Frage im Expertenforum Kinderwunsch an Dr. med. Friedrich Gagsteiger:

Ratschlag

Frage: Ratschlag

Johanna_B

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Sehr geehrter Herr Dr. Gagsteiger, Sie haben mir schon mehrmals sehr geholfen. Ich brauche nun wieder Ihren wertvollen Rat. Bei mir ist ein Kryotransfer im natürlichen Zyklus geplant.  Kurz vor Weihnachten hatte ich eine Coronainfektion, der sich unmittelbar anschließende Zyklus war zwar ovulatorisch, aber 7 Wochen lang (normale Länge davor 27-31 Tage, stets ovulatorisch). Der Zyklus danach (Beginn 5.2.) hatte eine Länge von 28 Tagen und war ovulatorisch. Mitte Februar hatte ich (wahrscheinlich, meine Familie wurde positiv getestet und heftig krank - mein einziges Symptom war ein leichter Schnupfen) Influenza A. Ende März hatten wir erneut eine Atemwegsinfektion, die sich bei mir ausschließlich in sehr unangenehmen Gliederschmerzen äußerte. Heute bin ich an ZT 45 (letzte Periode 5.3.) ohne dass es auch nur Anzeichen einer nahenden Ovulation geben würde (normalerweise habe ich 5-7 Tage vorher deutlichen Zervixschleim). So etwas kam noch nie vor. Was würden Sie mir in dieser Situation raten? Wäre es sinnvoll, den Zyklus medikamentös anzustoßen oder abzubrechen, also eine Blutung auszulösen?  Herzliche Grüße und einen schönen Sonntag, Johanna


Dr. Friedrich Gagsteiger

Dr. Friedrich Gagsteiger

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Guten Tag Johanna, vielen Dank für Ihre sehr genaue Schilderung. Gerade wenn die Zyklen sonst zuverlässig und ovulatorisch sind, verunsichert es natürlich besonders, wenn plötzlich ein so langer und ungewohnter Verlauf auftritt. Nach mehreren Infekten in kurzer Folge kann es tatsächlich vorkommen, dass die hormonelle Abstimmung des Zyklus vorübergehend aus dem Gleichgewicht gerät. Das muss nicht bedeuten, dass grundsätzlich etwas Ernstes dahintersteckt, sollte in Ihrer Situation aber dennoch sorgfältig eingeordnet werden. Wichtig ist bei einem geplanten Kryotransfer im natürlichen Zyklus aus unserer Sicht: Es geht nicht nur darum, dass „irgendwann noch ein Eisprung“ stattfindet. Für einen wirklich guten Transfer brauchen wir einen Zyklus, in dem die Follikelreifung sauber verläuft, die Östrogenwerte ausreichend ansteigen, der Eisprung stimmig erfolgt und sich danach auch eine gute, stabile Lutealphase entwickelt. Denn genau in diese Phase hinein wird der eingefrorene Embryo zurückgegeben. Nur ein Eisprung allein genügt deshalb nicht — wir möchten eine insgesamt gute hormonelle Ausgangslage, damit der Embryo die bestmöglichen Bedingungen vorfindet. Gerade weil es sich um einen kostbaren Embryo handelt, würde ich Ihnen raten, sich jetzt noch einmal an die Spezialistinnen und Spezialisten Ihres Kinderwunschzentrums zu wenden. Dort kann sehr differenziert geschaut werden, ob dieser Zyklus noch die nötige Qualität für einen natürlichen Transfer hat oder ob es sinnvoller ist, zunächst eine Blutung auszulösen und dann unter klareren, besser planbaren Bedingungen neu zu beginnen. Sinnvoll ist in einer solchen Situation in der Regel eine genaue Kontrolle mit Ultraschall und gegebenenfalls auch einer Hormoneinschätzung, damit man nicht nur fragt, ob noch ein Eisprung kommt, sondern ob wirklich alles optimal für einen Transfer vorbereitet ist. Mein Gefühl wäre hier eher: Nicht einfach nur weiter abwarten, sondern den Zyklus jetzt gut prüfen lassen. Wenn sich zeigt, dass die hormonelle Entwicklung nicht mehr stimmig verläuft, kann es sehr vernünftig sein, den Zyklus geordnet zu beenden und im nächsten, besser vorbereiteten Zyklus neu anzusetzen. Ich hoffe sehr, dass sich das Ganze bei Ihnen nur als vorübergehende Folge der letzten Infekte herausstellt und sich rasch wieder ein guter, verlässlicher Zyklus einstellen lässt. Mit herzlichen Grüßen Dr. Friedrich Gagsteiger


Johanna_B

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Vielen herzlichen Dank für Ihre schnelle und ausführliche Antwort! Diesen aktuellen, überlangen Zyklus möchte ich für mein Eisbärchen nicht nutzen. Das ist mir zu riskant. Ich überlege lediglich, wie ich am besten dorthin komme, dass ich wieder starten kann. Welche Möglichkeiten gibt es, den aktuellen Zyklus medikamentös mit einer Blutung zu beenden? Welche würden Sie empfehlen? Würden Sie überhaupt dazu raten, medikamentös einzugreifen? Und falls ja, wann würden Sie handeln, also wie lange würden Sie mit einem Abbruch des aktuellen Zyklus noch zuwarten? Ich habe auch ein wenig Sorge, dass ein medikamentöser Eingriff den Zyklus (zusätzlich) durcheinanderbringen könnte. Und für den Fall, dass der Zyklus dann wieder anläuft, kann ich dann gleich den ersten nutzen oder sollte zuerst die Stabilität des Zyklus und die Stimmigkeit der Werte abgewartet bzw. geprüft werden? Nochmals ganz herzliche Grüße, Johanna


Dr. Friedrich Gagsteiger

Dr. Friedrich Gagsteiger

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Liebe Johanna, vielen Dank für Ihre klugen und vorsichtigen Überlegungen. Ich kann sehr gut verstehen, dass Sie diesen überlangen Zyklus nicht für Ihr Eisbärchen nutzen möchten. Gerade bei einem kostbaren eingefrorenen Embryo sollte man nur dann starten, wenn die Bedingungen wirklich gut und verlässlich erscheinen. Welche Möglichkeiten es gibt, einen solchen Zyklus medikamentös zu beenden, ob man überhaupt eingreifen sollte und zu welchem Zeitpunkt, lässt sich online leider nicht seriös pauschal beantworten. Das hängt ganz wesentlich davon ab, was hinter dieser Zyklusstörung steckt. Es macht einen großen Unterschied, ob dies noch eine Folge der zurückliegenden Erkrankungen ist oder ob andere Ursachen mitverantwortlich sind. Auch die Frage, ob man den ersten folgenden Zyklus gleich wieder nutzen kann, muss individuell entschieden werden. Entscheidend ist nicht nur, dass wieder eine Blutung oder ein Eisprung auftritt, sondern dass die gesamte Zyklusqualität wieder stimmt – mit guter Follikelreifung, passenden Hormonwerten und einer stabilen Lutealphase.Deshalb würde ich Ihnen sehr empfehlen, dies jetzt ausführlich mit den Spezialisten Ihres Kinderwunschzentrums zu besprechen und dort sorgfältig prüfen zu lassen, welcher Weg für Sie der beste ist. Hier online kann ich Ihnen nur ehrlich sagen: "Es kommt darauf an." Herzliche Grüße


Dr. Friedrich Gagsteiger

Dr. Friedrich Gagsteiger

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Liebe Johanna, vielen Dank für Ihre klugen und vorsichtigen Überlegungen. Ich kann sehr gut verstehen, dass Sie diesen überlangen Zyklus nicht für Ihr Eisbärchen nutzen möchten. Gerade bei einem kostbaren eingefrorenen Embryo sollte man nur dann starten, wenn die Bedingungen wirklich gut und verlässlich erscheinen. Welche Möglichkeiten es gibt, einen solchen Zyklus medikamentös zu beenden, ob man überhaupt eingreifen sollte und zu welchem Zeitpunkt, lässt sich online leider nicht seriös pauschal beantworten. Das hängt ganz wesentlich davon ab, was hinter dieser Zyklusstörung steckt. Es macht einen großen Unterschied, ob dies noch eine Folge der zurückliegenden Erkrankungen ist oder ob andere Ursachen mitverantwortlich sind. Auch die Frage, ob man den ersten folgenden Zyklus gleich wieder nutzen kann, muss individuell entschieden werden. Entscheidend ist nicht nur, dass wieder eine Blutung oder ein Eisprung auftritt, sondern dass die gesamte Zyklusqualität wieder stimmt – mit guter Follikelreifung, passenden Hormonwerten und einer stabilen Lutealphase.Deshalb würde ich Ihnen sehr empfehlen, dies jetzt ausführlich mit den Spezialisten Ihres Kinderwunschzentrums zu besprechen und dort sorgfältig prüfen zu lassen, welcher Weg für Sie der beste ist. Hier online kann ich Ihnen nur ehrlich sagen: "Es kommt darauf an." Herzliche Grüße


Dr. Friedrich Gagsteiger

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Liebe Johanna, vielen Dank für Ihre klugen und vorsichtigen Überlegungen. Ich kann sehr gut verstehen, dass Sie diesen überlangen Zyklus nicht für Ihr Eisbärchen nutzen möchten. Gerade bei einem kostbaren eingefrorenen Embryo sollte man nur dann starten, wenn die Bedingungen wirklich gut und verlässlich erscheinen. Welche Möglichkeiten es gibt, einen solchen Zyklus medikamentös zu beenden, ob man überhaupt eingreifen sollte und zu welchem Zeitpunkt, lässt sich online leider nicht seriös pauschal beantworten. Das hängt ganz wesentlich davon ab, was hinter dieser Zyklusstörung steckt. Es macht einen großen Unterschied, ob dies noch eine Folge der zurückliegenden Erkrankungen ist oder ob andere Ursachen mitverantwortlich sind. Auch die Frage, ob man den ersten folgenden Zyklus gleich wieder nutzen kann, muss individuell entschieden werden. Entscheidend ist nicht nur, dass wieder eine Blutung oder ein Eisprung auftritt, sondern dass die gesamte Zyklusqualität wieder stimmt – mit guter Follikelreifung, passenden Hormonwerten und einer stabilen Lutealphase.Deshalb würde ich Ihnen sehr empfehlen, dies jetzt ausführlich mit den Spezialisten Ihres Kinderwunschzentrums zu besprechen und dort sorgfältig prüfen zu lassen, welcher Weg für Sie der beste ist. Hier online kann ich Ihnen nur ehrlich sagen: "Es kommt darauf an." Herzliche Grüße


Dr. Friedrich Gagsteiger

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Liebe Johanna, vielen Dank für Ihre klugen und vorsichtigen Überlegungen. Ich kann sehr gut verstehen, dass Sie diesen überlangen Zyklus nicht für Ihr Eisbärchen nutzen möchten. Gerade bei einem kostbaren eingefrorenen Embryo sollte man nur dann starten, wenn die Bedingungen wirklich gut und verlässlich erscheinen. Welche Möglichkeiten es gibt, einen solchen Zyklus medikamentös zu beenden, ob man überhaupt eingreifen sollte und zu welchem Zeitpunkt, lässt sich online leider nicht seriös pauschal beantworten. Das hängt ganz wesentlich davon ab, was hinter dieser Zyklusstörung steckt. Es macht einen großen Unterschied, ob dies noch eine Folge der zurückliegenden Erkrankungen ist oder ob andere Ursachen mitverantwortlich sind. Auch die Frage, ob man den ersten folgenden Zyklus gleich wieder nutzen kann, muss individuell entschieden werden. Entscheidend ist nicht nur, dass wieder eine Blutung oder ein Eisprung auftritt, sondern dass die gesamte Zyklusqualität wieder stimmt – mit guter Follikelreifung, passenden Hormonwerten und einer stabilen Lutealphase.Deshalb würde ich Ihnen sehr empfehlen, dies jetzt ausführlich mit den Spezialisten Ihres Kinderwunschzentrums zu besprechen und dort sorgfältig prüfen zu lassen, welcher Weg für Sie der beste ist. Hier online kann ich Ihnen nur ehrlich sagen: "Es kommt darauf an." Herzliche Grüße


Johanna_B

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Novhmals ganz herzlichen Dank für Ihren Rat! Ich werde mich gleich morgen um einen Termin mit meinem Arzt kümmern. Zur Vorbereitung auf das Gespräch würde ich Sie noch gerne folgendes fragen: Wäre es aus Ihrer Sicht auch eine denkbare Lösung, dass ich jetzt 14 Tage lang die Pille nehme, um eine Blutung auszulösen und dann mit einem künstlichen Zyklus zu starten? Gibt es hier Bedenken? Wenn ja, welche? Abschliessend habe ich noch eine grundsätzliche Frage. Wenn Sie Patientinnen im künstlichen Zyklus behandeln – empfehlen Sie vor dem ersten künstlichen Zyklus einen sog. "Probezyklus"? Ganz herzliche Grüße, Johanna


Dr. Friedrich Gagsteiger

Dr. Friedrich Gagsteiger

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Liebe Johanna, auch das wäre grundsätzlich eine denkbare Möglichkeit: Eine vorübergehende Pilleneinnahme über etwa 14 Tage kann genutzt werden, um eine Blutung auszulösen und anschließend in einen künstlichen Zyklus zu starten. Ob es in Ihrer konkreten Situation wirklich sinnvoll ist, lässt sich aber online leider nicht sicher beurteilen, weil man dafür den aktuellen Befund, die Ursache der Zyklusstörung und auch mögliche Gegenanzeigen gegen die Pille kennen muss. Ein möglicher Nachteil wäre, dass man einen ohnehin schon irritierten Zyklus nochmals hormonell überlagert. Man muss daher gut abwägen, ob man den Zyklus jetzt gezielt steuern möchte oder ob zunächst noch einmal genau geschaut werden sollte, wie die Ausgangslage aktuell ist. Einen sogenannten Probezyklus vor dem ersten künstlichen Zyklus empfehle ich nicht grundsätzlich jeder Patientin. In bestimmten Situationen kann er aber sinnvoll sein, vor allem wenn der Zyklusverlauf unklar war oder man erst sehen möchte, wie Schleimhautaufbau und hormonelle Steuerung unter der Behandlung tatsächlich aussehen. Am wichtigsten ist aus meiner Sicht, dass Ihre Spezialisten im Kinderwunschzentrum jetzt ganz individuell mit Ihnen besprechen, welcher Weg für Sie und Ihren kostbaren Embryo wirklich die beste und sicherste Vorbereitung darstellt. Ganz herzliche Grüße


Johanna_B

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Vielen herzlichen Dank, Ihre eingehenden Ausführungen helfen mir sehr! Zwei Hormonwerte habe ich eben telefonisch mitgeteilt bekommen (von Freitag, ZT 44). E2 5,5 ng/l Prog 0,26 ug/l Erlauben diese eine erste Einschätzung bzw. Eingrenzung möglicher Ursachen? Nach welchen weiteren Werten bzw. Untersuchungen sollte ich fragen? Welche würden Sie einer Patientin in meiner Situation empfehlen?  Ganz herzliche Grüße, Johanna


Dr. Friedrich Gagsteiger

Dr. Friedrich Gagsteiger

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Sehr geehrte Frau Johanna, diese Hormonwerte an Zyklustag 44 geben durchaus einen ersten wichtigen Hinweis. Besonders dann, wenn Sie älter als 35 Jahre sind, muss man bei einer solchen Konstellation auch an eine nachlassende Eierstockfunktion beziehungsweise an eine ovarielle Erschöpfung denken. Solch niedrige Werte sieht man normalerweise eher zu Beginn eines Zyklus oder am Zyklusende, kurz bevor eine Blutung einsetzt. Sollte auch mehr als eine Woche nach der Blutentnahme noch keine Blutung eingetreten sein, würde das den Verdacht verstärken, dass die hormonelle Aktivität der Eierstöcke im Moment deutlich reduziert ist. Gerade deshalb würde ich Ihnen empfehlen, sich nun in einem spezialisierten Kinderwunschzentrum genauer untersuchen zu lassen. Wichtig wäre vor allem, den FSH-Wert ergänzend zu bestimmen. Falls bei Ihnen bereits ein AMH-Wert vorliegt, wäre auch dieser für die weitere Einschätzung sehr hilfreich. Beide Werte können helfen, die Situation besser einzuordnen und die nächsten Schritte sinnvoll zu planen. Herzliche Grüße Dr. Friedrich Gagsteiger BestFertility


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