Hallo zusammen, ich bin 26 Jahre alt und hoffe, dass vielleicht jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat oder mir einen Rat geben kann. 2022 hatte ich meine erste Fehlgeburt in der 7. Schwangerschaftswoche. Die Schwangerschaft war ungeplant, da meine Kupferspirale nicht mehr gewirkt hat. Damals wusste ich zunächst nicht, dass ich schwanger war, und habe in dieser Zeit auch Alkohol getrunken. Meine Frauenärztin meinte damals, dass das vermutlich die Ursache gewesen sei. Mein Partner und ich versuchen jetzt seit drei Monaten aktiv, schwanger zu werden. Im ersten Zyklus hat es nicht geklappt. Im zweiten Zyklus wurde ich schwanger, hatte aber leider vor vier Wochen erneut eine Fehlgeburt – diesmal bereits in der 5. Schwangerschaftswoche. Gestern war ich bei meiner Frauenärztin. Im Ultraschall war alles unauffällig. Sie meinte nur, dass die Gebärmutterschleimhaut leicht verdickt sei. Sie hat mir eine Überweisung zur Gerinnungsdiagnostik gegeben und empfohlen, meine Schilddrüsenwerte kontrollieren zu lassen. Den Termin für die Schilddrüse habe ich nächste Woche. Bei der Gerinnungsdiagnostik habe ich allerdings erst im September einen Termin bekommen, weil sich die Blutwerte nach der Fehlgeburt wohl erst wieder normalisieren sollen. Ich rauche nicht und trinke keinen Alkohol. Mein Partner konsumiert regelmäßig Marihuana, hat aber bereits ein gesundes Kind aus einer früheren Beziehung. Ich habe außerdem Zöliakie und ernähre mich seit knapp acht Monaten strikt glutenfrei. Bei der Magenspiegelung und den Kontrollen beim Gastroenterologen war alles in Ordnung. Mein Zyklus ist regelmäßig und beträgt etwa 32 Tage. Zusätzlich habe ich schon länger mit einigen Beschwerden zu kämpfen: Ich habe häufig tiefe, schmerzhafte Pickel, tägliche Panikattacken und Angstzustände, einen sehr stressigen Job, Herzklopfen, bin oft müde und schlapp und hatte letzte Woche sogar an zwei Tagen hintereinander Migräne. Deshalb lasse ich jetzt auch meine Schilddrüsenwerte untersuchen. Schwangerschaftsvitamine mit Folsäure nehme ich bereits. Was mich im Moment am meisten beschäftigt: Ich bin heute etwa 10 Tage nach dem Eisprung. Wir haben nach der Fehlgeburt direkt wieder angefangen zu versuchen, schwanger zu werden. Der Test ist bisher noch negativ, obwohl ich einige Symptome habe. Letztes Mal hatte ich allerdings schon an 9 Tagen nach dem Eisprung einen positiven Test. Deshalb weiß ich nicht, ob ich die Hoffnung schon aufgeben soll. Ich habe außerdem das Gefühl, dass meine Frauenärztin mich nicht richtig ernst nimmt. Als ich gefragt habe, was ich machen soll, wenn ich vor dem Termin im September wieder schwanger werde, meinte sie nur: „Dann ist das eben so, einfach abwarten und weitermachen.“ Das verunsichert mich sehr. Ich frage mich: Ist es wirklich richtig, einfach abzuwarten? Würdet ihr bei einem positiven Test sofort die Frauenärztin oder die Gerinnungsambulanz kontaktieren? Wird man mit einer frischen Schwangerschaft bei der Gerinnungsdiagnostik eventuell früher drangenommen? Hat jemand nach zwei frühen Fehlgeburten eine Ursache gefunden oder in der nächsten Schwangerschaft vorsorglich Medikamente wie Progesteron oder Heparin bekommen? Ich freue mich über jede Erfahrung oder jeden Rat. Vielen Dank fürs Lesen. ❤️