Johanna_B
Sehr geehrter Herr Dr. Gagsteiger, ich war heute nach 10,5 Tagen aufsteigender Dosis Estramon zur Vorbereitung eines Kryotransfers im kübstlichen Zyklus beim Ultraschall. Transabdominal ist das Endometrium schön durchgängig dreilagig darstellbar, sowohl im Längs- als auch im Querschnitt. Das Endometrium ist hier auch schön transparent. Im transvaginalen Ultraschall im Längsschnitt ist bei heute schlechten Ultraschallbedingungen lediglich in der Bewegung eine Dreilagigkeit zu erkennen, das Endometrium wirkt transvaginal verwaschen. Im Querschnitt ist transvaginal die Dreilagigkeit zu erkennen. Bei der vorherigen Kontrolle am 28.7. war - bei guten Ultraschallbedingungen - die Dreilagigkeit auch im Längsschnitt (noch?) als feine Linie auch ohne Bewegung durchgängig darstellbar. Die Höhe beträgt heute 14 mm. Ich weiß, dass es nicht einfach ist, mir nur anhand der Beschreibung ohne eigene Untersuchung einen Rat zu geben. Dennoch wäre dieser von sehr großem Wert für mich, da letztendlich die Entscheidung, ob ich so einen Transfer durchführen lassen möchte, mir überlassen wird. Was würden Sie mir raten? Ganz herzliche Grüße, Johanna
Vielen Dank für Ihre sehr genaue Schilderung. Auch wenn eine Beurteilung aus der Ferne natürlich ihre Grenzen hat, empfinde ich Ihren heutigen Befund insgesamt als erfreulich. Mit 14 mm Schleimhautdicke ist das Endometrium sehr gut aufgebaut. Besonders wichtig finde ich, dass sich die Dreilagigkeit transabdominal sowohl im Längs- als auch im Querschnitt schön darstellen lässt und auch transvaginal im Querschnitt erkennbar ist. Dass sie im transvaginalen Längsschnitt heute nur in der Bewegung sichtbar war, würde ich bei den von Ihnen beschriebenen schlechten Schallbedingungen nicht überbewerten. Zudem kann eine dickere Schleimhaut insgesamt etwas homogener erscheinen. Aus meiner Sicht spricht die Gesamtheit der Befunde nicht gegen einen Kryotransfer. Natürlich wäre eine durchgehend perfekt sichtbare Dreilagigkeit im transvaginalen Längsschnitt der Idealbefund, aber dieser einzelne Aspekt sollte nicht isoliert betrachtet werden. Entscheidend ist immer das Gesamtbild – und das erscheint mir nach Ihrer Beschreibung durchaus günstig. Ich wünsche Ihnen von Herzen, dass dieser Transfer der entscheidende Schritt zu einer erfolgreichen Schwangerschaft wird. Mit den besten Grüßen Ihr Dr. med. Friedrich Gagsteiger