Frage im Expertenforum Kinderwunsch an Dr. med. Klaus Bühler:

Spermiogramm

Frage: Spermiogramm

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Hallo Dr. Bühler, wir wünschen uns seit drei Jahren ein zweites Kind. Ich (37) habe Endometriose und eine Gelbkörperschwäche. Mein Mann ließ ein Spermiogramm machen, das sehr gut war. Es lag allerdings ein bakterieller Befall mit mehreren Keimen vor (Klebsiella, Enterokokken etc.). Meine Frauenärztin hebt nun sehr auf diese Infektion des Spermas ab und sagt, dies sei die Hauptursache dafür, dass es so lange nicht geklappt habe. Ich habe aber gelesen, dass ein bakterieller Befall des Spermas vor allem dann ein Problem ist, wenn die Stoffwechelprodukte der Bakterien die Beweglichkeit der Spermien einschränken und für Verklebungen der Spermien sorgen. Da das Spermiogramm meines Mannes laut Urologe ausgezeichnet ist und keinerlei Einschränkungen vorliegen, möchte ich wissen, welche negative Rolle Bakterien noch spielen können. Hat es etwas mit der weiblichen Immunabwehr zu tun? Als wie gravierend schätzen Sie einen bakteriellen Befall ein? Der Urologe und ein weiterer befreundeter Frauenarzt sagten nämlich, ein bakterieller Befall sei nicht so entscheidend, auch wenn eine Behandlung nicht schaden könne. Mein Mann hat ein Antibiotikum genommen (eine Woche Cefachlor), muss man nun noch ein zweites Spermiogramm machen lassen zur Kontrolle? Danke für Ihre Antwort, Bea


Dr. Klaus Bühler

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Hallo Bea, haüfige Dinge sind häufig, seltene sind selten. Sicher kann eine Infektion die Spermafunktion beeinträchtigen. Hat sie aber wohl im Falle Ihres mannes nicht, sonst hätte der Urologe nicht dieses Ergebnis so gelobt. Werden vor lauter Wald keine Bäume gesehn?? Was ist mit Ihrer Endometriose???? Was iat mit Ihre gelbkörperschwäche??? Welche Behandlungen wurden durchgeführt, um die Aktivität der Endometriose abzuschwäche, damit ein für die EZ-Reifung besseres Milieu entsteht? Wie ist die Eileiter-Funktion?? Diese ist häufig bei Endometriose aus verschiedensten Gründen eingeschränkt: Verwachsungen und Verklebungen; Muskelschicht zu schwach entwickelt (siehe unter www.endometriose.de). Wie wurde versucht, die Eierstockfunktion zu verbessern?? Sie sehne, es verbleibt einiges zu tun. Gute Nacht KB


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Hallo Dr. Bühler, vielen Dank für Ihre Antwort. Klar will meine Frauenärztin auch die Gelbkörperschwäche und die Endometriose angehen, aber sie macht ein einwandfreies Spermiogramm meines Mannes zur Voraussetzung dafür. Sie sagt, erst müsse der Mann als Ursache ausgeschaltet sein, bevor sie eisprung-optimierende Mittel gibt oder mit mir über eine Bauchspiegelung nachdenkt. Ich möchte gern wissen, ob tatsächlich - auch bei optimalem Spermiogramm - eine Mischinfektion die Fruchtbarkeit beeinträchtigen kann. Vor allem, ob wirklich die weibliche Immunabwehr auf das infizierte Sperma reagiert. Habe davon noch nicht gehört und wollte Ihre Expertenmeinung dazu hören. (Ich finde es auch übertrieben, dass meine Ärztin die Infektion als so schwerwiegend bewertet, aber ich bin ja nur Laie.) Weil meine Ärztin seit drei Jahren mehr oder weniger untätig ist in Bezug auf meinen Kinderwunsch (und ich bin wie gesagt schon 37), habe ich sie jetzt überredet, mir eine Überweisung in eine Kiwu-Praxis zu geben. Habe Anfang Dezember einen Termin dort. Das mit dem infizierten Sperma interessiert mich aber trotzdem. Viele Grüße, Bea


Dr. Klaus Bühler

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Liebe BEA, messen Sie bitte dieserInfektion nicht zuviel Bedeutung zu. Ihr Mann hat keine Beschwerden, das Spermiogramm zeigt keine Infektions-bewirkte Einschränkungen; es handelt sich lediglich um einen Laborbefund aber um nichts krankhaftes. Deshalb gibt es auch nichts Immunologisches zu reagieren. Schauen Sie jetzt bitte, daß Ihre Einschränkung der Fruchtbarkeit jetzt endlich sinnvoll und zielstrebig angegangen wird. Je mehr sich dies noch weiter verzögert, desto geringer werden Ihre Chancen werden, nur allein wegen des Alterfaktor. Es ist bald 5 vor 12!!! Viel Glück, alles Gute KB


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