Lieber Herr Dr. Grewe,  wir wünschen uns ein zweites Kind und ich stille unser erstes Kind (19 Monate alt) noch mehrmals tagsüber und nachts.  Es isst wenig und das Stillen ist tatsächlich noch die Haupt-Nahrungsquelle.  Nach einem Gespräch mit meiner Frauenärztin bin ich sehr verunsichert, da sie sagte, ich sollte abstillen, um dem Ungeborenen einen gesunden Start zu ermöglichen.  Würde ich das nicht und weiter stillen, so wäre die Befruchtung sehr schwierig (weil ich ja auch bereits ü35 bin) bzw. problematisch, dass sich die Eizelle überhaupt einnisten kann.  Zudem würde die Entwicklung der Plazenta (bei welcher lt. ihrer Aussage in den ersten 12 Wochen der Grundstein für die gesamte Schwangerschaft gelegt wird) sehr darunter leiden, was irreparabel sei (auch wenn ich dann während der Schwangerschaft abstillen würde) und dass es ggf. dazu führen wird, dass das Baby dann als Frühchen geholt werden muss, weil die Plazenta keine ausreichende Versorgung gewährleistet.  Ich fühle mich ehrlich gesagt noch nicht bereit unser Kind abzustillen und würde uns beiden dazu gern noch mehr Zeit geben. Da ich aber ja keine 25 mehr bin, wollen wir mit einem weiteren Kind auch nicht mehr warten.  Natürlich möchte ich aber kein gesundheitliches Risiko für unser zweites Kind eingehen, sofern die Befruchtung überhaupt klappt, solange ich noch stille.  Wie schätzen Sie die Situation ein?  Ist es wirklich so unwahrscheinlich schwanger zu werden (ich habe meine Periode bereits seit ein paar Monaten wieder regelmäßig und nehme auch die Anzeichen (Zervixschleim) des Eisprungs wahr)?  Wäre es tatsächlich solch ein gesundheitliches Risiko für das Ungeborene und so schädlich für die Entwicklung der Plazenta?  Vielen Dank vorab für Ihre Antwort.