speicherung in den Organen und einem vermehrten Abbau durch die Leber bei hoher Zufuhr von Vitamin E zurückzuführen. Vitamin E weist eine niedrige Toxizität auf. Dies ist auf eine geringere Speicherung in den Organen und einem vermehrten Abbau durch die Leber bei hoher Zufuhr von Vitamin E zurückzuführen. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) gibt für Erwachsene eine tägliche tolerierbare Gesamtzufuhr in Höhe von 300 mg Vitamin E (α-Tocopherol) an. Es gibt keinen Nachweis für einen Anstieg angeborener Anomalien durch Einnahme von Vitamin E in üblichen Dosen. Bei 82 Frauen, die Vitamin E in einer Menge von 400 IE/Tag oder mehr zu sich nahmen, gab es keinen Anstieg von Schwangerschaftskomplikationen (Boskovic et al 2005). Bei 1231 Schwangeren waren höhere mütterliche Vitamin-E-Plasmakonzentrationen, die um die 16. und erneut um die 28. Schwangerschaftswoche gemessen wurden, mit einem Rückgang von fetalen Wachtumsretardierungen verbunden (Scholl et al 2006). Bei 1290 Mutter-Kind-Paaren zeigte sich bei höherer Aufnahme von Antioxidantien einschließlich Vitamin E eine geringere Prävalenz von Keuchhusten im ersten oder zweiten Lebensjahr des Kindes (Litonjua et al 2006). 


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