Mitglied inaktiv
Hallo, ich habe leider gleich mehrere Fragen, weil ich bald einen Frauenarzttermin habe und mich ein bißchen vorbereiten möchte. Ich habe nun gerade den 3. erfolglosen Zyklus mit Clomifen (5.-9.Tag) hinter mir. Außerdem nehme ich ab dem 3. Tag täglich 2 Ovestin und bekomme, wenn der Folikel ca. 21 mm groß ist und der Östradiol Wert über 300 liegt, 10.000 Einheiten Predalon. Zusätzlich nehme ich nach dem Eisprung für 14 Tage Utrogest, da ich - wie auch schon in der 1. Schwangerschaft - einen Gelbkörperhormonmangel habe. Im September und Januar hatte ich eine Fehlgeburt in der 5. bzw. 6. Woche. Beide vor Beginn der Behandlung mit Clomifen. 1. Ich habe gelesen, daß Clomifen die Durchlässigkeit des Schleims verschlechtern kann. Kann man davon ausgehen, daß der Schleim durchlässig ist, wenn er die Farnkrautstruktur hat? 2. Außerdem habe ich gelesen, daß bei Einnahme von Clomifen der Schleimhautaufbau zu gering sein. Kann die Schleimhaut zu niedrig sein, obwohl der Östradiolwert 2-3 Tage vor dem Eisprung über 300 liegt? 3. Wäre ein Spermiogramm sinnvoll oder sind die Spermien wahrscheinlich ok, da es bereits 2x zu einer Schwangerschaft, wenn auch mit Fehlgeburt, gekommen ist? Und falls ja, braucht man eine Überweisung für den Urologen? 4. In Zyklen mit Folikeln im linken Eierstock gab es noch nie eine Schwangerschaft. Folikel der rechten Seite führten 2 von 4 Mal zu einer Schwangerschaft. Leider wechseln die Eierstöcke nicht ab, sondern häufig entwickeln sich nur im linken Eierstock Folikel. Wäre eine Bauchspiegelung sinnvoll, um die Durchlässigkeit des linken Eileiters zu prüfen? An welchem Zykluszeitpunkt würde sie durchgeführt? 5. Nach 6 Zyklen mit Clomifen müßte ich dann zu Gonadotropinen wechseln. Ist hier das Mehrlingsrisiko höher als bei Stimulation mit Clomifen? Tut mir leid, daß es so viele Fragen geworden sind. Wäre für eine Antwort sehr dankbar. Viele Grüße, Alie
Dr. Birgit Müller
Hallo Alie, zu1) Ja (sofern keine anderen Ursachen vorliegen, z.B. immunologische/organische Veränderungen im Bereich des Muttermundes). zu2) Theoretisch schon, aber Ihr FA macht ja US, so daß er die Endometriumdicke ausmessen kann. zu3) Wahrscheinlich ist das Spermiogramm o.k., eine Kontrolle beim Urologen (mit ÜW) schadet aber nicht. zu4) Kann sein, daß der linke Eileiter nicht in Ordnung ist. Man kann die Durchgängigkeit der Eileiter auch mit einem US-Kontrastmittel prüfen, dann muß keine Bauchspiegelung durchgeführt werden (halte ich momentan für nicht angebracht, es sei denn, Sie haben noch zusätzliche Beschwerden oder sind bereits über 35 Jahre alt). zu5) Bei niedriger Dosierung nicht höher als bei Clomifen. In jedem Fall sollte mit US und Hormonmessungen kontrolliert werden, wie viele Follikel sich entwickeln (dürfen max. 3 "große" sein). Liebe Grüße Dr. B. Müller
Mitglied inaktiv
Vielen Dank für die schnelle Antwort. Daraus haben sich noch 2 weitere Fragen ergeben, für deren Beantwortung ich Ihnen sehr dankbar wäre: zu 1: Eine immunologische oder organische Veränderung im Muttermundbereich ist mir nicht bekannt, aber das fällt vermutlich auch nicht beim "normalen" Zyklusmonitoring auf? Durch welche Untersuchung könnte das ausgeschlossen werden? zu 4: Eileiteruntersuchung mit Kontrastmittel und Ultraschall klingt wesentlich unproblematischer als Bauchspiegelung. Das werde ich versuchen. (Ich habe keine weiteren Beschwerden und bin Anfang des Jahres 33 geworden.) Nochmals vielen Dank, Alie
Dr. Birgit Müller
Hallo Alie, immunologische Veränderungen können z.B. Spermien-Antikörper sein oder Antikörper nach einer Entzündung im Muttermundbereich (eher sog. "Ausschlußdiagnostik", also theoretische Überlegung nach Ausschluß aller sonst in Frage kommenden Ursachen). Organische Ursachen z.B. Verengung/Verklebung des Muttermundes nach Entzündung oder OP. Liebe Grüße Dr. B. Müller
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