Vanda
Lieber Dr. Paulus, zunächst einmal herzlichen Dank für Ihr Engagement in diesem Forum! Ich hoffe, Sie können mir auch bezüglich einer Frage einen Rat erteilen, die sich auf die Stillzeit und nicht die Schwangerschaft bezieht. Ich gehe aber davon aus, dass die Aufnahme von Medikamenten in den Körper etc. in Schwangerschaft und Stillzeit ähnlich betrachtet werden kann. Ich leide leider immer extrem unter Bremsenbissen. D.h., diese entzünden sich meist bei mir, werden (bis zu) handtellergroß und nicht selten kommt eine Lymphangitis dazu. Vor Schwangerschaft und Stillzeit ließ sich so ein ausgearteter Biss mit Rivanol-Salbe gut behandeln. In der Stillzeit weiß ich nicht, wie ich solche Bisse nun behandeln darf. Im Grunde würde ich am Liebsten gar nichts nehmen/cremen, was in die Muttermilch übergehen "könnte". Aber ganz ohne geht es leider (im Falle einer Entzündung) ja nicht immer. Was können Sie mir diesbezüglich empfehlen? Und wie können generell Insektenstiche behandelt werden? Ich habe aus der Apotheke zwar bereits Combudoron-Gel, aber dieses erschien mir bisher nicht sehr hilfreich. Gibt es auch pflanzliche unbedenkliche Mittel (die ggf. auch antibiotisch wirken)? Wie kann man sich in der Stillzeit vor Bremsenbissen schützen? Leider beißen sie auch durch die Kleidung. Gibt es pflanzliche verträgliche Mittel? Oder könnte man die Kleidung mit pflanzlichen Duftstoffen / ätherischen Ölen einsprühen, die auch meinem Baby nicht schaden, wenn es im Trageuch ist? Das Dilemma ist, dass meine Rückbildungsgymnastik coronabedingt draußen stattfindet, sonst würde ich diese Bremsengebiete einfach meiden. Ganz herzlichen Dank!
Ethacridinlactat (Rivanol) wird in verschwindend geringer Menge resorbiert. Gegen eine lokale Anwendung von Rivanol an den entzündeten Stellen bestehen daher auch in der Stillzeit keine Bedenken. Alternativ wäre auch das Antiseptikum Octenidin (z. B. Octenisept) geeignet. Zum Fernhalten der Mücken können Sie ggf. Citronella-Produkte einsetzen.
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