Frage im Expertenforum Kochen für Kinder an Dipl. oec. troph. Birgit Neumann:

Baby isst nichts mehr

Frage: Baby isst nichts mehr

KathiundMax

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Hallo, Mein Sohn Maximilian ist jetzt 8 Monate alt und isst kaum noch was. Wir haben mit 6Monaten mit beikost begonnen und es hat ganz gut geklappt. hat alles gegessen und sich auf 150g gesteigert. Den abendbrei fand er auch super. Dann haben wir Obst nachmittags probiert und zum schluss ein bisschen Brot. Das und das Obst hat er auch selbst in die Hand genommen und gegessen. Jetzt geht ausser abendbrei nichts mehr. Kein Gemüse keine Kartoffel, Brot Nudeln. Egal ob feiner Brei oder mit Stückchen oder im ganzen. Ganz selten Obst und abends isst er ein bisschen Brei. Mir gehen die Ideen aus was ich ihm noch anbieten könnte. Für Tipps wäre ich sehr dankbar. Ach und laut Ärztin ist im Mund alles okay und Zähne sind es auch nicht. Vielen Dank im voraus!


Birgit Neumann

Birgit Neumann

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Hallo KathiundMax stillst du oder bekommt dein Baby Säuglingsmilch? Grüße


KathiundMax

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Hallo, Ich stille. Im Moment wieder recht viel, da er besonders mittags nichts isst. Abends geht es im Moment. Mittags ist es egal was ich ihm anbiete, wenn ich Glück Habe isst er einen läffel/ bissen. Viele Grüße, Kathi


Birgit Neumann

Birgit Neumann

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Hallo KathiundMax das habe ich mir gedacht :) und deswegen noch einmal danach gefragt. Dein Baby (Max?) mag Mumi und Stillen einfach gerne. Er ernährt sich hauptsächlich davon, so dass er an Brei und Co einfach aus Appetit und Hunger nicht interessiert ist. Das ist nicht weiter schlimm. Und immerhin mag dein Kleiner eine Breimahlzeit am Tag durchaus gerne. Beikost ist aus vielen Gründen wichtig und bei gestillten Babys nicht nur allein für die Sättigung bestimmt. Es geht dabei auch um das spielerische Entdecken der verschiedenen sensorischen Eigenschaften von Lebensmitteln. Und genau hierauf kannst du jetzt achten. Du kannst Beikost wörtlich nehmen und Beikost zusätzlich zum Stillen nach Bedarf anbieten, d.h. das Abenteuer "Beikost" spielerisch beginnen. Hast du vielleicht schon einmal etwas von "baby-led-weaning" gehört? Es ist eine Methode, die wie oben beschrieben funktioniert. Stillen nach Bedarf reiche aus. Statt Brei könnten Babys sofort festere Nahrung kennenlernen. Sinn und Zweck ist dabei mehr das Kennenlernen einer anderen Konsistenz und einem neuartigen Geschmack. Sattwerden sei dabei zweitrangig. Für Stillbabys (die nach Bedarf und ausreichend und oft gestillt werden) ist das ganz akzeptabel, für nicht gestillte Babys weniger gut geeignet. Es sollte trotzdem einiges dabei beachtet werden. Dein Baby sollte bspw schon gut sitzen können. u.v.m. ! Ich kann diese Methode nicht ganz vorbehaltlos empfehlen und deshalb kannst du auch mal Biggi Welter im betreuten Stillforum dazu befragen, ob das tatsächlich so sinnvoll ist :-) und für jedes Stillbaby gelten kann. Für solche Babies, die einfach keinen Brei und Löffel mögen und gleichzeitig gut entwickelt sind, ist das sicher gut. Auch als kombinierte Form der Beikost ist das eine gute Idee. Denn es führt schon früh, ganz zaghaft an die Familienkost heran. Diese Arrt der Beikosteinführung lässt viel Raum für Individualität. Babys, die diesen Weg von der Milch zur Beikost wählen, gibt es immer häufiger. Wenn nach Bedarf gestillt wird, ist diese Methode eine gute Möglichkeit die Kleinsten von Beginn an in den Essalltag zu integrieren. Einer neuen Studie zufolge, soll diese Art der Beikosteinführung, d.h. wenn Babys die Art und Menge der Beikost selbst bestimmen, also buchstäblich alles selbst in die Hand nehmen, vor (späterem) Übergewicht schütze. Mit dieser Methode würden gesunde Essgewohnheiten gefördert. Allerdings seien für de Untersuchung nur etwa 150 Babys beobachtet worden. Eine allgemeingültige Empfehlung könne man deshalb noch nicht aussprechen. Auch mögen nicht alle Babys Fingerfood und stillen nach Bedarf sei für diese Beikost wichtig. Als kombinierte Form zur Breikost ist das eine gute Idee. Und viele Babys finden das richtig gut. Aber es sollte individuell gehandelt werden. Stückchen in der Beikost nach Bedarf, - ja - wenn es gut ankommt. Mit dem klassischen Konzept der Breieinführung mittels Löffel liegst du trotzdem richtig. Der Rest kann individuell dazu kommen. Gut eignen sich dafür weich gegarte Gemüse-, Kartoffel- oder Obststicks, die die Allerjüngsten mit der ganzen Hand umschliessen können - um die Hand schliesslich an den Mund zu führen. Als Stäbchen/Stick lässt sich das weich gegarte Gemüse gut mit der Faust umschliessen und festhalten um schliesslich abgelutscht zu werden. Vorraussetzung ist immer, dass ein Baby Spaß dabei hat, und das Essen gut schlucken kann. Probier das bald einfach einmal aus. Dein Baby sollte dazu allerdings schon frei sitzen können. Zubereitung babygerechter Gemüsesticks: Schneide aus rohen Gemüsesorten (bspw Möhre, Pastinake, Kohlrabi, Zucchini, Kürbis, Süßkartoffel, Kartoffeln, auch: Brokkoliröschen, Blumenkohlröschen) oder Obstsorten Apfel, Birne u.v.m. fingerdicke, ca 8-10cm lange Stücke. Gare sie (dampfgaren oder in wenig Wasser dünsten) ohne Zusätze sehr weich. Fertig ist das Fingerfood. Vorraussetzung für diesen Selbstbedienungsteller ist immer: dein Baby muss selbständig sitzen können. Diese Sticks sind ein Erlebnis und zum Sattessen am Anfang nicht geeignet. Sie sind eine Bereicherung zur Mumi und führen zaghaft an feste Kost heran. Nur wenn sich dein Baby noch häufiger verschluckt (manche Babys neigen dazu) dann solltet ihr das Abenteuer besser aufschieben. Also dann ich wünsche euch schöne Ostern! Grüße B.Neumann


KathiundMax

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Vielen Dank! Ich schaue mir das mal an dann probiere ich es mal. ebenfalls Frohe Ostern!


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