Frage im Expertenforum Kinderwunsch an Dr. med. Friedrich Gagsteiger:

Weitere Untersuchungen nach zwei biochemischen Schwangerschaften (IVF)

Frage: Weitere Untersuchungen nach zwei biochemischen Schwangerschaften (IVF)

Theres@

Beitrag melden

Sehr geehrter Herr Dr. Gasteiger, Kinderwunsch besteht seit Dezember 2021. Im August 2022 hatte ich eine Eileiterschwangerschaft auf natürlichem Wege (Verwachsungen wurde festgestellt). Mein natürlicher Zyklus dauert teilweise bis zu 70 Tage oder mehr, weshalb wir seit Oktober 2022 in Behandlung im Kinderwunschzentrum sind. Eine Eileiterdurchlässigkeitsprüfung wurde ebenfalls bereits durchgeführt, dabei wurde ein Eileiter entfernt. Wir haben bereits 6 GvnP Versuche (Stimulation, Ovitrelle) hinter uns sowie zwei Transfere im Rahmen einer IVF (davon 1 x Kryo). Beide Transfere endeten leider in biochemischen Schwangerschaften jeweils in der 5. Woche. Hormonstatus ist soweit unaufällig, lediglich die Gebärmutter baut sich nicht immer optimal auf (dreischichtig, aber max. 7 mm).  Unser Arzt rät uns, erstmal direkt mit einem Kryotransfer weiter zu machen, ohne vorab weitere Untersuchungen durchführen zu lassen. Mein Bauchgefühl sagt mir aber, da stimmt etwas nicht. Ggf. hat alles einen Zusammenhang? Der unregelmäßige Zyklus und die Verwachsungen aufgrund einer früheren Infektion die unendeckt blieb? Jetzt die frühen Abgänge da vllt. noch Bakterien in der Gebärmutter sind uns sie sich deshalb ggf. nicht optimal aufbaut und die Blastozyten kurz nach der Einnistung abstößt? Unser Arzt schaut leider sehr gerne auf Statistiken und die besagen leider, dass alles Pech sein kann... Welche Untersuchen würden Sie uns raten? Wären die o. g. Zusammehäng möglich? Viele Grüße und herzlichen Dank, Theresa


Dr. Friedrich Gagsteiger

Dr. Friedrich Gagsteiger

Beitrag melden

Es tut mir leid, dass Sie diese Erfahrung durchmachen. Auch wenn ich Ihnen einige allgemeine Informationen zu Ihrem Anliegen geben kann, bitte ich Sie doch, einen Facharzt oder eine Klinik, die auf Reproduktionsmedizin spezialisiert ist, für eine umfassende Beratung zu konsultieren. Verwachsungen im Beckenbereich könnten tatsächlich zu Problemen bei der Eileiterfunktion führen. Ob es einen direkten Zusammenhang mit den biochemischen Schwangerschaften und dem Aufbau der Gebärmutterschleimhaut gibt, wäre eine Frage, die ein Facharzt am besten beantworten könnte. Theoretisch könnten die Embryonen auch versucht haben, sich im Eileiter einzunisten.  Mögliche Bakterieninfektion: Es ist möglich, dass eine Infektion oder Entzündung die Gebärmutterschleimhaut beeinträchtigt haben könnte, aber dies müsste durch spezifische Tests und Untersuchungen festgestellt werden. Ein Abstrich oder eine Endometriumbiopsie könnte Aufschluss darüber geben, ob eine Infektion vorliegt. Weitere Untersuchungen:  Immunologische Tests: Manchmal können Immunprobleme eine Schwangerschaft verhindern oder zu wiederholten Fehlgeburten führen. Thrombophilie-Tests: Blutgerinnungsstörungen könnten auch zu Problemen führen. Hysteroskopie: Um die Gebärmutter auf Anomalien oder Verwachsungen zu untersuchen. Endometriumbiopsie: Um den Zustand der Gebärmutterschleimhaut zu überprüfen. Zweite Meinung einholen: Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr aktueller Arzt Ihre Bedenken nicht vollständig adressiert, wäre es vielleicht ratsam, eine zweite Meinung von einem anderen Facharzt für Reproduktionsmedizin einzuholen. Jede Situation ist einzigartig, und ein anderer Arzt könnte eine andere Herangehensweise vorschlagen.  


Bei individuellen Markenempfehlungen von Expert:Innen handelt es sich nicht um finanzierte Werbung, sondern ausschließlich um die jeweilige Empfehlung des Experten/der Expertin. Selbstverständlich stehen weitere Marken anderer Hersteller zur Auswahl.

Ähnliche Fragen

Sehr geehrter Herr Dr. Gagsteiger, nachdem Sie mir schon einige Male sehr weiterhelfen konnten, wende ich mich heute erneut mit einer Frage an Sie.  Meine Gynäkologin hat bei mir heute eine vermutlich hämorrhagische Zyste im rechten Eierstock entdeckt. Die Zyste ist ungefähr 4,8 x 4,3 cm groß und seit November leider nicht kleiner gewor ...

Sehr geehrter Herr Dr. Schmidt, ich bin 40 Jahre alt, AMH 0,3 mit diagnostizierter Endometriose. Antralfollikel meist zwischen 6-8. Meine Tochter ist vor 5 Jahren im 2. IVF-Versuch entstanden. Vor einem Jahr wurde ich natürlich schwanger, leider mit leerer Fruchthöhle. Nun hatte ich einen IVF-Versuch mit nur einem Follikel (mit Pergoveris 300) und ...

Hallo Herr Dr. Gagsteiger, mir haben Ihre Antworten bei anderen Beiträgen immer sehr weitergeholfen und nun habe ich selbst eine Frage. Bei mir wurde bei einer transvaginalen Hydrolaparaskopie Endometriose Grad II an den Beckenwänden und vermutlich auch an den Eileitern festgestellt. Da meine beiden Eileiter verschlossen sind, sind wir auf eine I ...

Hallo Herr Gagsteiger  ich hatte vor kurzem einen Transfer er war  leider negativ trotz mit einem guten Qualität. Der Ablauf war so ,pergoveris gespritzt 37.5 6 Tage lang danach Eisprung ausgelöst und nach Transfer utrogest genommen und ovitrell alle drei Tage drei Mal es war ohne Embryo glue diesmal will ich es mit Embryo glue probieren was würden ...

Sehr geehrter Herr Dr. Gagsteiger,  nach einer IVF mit einer Entnahme von 20 EZ und Auslösung mit Triptofam ist mein Zyklus zunächst nicht in Gang gekommen. Mein Zyklus war davor sehr regelmäßig (28-32) mit Eisprung und guten Hormonwerten.  Um den 25 ZT herum hieß es bei dem Ultraschall, es wäre ein Letifollikel plus ein weiterer kleinerer Follik ...

Guten Tag Frau Prof. Dr. Sonntag, nach einer ausgetragenen Schwangerschaft 2023 hatte ich nun 3 frühe Abgänge/biochemische SS in den letzten 9 Monaten.  Ich werde also schnell schwanger, das HCG stieg allerdings nie richtig an (max. 20-500). Diagnostik (Bauchspiegelung, Gebärmutterspiegelung mit Biopsie auf Plasma- und Killerzellen, Gerinnung, HO ...

Sehr geehrter Herr Dr. Dorn, bei mir steht demnächst der erste IVF-Zyklus an. Die Hashimoto-Diagnose habe ich erst vor acht Wochen bekommen, in der Zwischenzeit ist es gelungen, den TSH-Wert von 20,3 auf 1,86 zu senken (mit L-Thyroxin 100). Auf Anraten meines Hausarzts habe ich in der Zeit Jod vollkommen gemieden. Im Moment nehme ich nur Vitamin D ...

Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Sonntag, ich habe eine Frage zu meiner 2. IVF. Ich bin 44 und das ist meine 4. Schwangerschaft, die letzte auf natürlichem Weg lag im Jahr 2023. Am Mittwoch den 29.08. um 9:30 Uhr,  nach einer Stimulation mit Letrozol und Pergoveris, anschließend mit Ganiran und Ovitrell am Montag hatte ich eine Punktion. Es waren am A ...

Hallo, ich (27 Jahre alt) bin letztes Jahr im 1 Übungszyklus direkt schwanger geworden. Meine Zyklen waren zu dem Zeitpunkt relativ lange (zwischen 35 und 45 Tagen). Leider kam dann die Diagnose Windei und ich habe die Fehlgeburt dann mit Medikamenten eingeleitet. Seitdem klappt es leider nicht mehr. Sonst liegt bei mir noch Hashimoto vor und i ...

Guten Morgen, mein Ehemann (40) und ich (39) wünschen uns ein weiteres Kind. Wir haben bereits einen Sohn (10), der auf natürlichem Wege gezeugt wurde und beim ersten Versuch. Seit einigen Monaten versuchen wir nun, wieder schwanger zu werden, bisher jedoch ohne Erfolg (ich verwende Ovulationstests). Bei meiner Frauenärztin wurde am 5. Zyklustag ...