Guten Tag Frau Sonntag,  ich würde gerne Ihre fachliche Einschätzung zu meiner aktuellen Blutungssituation hören, da ich momentan etwas verunsichert bin und gerne verstehen möchte, woher die wiederkehrenden Blutungen kommen könnten. Hier zunächst der zeitliche Verlauf: Am 17.08.2026 habe ich eine Depotspritze Decapeptyl 3,75 mg erhalten, um meinen Zyklus im Rahmen meiner Kinderwunschbehandlung zu unterdrücken bzw. zu steuern. Am 15.09.2026 fand mein ERA-Map statt. Nach dem Absetzen der dafür eingenommenen Medikamente bekam ich am 19.09.2026 eine Blutung. Dabei handelte es sich allerdings nicht um eine natürliche Menstruation, sondern um eine hormonell bedingte Abbruchblutung. Am 28.09.2026 erfolgte bei mir eine Konisation aufgrund eines auffälligen Befundes (CIN III in der Voruntersuchung). Die endgültige Histologie ergab CIN II (HSIL), welches vollständig im Gesunden entfernt werden konnte. Die Schnittränder waren frei. Nach der Konisation hatte ich ungefähr 14 Tage lang Blutungen bzw. Nachblutungen. Am 23.10.2026 bekam ich dann erneut sehr starke, periodenartige Blutungen. Mein Frauenarzt untersuchte mich daraufhin und ordnete diese als Menstruation ein. Die Konisationswunde sah bereits gut aus, war gut verheilt und blutete nicht nach. Anschließend war ich einige Tage komplett blutungsfrei. Am 31.10. war ich nach längerer Zeit erstmals wieder in der Badewanne baden. Seit dem 01.11. habe ich nun erneut periodenartige Blutungen, begleitet von Unterleibskrämpfen. Diese waren zunächst eher einseitig, mittlerweile betreffen sie den gesamten Unterbauch. Ich war deshalb bereits bei meinem Frauenarzt. Seine Einschätzung ist, dass die Konisationswunde gut verheilt ist und als Ursache der aktuellen Blutungen eher nicht infrage kommt. Er vermutet stattdessen eine hormonelle Ursache, möglicherweise im Zusammenhang mit der Decapeptyl-Depotspritze. Meine Kinderwunschklinik hat mir inzwischen empfohlen, wieder mit der Einnahme der Pille (Microgynon) zu beginnen, um den Zyklus zu regulieren und die Blutungen zu steuern. Da ich mittlerweile seit ungefähr drei Wochen immer wieder Blutungen mit zwischenzeitlichen Unterbrechungen habe, würde mich Ihre Einschätzung sehr interessieren. Meine Fragen wären: - Können solche wiederkehrenden, periodenartigen Blutungen noch Wochen nach einer Decapeptyl-Depotspritze auftreten? - Ist es möglich, dass mein Hormonhaushalt durch das Decapeptyl noch nicht wieder reguliert ist? Da ich mich aktuell auf einen weiteren Embryotransfer vorbereite, möchte ich natürlich gerne verstehen, was gerade in meinem Körper passiert und ob zunächst eine weitere Abklärung sinnvoll wäre. Ich würde mich sehr über Ihre fachliche Einschätzung und Ihre Meinung zu diesem Verlauf freuen. Vielen Dank im Voraus!