Mitglied inaktiv
Hallo Frau Dr. Czeromin, ich hoffe, sie können mir ein paar Fragen beantworten. Mein Mann und ich wünschen uns ein Baby. Nach 10-jähriger Pilleneinnahme versuchen wir nun seit 10 Übungszyklen unserem Kinderwunsch nachzukommen, aber es will einfach nicht klappen. Meine Regel hatte mit Pille einen Rhythmus von 28 Tagen. Nach Absetzen schwankt dieser nun zwischen 28 und 34 Tagen. Wenn die Blutung dann einsetzt, dauert sie ca. 4 Tage. Kann man hier noch von einem regelmäßigen Zyklus sprechen? Meine Frauenärztin sieht noch keinen Handlungsbedarf, weitere Untersuchungen vorzunehmen. Bei den Routineuntersuchungen haben sich keine Auffälligkeiten gezeigt und sie meint, ich solle geduldig sein und nicht vergessen, dass ich immerhin gute 10 Jahre die Pille genommen habe. Da sei sowas normal. Ich gebe ja zu, dass sich meine Gedanken sehr um den starken Kinderwunsch kreisen, aber ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es nur an der "Psyche" liegen kann, dass ich nicht schwanger werde. Durch die Unregelmäßigkeiten im Zyklus, also mal 28 Tage, mal 30, mal 33 Tage, weiß ich auch nicht, wie ich den Eisprung bestimmen soll?! Was kann ich tun, dass sich dieser einpegelt? Meine letzte Regel war vom 29.1. bis 1.2. und eigentlich wäre jetzt die Zeit, aber nichts. Ich habe heute morgen einen SS-Test gemacht, der 'negativ' anzeigte. Das heißt, es sind - bis jetzt - schon wieder 33 Tage, während es im letzten Zyklus nur 29 Tage waren. Ich verstehe das einfach nicht. Ich bin schon am überlegen, ob ich nicht mal zu einem anderen Frauenarzt gehen soll, aber ich weiß nicht wohin, denn das ist bei mir immer eine große Vertrauenssache. Ich möchte schließlich endlich eine ordentliche Auskunft bzw. Hilfe haben und nicht wieder an den "Falschen" geraten, der einfach noch keinen Handlungsbedarf sieht... Ich wohne in München. Können Sie mir da vielleicht jemanden empfehlen? Sehen Sie überhaupt schon Handlungsbedarf? Wenn ja, was empfehlen Sie mir? Vielen lieben Dank für Ihre Hilfe. Eine Verzweifelte...
Liebe Sandra, wenn Sie jünger sind als 35 Jahre gibt es wirklich KEINEN Grund vor Ablauf eines Jahres ohne spontanen SS-Eintritt aufwändige Diagnostik zu betreiben. Ihre Zykluslänge fände auch ich nicht besorgniserregend. Zur eigenen Zyklusbeobachtung eignen sich Methoden der "natürlichen familienplanung" mittels Basaltemperaturkurve, Beobachtung des Cervixschleims, Einsatz eines Zykluscomputers wie Persona oder CycloPlan. Wenn Sie über 35 Jahre alt sein sollten, fände ich eine sinnvolle Basisdiagnostik empfehlenswert nach zwölf Monaten ungeschütztem GV - wenn Ihre Ärztin diese Einschätzung nicht teilt, bitten Sie sie um eine Ünberweisung in ein KiWu-Zentrum. Adressen finden Sie unter www.repromed.de. Alles Gute! Ute Czeromin
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