Frage im Expertenforum Kinderwunsch an Dr. med. Ute Czeromin:

Spermienabgabe bei IVF-Behandlung - EILT!

Frage: Spermienabgabe bei IVF-Behandlung - EILT!

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Sehr geehrte Frau Dr. Czeromin, nach 2 erfolglosen IVF-Versuchen und einem Kryo-Transfer (im November 2003), bei dem ich schwanger wurde, jedoch in der 7. SSW eine Fehlgeburt hatte (Embryo hat keine Herztöne gezeigt, sich nicht weiter entwickelt), führen wir momentan einen 3. IVF-Versuch in unserem KIWU-Zentrum durch. Nun haben wir folgendes Problem: Die Punktion soll am 16.01.04 um 12.30 Uhr stattfinden, so dass auch mein Mann dort anwesend sein soll. Aus wichtigen beruflichen Gründen bat ich darum, dass mein Mann bereits morgens um 7.00 Uhr die Spermien abgibt, da er an dem Tag nicht frei machen kann und sonst erhebliche Probleme mit seinem Arbeitgeber bekommt. Man sagte mir daraufhin lapidar, dass wir dann davon ausgehen müssen, dass der Erfolg der Behandlung beeinträchtigt wäre, wenn die Spermienabgabe nicht etwa zeitgleich mit der Entnahme der Eizellen stattfindet. Wievel geringer die Erfolgsaussicht ist, wollte man mir nicht sagen. Ich müsse dies selbst entscheiden. Was ich nicht verstehe und was man mir nicht beantworten wollte: Die Lebensdauer der Spermien ist doch bekanntlich 2 - 3 Tage. Wo kann das Problem liegen, wenn die Spermienabgabe also ca. 5,5 Stunden vor der Punktion stattfindet? Bitte beantworten Sie meine Frage schnell wegen der Dringlichkeit. Ein weitere Frage noch, die mein KIWU-Zentrum auch nicht beantwortet hat. Ich habe während der ersten IVF-Versuche Menogon zur Eizellreifung erhalten. In diesem Zyklus nehme ich Puregon. Sind diese Medikamente gegeneinander austauschbar oder welche Vorteile hat welches Mittel? Sonst habe ich auch zur Eisprungunterdrückung Synarela Nasenspray eingenommen, diesmal spritze ich Decapeptyl. Komischerweise sollte ich in den letzten Tagen kein Decapeptyl mehr spritzen. Verstehe ich ebenfalls nicht, da doch gerade in den letzten Tagen vor Auslösung des Eisprungs durch Predalon ein vorzeitiger Eisprung vermieden werden musste. Ich weiß, eine Menge Fragen, aber leider ist die Information durch mein KIWU-Zentrum sehr gering. Vielen Dank für Ihre Antwort. Ursula


Dr. Ute Czeromin

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Liebe Ursula - Sie haben auf jede Frage eine Antwort verdient - am besten in Ihrem KiWu-Zentrum, denn die kennen auch die Befunde und ihre Gründe, ein Therapieregime zu ändern. Ob man die Spermaabgabe so viel früher als die Punktion organisieren kann, ist abhängig von den Spermiogrammvorbefunden. Bei Überdurchschnittlich guter Spermienanzahl und -motilität würden 5,5 Stunden nichts ausmachen, nur wir empfehlen unseren Patientinnen auch immer eine ca. zeitgleiche Spermien- und Eizellgewinnung, um die Bedingungen möglichst optimal zu gestalten. Synarela und Decapeptyl gehören zu der gleichen Substanzgruppe und sind austauschbar. Menogon (HMG) und Puregon (reines FSH) bewirken am Ovar beide eine Förderung der Eizellreifung, die Entscheidung ob das eine oder das andere Präparat ist abhängig vom Hormonstatus, manchnmal auch im Verlauf zum Beeinflussen der Eizellqualität... manchmal ist es auch der Versuch, im nächsten Zyklus etas anderes zu versuchen, da Sie ja in den vergangenen Zyklen nicht schwanger geworden sind. Nach dem Grund des Präparatewechsels müssen Sie wirklich Ihre behandelnden Ärzte fragen. Alles Gute! MFG Ute Czeromin


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Hallo, Frau Dr. Czeromin, vielen Dank für die schnelle Beantwortung meiner Fragen. Hat mir auf jeden Fall weitergeholfen. Gruß Ursula


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